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Drebber: Bürgermeister wehrt sich gegen Kritik der Kirche

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Von: Jannick Ripking

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Friedrich Iven, Bürgermeister Drebber
Friedrich Iven, Bürgermeister Drebber © Privat

War die Politik in Drebber untätig, was die Beschaffung von Kita-Plätzen betrifft? Diesen Vorwurf der Kirchengemeinde will Bürgermeister Friedrich Iven nicht auf sich sitzen lassen. Er kontert die Kritik.

Drebber – Friedrich Iven ist sauer und enttäuscht. Die Ratssitzung der Gemeinde Drebber in der Grundschule war schon fast zu Ende, da brannte dem Bürgermeister noch eine Sache unter den Nägeln: Er wies die Kritik der Kirchengemeinden aus Drebber zurück. Sie stellen das Gemeindehaus in Jacobidrebber für zwei Jahre als Kindergarten-Außenstelle zur Verfügung und hatten der Politik Fehler vorgeworfen.

„Als ich das in der Zeitung gelesen habe, konnte ich es fast nicht glauben. Das hat mich maßlos gestört“, sagte Iven. Nur weil nicht alle Überlegungen der örtlichen Politik und der Verwaltung immer direkt publik werden – vor allem, wenn noch nichts spruchreif sei –, heiße das nicht, dass intern nicht gearbeitet werde.

Uns da so hinzustellen, als tun wir nichts, hat wehgetan.

Friedrich Iven

Zum Hintergrund: Der Thriburi-Kindergarten darf das Gemeindehaus in Jacobidrebber über den Zeitraum von zwei Jahren für seine eigenen Zwecke nutzen. Dadurch steht für alle Kinder aus der Gemeinde ein Kita-Platz zur Verfügung (wir berichteten). Ohne dieses Angebot der Kirche wäre es eng geworden. „Das ist wunderbar und hilft uns wirklich“, sagte Friedrich Iven jetzt. Allerdings habe der Rat gemeinsam mit der Verwaltung schon an Alternativen gearbeitet. „Wie wir es umgesetzt hätten, kann ich nicht sagen, aber wir hätten es hinbekommen“, versicherte der Bürgermeister. Es seien intern Containerlösungen oder das Herrichten von leer stehenden Gebäuden erörtert worden.

Pastor Rainer Hoffmann hatte seinerzeit gesagt: „Wir können doch nicht tatenlos zusehen, dass aufgrund von Versäumnissen der Politik 15 bis 20 Kinder keinen Kita-Platz erhalten werden, weil die vorhandenen Kapazitäten nicht ausreichen.“ Für Iven ein herber Schlag: „Uns so hinzustellen, als tun wir nichts, hat wehgetan.“ Er sagte: „Das Gemeindehaus ist die beste Lösung, keine Frage“, aber er wolle es nicht auf sich und seinen Ratskollegen sitzen lassen, dass es so aussehe, als sei der Gemeinde das Wohl der Kinder nicht wichtig: „Wir lassen die Kinder nicht im Stich.“

Drebber sei eine Gemeinde, die wächst. Der Bürgermeister versprach, dass in spätestens zwei Jahren, wenn das Gemeindehaus für den Thriburi-Kindergarten nicht mehr zur Verfügung steht, dafür gesorgt sei, dass alle Kinder aus Drebber weiter einen Kita-Platz bekommen.

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