Dorfbewohner feiern Neugestaltung der Gedenkstätte

Donstorfer Denkmal erstrahlt in neuem Glanz

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Im Herbst vergangenen Jahres war das Denkmal noch von Bäumen und einer Betonmauer umgeben. 

Dornstorf - Von Thomas Speckmann. Mehr als 200 Arbeitsstunden haben Bürger investiert, um das Denkmal in Donstorf in ein neues Licht zu rücken. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – und bietet Grund zum Feiern. Bei Bier und Bratwurst haben Mitglieder der Dorfgemeinschaft am Montagabend auf das Werk angestoßen. Für Bürgermeister Friedrich Bokelmann eine willkommene Gelegenheit, um allen Helfern und Sponsoren für ihr Engagement in den vergangenen Monaten zu danken.

„Die durch diese Neugestaltung demonstrierte Wertschätzung der Donstorfer Bürger und ihren Gefallenen ist etwas, was in der heutigen Zeit oft zu kurz kommt. Nämlich die Wertschätzung der Mitmenschen aus unserem nächsten Umfeld“, erklärte Bokelmann in einer kleinen Ansprache. Dabei richteten sich die Blicke auf das herausgeputzte Denkmal, das mit seinen großen Tafeln an die Soldaten im Ersten und Zweiten Weltkrieg erinnert.

Ein besonderes Lob galt der Jagdgenossenschaft, die sich in vorbildlicher Art und Weise um das Gemeinwohl kümmere und schon seit Jahrzehnten die Jagdpacht in Wege und Straßen investiere. Aus diesem Topf wurde auch das Material für die Neugestaltung mitfinanziert. Hinzu kamen private Spenden und ein Zuschuss der Kommune. Sie deckte mit 2 400 Euro knapp die Hälfte der Kosten. „Das haben wir gerne getan, denn diese Aufgabe müsste die Gemeinde ja eigentlich selbst machen“, sagte der Bürgermeister.

Unterstützung von Landschaftsarchitekt Promann

Sichtlich zufrieden wirkte Peter Mallwitz, der sich um die Pflege des Denkmals kümmert und auch den Anstoß für die Maßnahme gegeben hat. Die alte Betonmauer sei abgängig gewesen, die Bäume zum Teil krank und kaputt, berichtete der Donstorfer. Seine Anregung, es nicht bei kleinen Ausbesserungen zu belassen, sondern die Anlage komplett neu zu gestalten, stieß auf offene Ohren.

Bei der Planung konnten die Beteiligten auf die kompetente Unterstützung von Landschaftsarchitekt Dennis Promann bauen. Er lieferte die Vorlage für die Neugestaltung. Neben der maroden Mauer verschwanden auch Bäume und Büsche von der Bildfläche. Sie wurden durch vier Kastenlinden ersetzt, die gemeinsam mit schmiedeeisernen Zaun-Elementen die Ecken der Anlage markieren. Den natürlichen Rahmen bilden Eibengewächse. Sie Steine des Denkmals sind gereinigt worden. Elektro-Fachmann Stephan Lemke will die Anlage noch mit Strahlern ausstatten.

Auch Skepsis der Bewohner thematisiert

Stellvertretende Bürgermeisterin Martina Thesing, die ganz in der Nähe des Denkmals wohnt, hob die ortsbildprägende Bedeutung der Gedenkstätte hervor. Bei der kleinen Einweihungsfeier wurde aber auch kein Hehl daraus gemacht, dass manche Einwohner zunächst skeptisch gewesen seien. Grünen-Ratsherr Martin Levie monierte, dass die Bäume ohne vorherigen Beschluss des Gemeinderates entfernt worden seien, und regte Ersatzpflanzungen an.

Im Zuge der Maßnahme wurde der Glascontainer zum Transformator bei Pohlmann verlagert. Er rückt damit aus dem Blickfeld der Gedenkstätte. Ihr Ziel, die Arbeiten bis zum Schützenfest abzuschließen, haben die Bürger erreicht. Davon können sich die Grünröcke überzeugen, wenn sie ihre Augen beim Ausmarsch in stillem Gedenken auf das Denkmal richten.

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