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Digitalpakt in der Samtgemeinde Barnstorf: Grundschule Drebber liegt über Fördersumme / Eydelstedt im Plan

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Von: Jannick Ripking

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Die Grundschule Drebber bekommt ein besseres WLAN-Netz. Die Kosten übersteigen schon jetzt die verfügbare Fördersumme.
Die Grundschule Drebber bekommt ein besseres WLAN-Netz. Die Kosten übersteigen schon jetzt die verfügbare Fördersumme. © Jannick Ripking

Der Digitalpakt sorgt für die Grundschulen in der Samtgemeinde Barnstorf für finanzielle Unterstützung. Die Verwaltung hat über den Sachstand der aktuellen Maßnahmen informiert

Barnstorf – Das neue WLAN-Netz und die dazugehörige Verkabelung der Grundschule Drebber werden teuer. Mit 70.000 Euro übersteigen die Kosten schon jetzt die Summe der Zuwendungen, die der Schule wegen des Digitalpaktes zustehen. Der Haushalt der Samtgemeinde werde deswegen trotzdem (noch) nicht belastet, meinte Jörg Kohröde, stellvertretender Fachbereichsleiter Soziales und Ordnung, während der jüngsten Schulausschusssitzung im Barnstorfer Rathaus. Er unterrichtete die Mitglieder und Zuhörer darüber, was an den Grundschulen der Samtgemeinde bisher im Rahmen des Digitalpaktes umgesetzt wurde.

Fördermittel in Höhe von fast 200.000 Euro für drei Grundschulen

„Für die Schulen in Trägerschaft der Samtgemeinde Barnstorf stehen Fördermittel in Höhe von rund 190.000 Euro zur Verfügung“, sagte Kohröde. Diese Summe setze sich aus einem Pauschalbetrag in Höhe von 30.000 Euro für jede Grundschule und einem zusätzlichen Pro-Kopf-Betrag je Schüler zusammen. Der Kopfbetrag der Grundschule Barnstorf-Drentwede liegt gesamt bei 60.582 Euro, der Grundschule Drebber bei 25.168 Euro und der Grundschule Eydelstedt bei 14.477 Euro. Dabei sei es laut Kohröde Vorschrift, zuerst Maßnahmen zum Aufbau der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden und auf dem Schulgelände durchzuführen. Außerdem habe die Einrichtung von schulischem WLAN Vorrangstatus.

Der Grundschule Drebber stehen demnach rund 55.000 Euro zur Verfügung. Dass die bereits in Auftrag gegebenen Maßnahmen diesen Rahmen um fast 15.000 Euro übersteigen, liege daran, dass die Wege in der Grundschule so weit seien, meinte der Fachbereichselter. Das treibe die Kosten. Doch es gebe einen Kniff, um den Haushalt der Samtgemeinde nicht zu belasten: „Die Kopfbeträge können unter den Schulen bei Bedarf anders verteilt werden. Ein Teilbetrag des Kopfbetrages der Grundschule Barnstorf wird daher zunächst für die ungedeckten Kosten in Drebber verwendet.“ Sofern die Mittel für die Grundschule Barnstorf dann nicht mehr ausreichen, wären die Kosten aus dem Samtgemeindehaushalt zu tragen.

Grundschule Barnstorf: Erst Standortfrage klären

Bezüglich der Grundschule Eydelstedt habe die Samtgemeinde die Elektroarbeiten am Familien- und Bildungszentrum (FBZ) umgesetzt. Kohröde: „Für die Planungsleistungen, die Arbeiten sowie für Ipads und Apple TVs zur Steuerung der vorhandenen Beamer wurden bisher 37 276,73 Euro verausgabt.“ Somit bleibt ein Restbetrag übrig. Davon soll ein weiterer Klassensatz Ipads angeschafft werden. Die Ausstattung der Klassenräume mit Smartboards sei erst auf längere Sicht geplant. Auch die Grundschule Drebber wünsche sich Smartboards für alle Klassen.

Für die Grundschule Barnstorf gelte, dass vor der Planung zu klären sei, „ob die Schule in den derzeitigen Räumlichkeiten weitergeführt werden kann und soll“, sagte Kohröde. Denn bei der Beantragung der Fördermittel müsse garantiert werden, dass die Räume bis zum Ablauf der Abschreibungsfristen 2024 als Schulräume genutzt werden. „Im anderen Fall müssten die Fördermittel zurückgezahlt werden und für die Einrichtung der neuen Räume würde der Aufwand nochmals anfallen“, erklärte er.

Digitalpakt 2.0: Entwicklung abwarten

Der Anschluss aller drei Grundschulen an das Glasfasernetz sei beantragt. „Ein genauer Termin hierfür steht leider noch nicht fest“, sagte Jörg Kohröde.

In der Politik werde derzeit bereits über den Digitalpakt 2.0 diskutiert. Kohröde: „Möglicherweise lassen sich hierüber dann weitere Verbesserungen im Hardwarebereich und bei der Anschaffung von Endgeräten für Schüler umsetzen. Deswegen sollten wir die Entwicklung abwarten.“

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