„Tag des Moores“

Die Diepholzer Moorniederung in ihrer ganzen Vielfalt

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Am Stand der Schäferei Ulenhof warteten Moorschnucken.

Barnstorf - „Ist das Moor?“, fragte ein Mädchen, als es am großen Pflanzenbeet des Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrums (BUEZ) inne hielt. Klare Antwort: Ja.

Und was die reizvolle Landschaft neben ihrer Pflanzen- und Tierwelt auch noch an touristischen Angeboten zu bieten hat, das konnten die kleinen und großen Gäste am Sonnabend ebenfalls im Rahmen des Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festivals erfahren.

Bereits zum dritten Mal bot die Großveranstaltung die Plattform für den „Tag des Moores“, organisiert von Kommunen und Institutionen aus der Diepholzer Moorniederung. Da marschierte die Samtgemeinde Barnstorf mit gutem Beispiel vorne weg. „Das Thema Moor ist sehr abwechslungsreich dargestellt“, befand Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers bei einem Rundgang. 

Das Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum zeigte moortypische Pflanzen. Mitarbeiter Erik Nickel (r.) lud Noah dazu ein, trockene und feuchte Moose zu vergleichen.

Ziel sei es, auf die Angebote in der Diepholzer Moorniederung aufmerksam zu machen. Viele Menschen würden das Hochmoor noch gar nicht kennen, stellte Lübbers fest. Und so gab es auf der Meile viele neugierige Blicke und Fragen aus der Besucherschar, die sich mit Informationsmaterial eindecken und nebenbei an Gewinnspielen beteiligen konnte.

„Der Rücklauf ist gut, das lohnt sich hier in Barnstorf“, erklärte Rolf Hedemann, der in seiner Paraderolle als Heideschäfer Arthur gleich in Dreifach-Funktion unterwegs war. Er warb für die moortouristischen Angebote in den Samtgemeinden Kirchdorf und Uchte und verteilte Flyer der Dümmer-Weserland-Touristik. Zunehmend gefragt seien Radwandertouren, berichtete Hedemann.

Das Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum entführte die Besucher in die Tier- und Pflanzenwelt. Im Schulterschluss mit der von der Firma Gramoflor ins Leben gerufenen „Stiftung Lebensraum Moor“ erläuterte das Team um Dr. Oliver Nixdorf, wie die Renaturierung des Moores bereits parallel zur Abtorfung vorangetrieben werden kann. Ausgestellte Schlangen und Frösche weckten die Neugier. 

Moorschnucken locken Besucher an

Die Schäferei Ulenhof lockte das Publikum mit fünf Moorschnucken an. Lina Offergeld und Christian Amend informierten über den vielfältigen Beruf des Schäfers, der über die Tierhaltung und Fleischproduktion weit hinaus gehe. Mit der Beweidung des Rehdener Geestmoores, wo der Betrieb mit zwei Schafherden vertreten ist, werde auch ein Beitrag zum Natur- und Klimaschutz geleistet.

Das Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ), das seit 25 Jahren mit dem „Haus im Moor“ in Goldenstedt vertreten ist, machte ebenfalls Werbung in eigener Sache. Spannende Wissensfragen rund ums Moor sorgten für Aha-Effekte.

Die Geschwister Mario und Kerstin Enders berichteten über die Entwicklung von Sinnesgarten und Feldbahn in Freistatt. Die beiden Ratsvertreter haben im nächsten Jahr ein Heimspiel. Dann geht die siebte Ausgabe des „Tages des Moores“ in Freistatt über die Bühne.

sp

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