Rückblick auf fünf Jahre

Das Ende einer Wahlperiode: Abschied von scheidenden Ratsherren des Flecken Barnstorf

Sie scheiden aus dem Fleckenrat Barnstorf aus: (von links) Alexander Grimm, Heinrich Windeler, Rolf Einhoff, Reinhard Börger, Martin Abeling und Tobias Beuke. Es fehlen: Michael Bruhns und Yehia Hussein.
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Sie scheiden aus dem Fleckenrat Barnstorf aus: (von links) Alexander Grimm, Heinrich Windeler, Rolf Einhoff, Reinhard Börger, Martin Abeling und Tobias Beuke. Es fehlen: Michael Bruhns und Yehia Hussein.

Zwischen fünf und 25 Jahre waren die acht Männer kommunalpolitisch aktiv, die jetzt aus dem Barnstorfer Rat ausscheiden. Vier von ihnen erhielten den Titel „Ehrenratsherren“.

Barnstorf – In den vergangenen fünf Jahren „hatten wir insgesamt 28 Ratssitzung“, bilanzierte Oelmann während der Sitzung im Hotel Roshop. Von 2016 bis 2021 habe der Fleckenrat allerhand beschlossen und auf den Weg gebracht. Die größten Themen seien, so Oelmann, unter anderem 2018 der monetäre Zuschuss an die Gesellschaft Wohnbau Diepholz gewesen. „Das war eine wichtige Entscheidung, hier finanziell zu unterstützen“, sagte sie.

Rückblick auf die abgelaufene Wahlperiode 2016 bis 2021

2019 beschäftigte sich der Fleckenrat mit der Abschlussdokumentation der Ortskernentwicklung. „Das war ein Erfolgsprojekt von Barnstorf, das wir zu Ende geführt haben“, meinte Oelmann. Außerdem habe es in diesem Jahr erste offizielle Gespräche zwischen dem Barnstorfer und dem Eydelstedter Rat zur Ortsumgehung Barnstorf gegeben. Ebenso stand 2019 die Bewerbung um den Standort der Zentralklinik auf dem Zettel der Ratsfrauen und -herren. „Leider sind wir nicht zum Zuge gekommen“, sagte Oelmann.

2020 sei das politische Jahr gewesen, auf das die Corona-Pandemie am stärksten eingewirkt habe. „Es war ein Jahr mit wenig Sitzungen“, so die Bürgermeisterin. Dennoch sei der Rat beispielsweise die Beratung über ein Einzelhandelskonzept für Barnstorf angegangen. „2021 haben wir das Konzept dann beschlossen“, sagte sie.

Es seien in den vergangenen fünf Jahren wichtige und wegweisende Entscheidungen für Barnstorf getroffen worden. In dieser Zeit waren Martin Abeling, Tobias Beuke und Yehia Hussein zum ersten Mal Teil des Fleckenrates. „An den Entscheidungen habt ihr tatkräftig mitgewirkt“, so Oelmann. Alle drei scheiden nach ihrer ersten Amtsperiode aus. Die Bürgermeisterin sprach ihren Dank aus und sagte: „Ihr seid ein gutes Beispiel für junge Menschen, die sich politisch tatkräftig für ihre Heimat einbringen.“

Rolf Einhoff scheidet nach einem Vierteljahrhundert als Ratsherr aus

Deutlich länger brachte sich Rolf Einhoff für Barnstorf ein. Der scheidende Ratsherr und nun Ehrenratsherr war fünf Wahlperioden – damit also ein Vierteljahrhundert – Teil des Barnstorfer Rates. „Du warst ein stetes Element“, meinte Oelmann. Sie bescheinigte ihm große Bürgernähe: „In Barnstorf bist du bekannt wie ein bunter Hund. Du siehst, wo hier die Nöte sind.“ Besonders wichtig sei ihm immer die Barnstorfer Außendarstellung gewesen.

Heinrich Windeler saß von 2006 bis 2021 im Barnstorfer Rat und kommt somit auf 15 Jahre – wäre da nicht die Legislaturperiode von 1976 bis 1981 gewesen. In dieser Zeit war Windeler schon einmal Ratsherr, was insgesamt 20 Jahre in der Kommunalpolitik ergibt. „Was immer geblieben ist, ist der Oberlippenbart“, sagte Bürgermeisterin Oelmann schmunzelnd. Windeler habe sich als Finanzexperte verdient gemacht: „Du hast deine Finger immer in die Wunde gelegt.“ Das sei manchmal unangenehm gewesen, aber immer wichtig, so Oelmann.

Genau wie Windeler – aber durchgehend – war Reinhard Börger 20 Jahre im Fleckenrat. „Du bist das erste Gesicht, das einem in den Sinn kommt, wenn man an die Barnstorfer FDP denkt“, sagte die Bürgermeisterin. Das habe auch daran gelegen, dass Börger immer aktiv am öffentlichen Leben teilnehme. Außerdem sei er sehr gut mit Bundes- und Landtagsabgeordneten vernetzt. „Sie hast du oft nach Barnstorf geholt“, erinnerte sich Oelmann.

Künftiger Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm wird (noch) kein Ehrenratsherr

Michael Bruhns war 15 Jahre im Rat. Er fehlte allerdings entschuldigt bei seiner letzten Sitzung als Ratsherr, was Elke Oelmann nicht daran hinderte, ihm seinen Dank auszusprechen. Von 2016 bis 2021 war er ihr Stellvertreter. Das sei ein Amt, das nicht so häufig in der Öffentlichkeit stehe, aber viel Zeit von derjenigen Person einfordere. „Dafür gilt mein Dank“, so Oelmann. „Wir haben immer gut zusammengearbeitet.“ Seine politische Steckenpferde seien Verkehr und Umwelt gewesen. „Er hat Projekte mit Argus-Augen verfolgt“, sagte sie.

Alexander Grimm verlässt ebenfalls den Rat – nach 20 Jahren. Seine Verabschiedung fiel allerdings deutlich kürzer aus, weil er als künftiger Samtgemeindebürgermeister politisch weiterhin mit dem Flecken Barnstorf in Verbindung bleiben wird. Aus diesem Grund ist er auch nicht zum Ehrenratsherren ernannt worden. Das soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

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