Neue Sparte des TSV Drebber bestreitet erste Punktspiele

„Dart ist vor allem Kopfsache“

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Drebber - Von Luka Spahr. Exakt 2,37 Meter sind es, die Klaus Jentsch von der Scheibe trennen. In seiner Hand hält er einen kleinen Pfeil, der punktgenau platziert werden soll. Der Spieler ist voll konzentriert. Er nimmt das Ziel ins Visier. Dann folgt der Wurf: Treffer! Das gibt wichtige Punkte für seine Mannschaft, die ihren ersten öffentlichen Auftritt im Vereinsheim des TSV Drebber hat. Die Sportart, um die es sich hier handelt, ist Dart.

Jentsch ist einer der ersten Spieler, die sich Anfang dieses Jahres der Dart-Sparte des Turn- und Sportvereins angeschlossen haben. Bisher hat er sich vor allem als Trainer der Fußball-Damenmannschaft und als Spieler auf dem Tennisplatz betätigt. Nun widmet sich das Vereinsmitglied auch dem Stil-Dart und bestreitet mit dem Team das erste Punktspiel. Gegner ist die zweite Garnitur des TV Groß Minnelage.

„Die Anspannung steigt. Aber wir haben in den letzten Wochen gut trainiert“, sagt Jentsch. Ihm zittern schon ein bisschen die Knie, als er sich am Sonntagnachmittag nach dem Aufwärmen für seinen ersten Wertungswurf vor der Scheibe aufstellt. Dabei ist der Mann kein Neuling im Dart. Er und auch die übrigen eingetragenen Spieler der neuen Sparte haben zumindest schon privat einige Erfahrungen in diesem Sport gesammelt.

Insgesamt 15 Personen, darunter eine Frau, sind in der Abteilungen aktiv. Sie sind keine Profis und müssen es auch nicht sein. Die Gruppe sei immer offen für Anfänger und stehe mit Rat und Tat zur Seite, unterstreicht Spartenleiter André Warneking. Auch für ihn ist der Saisonstart etwas ganz Besonderes. Es ist das erste von zehn zu bestreitenden Spielen für das sechsköpfige Team.

Besondere Vorbereitung auf das Punktspiel? „Ich habe den Kaffee heute Morgen weggelassen und ein wenig mehr gegessen. Dart ist vor allem Kopfsache“, sagt Warneking. Anspannung vor dem Spiel herrscht auch beim TSV-Vorsitzenden Heinfried Maschmeyer. Er und seine Familie sind große Unterstützer der Abteilung: „Dart ist eine Trend-Sportart und eine gelungene Ergänzung in unserem Vereinsangebot“, sagt der Vereinsboss.

Die Punkte müssen von Hand zusammengezählt werden.

Die Mannschaft tritt in der Regionalliga Süd des Dartverbandes Weser-Ems an. Klingt nach einer hohen Spielklasse, wenn man den Vergleich zu Fußball oder Handball heranzieht, aber es ist der Einsteigerbereich. „Absteigen können wir nicht mehr“, so Maschmeyer lachend. Der Spaß an der Sache ist wichtig. Vor allem die Freude über die neue Sportart im Drebber steht allen ins Gesicht geschrieben.

„Es gab einfach hier in der Gegend keine organisierte Möglichkeit, um Dart zu spielen“, erklärt Warneking. Daher hätten sich bei einer kleinen Umfrage des Vereins gleich 20 Personen gemeldet, die Interesse an der Sparte hätten. Dass am Ende „nur“ 15 mitmachen, läge unter anderem an den Trainingszeiten, die nicht immer allen Interessierten passen würden, so die Verantwortlichen. Das Training der Einzelsportler findet mittwochabends im Vereinsheim statt.

Die Belebung der Räume ist auch ein positiver Nebeneffekt, den sich die Vereinsführung von der Sparte erhoffen. Zum ersten Punktspiel sind allerdings noch nicht viele Besucher erschienen. Trotz Kaffee, Kuchen und Bratwurst ist das Publikum im Gastronomiebereich überschaubar. Und das, obwohl die Gastgeber extra eine große Leinwand mit Live-Übertragung aus dem Nachbarraum aufgestellt hatten.

Vereinzelte Besucher verfolgen gespannt die Würfe auf dem Bildschirm. Unter ihnen Ralf Grabowski. Der Drebberaner hat von dem Turnier aus der Zeitung erfahren und ist spontan vorbeigekommen. „Ich würde auch gerne in den Verein eintreten. Aber mir fehlt leider einfach die Zeit“, so der Hobbyspieler. Einen ersten Eindruck will er sich dennoch verschaffen.

Das nächste Punktspiel findet bereits am heutigen Mittwoch ab 19 Uhr im Vereinsheim statt. Neben den Spielern und ihren Angehörigen und Freunden werden dann vielleicht auch ein paar mehr Zuschauer Das erste Ergebnis kann sich sehen lassen. Der TSV Drebber hat den TV Groß Minnelage souverän mit 8:4 geschlagen.

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