Konzert am Ostersamstag soll Beitrag zur Integration leisten

„Cross Culture“ im Ratssaal: Der Name ist Programm

Die Band „Omas Ganzer Stolz“ mit Paul Sander, Max Scheer und Luka Spahr (v.l.) übernimmt den rockigen Teil des Konzertes.

Barnstorf - Musik kennt keine Grenzen. Sie verbindet Menschen und Kulturen. Das wissen die Mitglieder des Arbeitskreises „Willkommen in Barnstorf“. Sie stellen jetzt ein Konzert auf die Beine, das es in dieser Form noch nicht im Hunte-Flecken gegeben hat. „Cross Culture“ heißt es am Ostersamstag, 26. März, ab 19.30 Uhr im großen Ratssaal des Barnstorfer Rathauses.

„Der Arbeitskreis möchte an diesem Abend einen weiteren Integrationsschritt wagen, sowohl für Flüchtlinge als auch für Einheimische“, erklärt Evelyn Weiß, die den Anstoß zu diesem Konzert gegeben hat und für die Organisation verantwortlich zeichnet. Aber sie wirkt nicht nur hinter den Kulissen, sondern bringt sich auch musikalisch in das breit gefächerte Programm ein. Die Barnstorferin präsentiert ruhige Coversongs und begleitet sich dabei am Klavier.

Neben Evelyn Weiß treten weitere Künstler auf, die einen engen Bezug zur Region haben. Dafür steht allein schon der Untertitel „Musik aus Barnstorf“. Die Künstler bieten unterschiedlichste Musik aus verschiedenen Kulturen. Da sind deutsche Lieder ebenso zu hören wie armenische, arabische oder auch albanische Klänge. Eben „Cross Culture“, wie das Motto schon sagt.

Geprägt wird der internationale Charakter unter anderem von Hrant Markadic, der schon seit mehr als 20 Jahren mit seiner Familie in Barnstorf lebt. Der Armenier konnte schon oft mit seiner markanten Stimme beeindrucken. Die eher ruhigen armenischen Lieder, der er vorträgt, erzeugen eine besondere Stimmung und benötigen daher eigentlich keine Übersetzung. Die Albaner Gazmir und Gerald Lulja haben schon den Barnstorfer Kirchenchor verstärkt. Eigentlich gilt ihre Liebe aber der albanischen Volksmusik, wobei Gerald seinen Vater auf der Geige begleitet.

Omar Al Mashdany hat populäre arabische Lieder im Gepäck, die geradezu auffordern mitzutanzen. Da der Saal nicht voll bestuhlt ist, ist das möglich und auch erwünscht. Große Augen dürfte das Publikum machen, wenn Ali Hussein aus dem Irak die Bühne betritt. Er ist erst vor drei Wochen nach Barnstorf gekommen und hat ein Talent mitgebracht, das über das Singen und Musizieren hinaus geht. „Er wird seine Zauberkünste demonstrieren, sofern es seine während der Flucht verletzte Hand zulässt“, erklärt Arbeitskreis-Mitglied Erika Schneider.

Mit zauberhaften Kunststücken kennt sich auch Sophia Bömer aus, die überwiegend in Wien lebt und zum Osterfest in ihre alte Heimat zurückkehrt. Hier sucht sie immer wieder die Nähe zum Zirkus „Barbarella“. Sie wird sich am Ostersamstag als Saxophonistin einbringen. Ein Heimspiel haben auch „Omas ganzer Stolz“. Die Band aus Drebber tourt unter dem Motto „Funpunk aus dem Flachland“. Paul Sander, Max Scheer und Luka Spahr werden mit ihren selbst geschriebenen Songs wohl den rockigsten Part des Abends übernehmen.

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Bereits vor dem Programm und in der Pause warten Getränke und Snacks. Der Eintritt ist frei. Aus gutem Grund, wie die Veranstalter erläutern: „Jedem soll die Teilnahme an diesem Konzert möglich gemacht werden.“ Zum Abschluss wird um freiwillige Spenden gebeten, die den Sprachkursen für Flüchtlinge zugute kommen sollen. - sp

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