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Etwa 300 kleine und große Gäste feiern Lichterfest

Das Feuerwerk sorgte für zusätzlichen Lichterglanz.

Cornau - Von Hartmut Weber-Bockhop. Beim Lichterfest in Cornau fanden die etwa 300 kleinen und großen Gäste einen besonderen Glanz vor. Die Feuerwehr Cornau unter der Leitung von Ortsbrandmeister Heiko Gröne hatte bei der Illumination des Dorfplatzes hervorragende Arbeit geleistet. Schon von Weitem schillerte der Bereich vor dem des Feuerwehrgerätehauses in den schönsten Farben und machte dem Lichterfest damit alle Ehre.

Beleuchtete Behälter markierten den Eingang, präparierte Baumstämme verströmten mit ihren Flammen flackerndes Licht und in der Mitte des Dorfplatzes lud eine runde Stahlwanne mit Lagerfeuer zum Stockbrotbacken ein. Das war eine willkommene Einladung für die kleinen Gäste. Sie konnten im Laufe des Abends lange Stöcke und Teig erwerben und sich damit rund um das kleine Feuer setzen.

Doch vorher hatte Bürgermeister Friedrich Iven das Wort. Er begrüßte die Besucher und richtete einen Dank an die Feuerwehr und ihre Jugendabteilung, deren Blicke sich bereits über das Lichterfest hinaus auf ein ganz anderes Großereignis richten. Das 40. Kreisjugendfeuerwehrzeltlager soll vom 18. bis 26. Juli 2020 in Cornau über die Bühne gehen. 

„Wir brauchen die Feuerwehr – und die Feuerwehr braucht uns 2020“, rief der Gemeindevertreter den Besuchern zu. Er sprach von bis zu 450 Helfern, die bei der Durchführung der Großveranstaltung erforderlich seien. Praktischerweise lagen auf den Tischen und Theken etliche Helferformulare, die gleich vor Ort ausgefüllt und in den Briefkasten der Feuerwehr geworfen werden konnten.

Einen Seitenhieb auf die anwesenden Fans von Werder Bremen konnte sich Iven in seiner Ansprache nicht verkneifen. Deren Team hatte am Nachmittag gegen Borussia Mönchengladbach verloren. Nicht ahnend, dass „sein“ FC Bayern München am Abend ein ähnliches Schicksal erleiden würde. Als diese kurz vor Schluss gegen Borussia Dortmund mit 3:2 zurücklagen, äußerte eine junge Besucherin nur: „Wie geil ist das denn!“.

Mit den aktuellen Fußballergebnissen im Hinterkopf begaben sich Kinder, Eltern und Großeltern auf den traditionellen Laternenumzug. Jugendfeuerwehrwartin Katharina Kammann gab den Startschuss. Vorn, in der Mitte und hinten leuchteten die jungen Fackelträger der Feuerwehr den Weg durchs Dorf aus. Ein Bollerwagen mit Musik regte zum Mitsingen der Lieder an.

Die Fackeln waren fast heruntergebrannt, als die Corona wieder auf dem Dorfplatz eintraf. Hier konnten sich die Besucher ausgiebig stärken. Anika Behrens und Katharina Kammann produzierten leckere Crêpes am laufenden Band, am Grillstand gab es Curry- und Bratwurst mit Pommes, und auch für Kalt- und Heißgetränke war gesorgt. Kinderpunsch und Glühwein waren heiß begehrt. Florian Kappe hatte bei der Zubereitung der Feuerzangenbowle wieder die richtige Mischung gefunden. „Viel Rum muss, Rotwein kann“, lächelte der Meister am Hexenkessel.

Der Klönschnack überbrückte die Zeit bis zum nächsten Höhepunkt der Veranstaltung. Als das Licht in der Feuerwehrhalle und auf dem Platz heruntergedreht wurde, drängten die Besucher ins Freie, um einen guten Standort für das Feuerwerk zu ergattern, das auf dem Sportplatz gezündet wurde. Das Lichterspektakel am Nachthimmel sorgte für manches „Aah!“ bei den Besuchern.

Ortsbrandmeister Heiko Gröne konnte am Abend ein positives Resümee ziehen. Das prognostizierte schlechte Wetter war zum Glück nicht eingetroffen, die Feuerwehr einschließlich Jugendfeuerwehr wurde für ihre langwierige Vorbereitung mit etwa vielen Besuchern belohnt und einige hielten noch bis nach Mitternacht aus und feierten „Lichterfest“.

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