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Cornauer Volksradfahren: Radeln mit besonderem Reiz

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Von: Melanie Russ, Carsten Sander

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Auf geht’s! Die Räder mit Birkenzweigen geschmückt und die Kinder gut gesichert ging es für diese Gruppe auf die 20-Kilometer-Strecke.
Auf geht’s! Die Räder mit Birkenzweigen geschmückt und die Kinder gut gesichert ging es für diese Gruppe auf die 20-Kilometer-Strecke. © russ

Die Leute hatten Lust auf Radfahren - das war beim traditionellen Volksradfahren des RMV Cornau am 1. Mai deutlich zu merken. 115 Teilnehmer kamen und nahmen den 20 Kilometer langen Kurs in Angriff. Hinterher gab es dann noch jede Menge zu gewinnen.

Cornau – Der „Flurfunk“ hatte ihm nichts Falsches erzählt. In diesem sei in den Tagen vor dem Volksradfahren in Cornau schon zu gehören gewesen, dass die Leute wieder Lust hatten auf diese traditionelle Veranstaltung, sagt Friedrich Meyer, Vorsitzender des veranstaltenden RMV Cornau. Und tatsächlich: Es kamen am 1. Mai 115 Teilnehmer, um in größeren und kleineren Gruppen die 20 Kilometer lange Strecke per Rad in Angriff zu nehmen. Meyer: „Mit dieser Zahl sind wir wirklich sehr zufrieden.“

Und die Teilnehmer selbst waren es auch. Christa und Ludwig Hohlt gehörten zu den ersten Gruppen, die gleich um 9 Uhr in die Rundfahrt starteten. Sie sind Vereinsmitglieder und seit vielen Jahren dabei. „Weil wir gerne Fahrradfahren und die Gemeinschaft mögen“, sagt Christa Hohlt. „Die Strecke ist auch immer sehr schön.“ In jedem Jahr sei sie etwas anders. „Die Organisatoren geben sich immer viel Mühe“, ergänzt ihr Mann Ludwig. Neben „Stammgästen“ nehmen auch immer wieder Neulinge teil. Ralf Fichtner zum Beispiel. „Wir fahren gerne in der Gemeinschaft Fahrrad“, sagt auch er. „Wir sind früher immer in Barnstorf mitgefahren.“ Weil es dort kein Volksradfahren mehr gibt, ist er nun das zweite Mal in Cornau am Start gewesen.

Die Corona-Pause – zweimal in Folge hatte das Volksradfahren ausfallen müssen – hat der Veranstaltung nichts anhaben können. Waren es 2019 noch 111 Starter gewesen, so lag das 2022er-Event sogar noch über dieser Zahl. „Wir hatten schon damit gerechnet, dass viele Leute kommen würden“, so Meyer, „die Menschen haben einfach wieder Lust darauf, draußen zu sein und Rad zu fahren.“ Zumal es in Cornau zusätzliche Anreize gab, mitzuradeln. Eine Tombola versprach attraktive Gewinne. Knapp 30 Preise waren ausgelobt, und Meyer freute sich über mehr als 500 verkaufte Lose. Stückpreis: ein Euro. „Das hat sich gelohnt“, meint der RMV-Vorsitzende. Aber nicht nur für den Veranstalter war es eine gute Sache, sondern auch für die Gewinner. Denn von einer Übernachtung im Schlaffass über einen Präsentkorb und Einkaufsgutscheine bis zum Hauptpreis, einem Fahrrad, erstreckte sich die Palette der Preise. Das große Los zog dabei Niklas Mittendorf, er ist nun stolzer Besitzer eines neuen Fahrrades im Wert von 500 Euro. Zur Verfügung gestellt wurden die Preise von Unternehmen aus der Umgebung.

Pokale gab es auch noch zu gewinnen. Die für die ältesten Teilnehmer gingen an Otto Kording, 85 Jahre, und Heiner Marcordes, 84 Jahre. Den Preis für den teilnehmerstärksten Verein heimste der Fischereiverein ein. Er stellte unerreichte 15 Starter. Auf den Plätzen folgte die Gruppe „Cornau City“ und die Ortsfeuerwehrwehr Cornau (je zwölf). Die stärkste Familie – ermittelt nach einem Punktesystem, in dem besonders junge und etwas ältere Starter am meisten zählen – war die Familie Hoge aus Ahldorf.  mer/csa

Pokale und Preise gab es für etliche der Teilnehmer des Volksradfahrens. Den Hauptpreis der Tombola, ein nagelneues Fahrrad, gewann Niklas Mittendorf.
Pokale und Preise gab es für etliche der Teilnehmer des Volksradfahrens. Den Hauptpreis der Tombola, ein nagelneues Fahrrad, gewann Niklas Mittendorf. © Muhle

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