123 Radfahrer auf der Strecke

RMV Cornau veranstaltet jährliches Volksradfahren zum 1. Mai

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Zwischenstopp zwei auf dem Hof Eickhorst in Mariendrebber. Ein ständiges Kommen und Gehen.

Cornau - Von Cornau über Specken, Drebbermoor, Dekau, Brockstreek, Drebber und zurück. Das sind rund 20 Kilometer. Und trotz des am Vormittag doch recht zugigen Windes machten sich gestern 123 Radfahrer auf den Weg, diese Strecke zu bezwingen.

Anlass hierfür war das alljährliche Volksradfahren des Rad- und Motorsportvereins RMV aus Cornau. Die Veranstaltung findet immer zum 1. Mai statt und lockt jedes Jahr viele Menschen aus Cornau und umzu auf die Fahrradstrecken der Gemeinde.

Älteste Teilnehmerin radelt mit 88 Jahren mit

Die Teilnehmer könnten dabei verschiedener nicht sein. Auch in diesem Jahr waren wieder Vereine, Familien mit Kindern, junge Erwachsene und Rentner mit dabei.

Bei der Pokalverteilung im Anschluss wurden Marga Hetscher (88) und Walter Schmidt (79) die beiden ältesten Teilnehmer der Radfahr-Veranstaltung gekürt. Finn Roth bildete mit fünf Jahren das Pendant auf der anderen Seite.

Auch Familie Friederichs war wieder dabei. Sie sind beim RMV nicht unbekannt. Bereits seit vielen Jahren nehmen sie an der Veranstaltung teil und konnten sich auch in diesem Jahr den Pokal als stärkste Familie sichern. Hier fließt neben der Anzahl der Familienmitglieder auch deren Alter mit ein, erklärt RMV-Vorstand Friedrich „Hasso“ Meyer.

Feuerwehr Cornau stellt die teilnehmerstärkste Gruppe

Die Vereine aus der Gemeinde zeigten sich auch in diesem Jahr mit voller Stärke. Die Feuerwehr Cornau war mit 26 Männern vor Ort und sicherte sich so die Platzierung als größte Teilnehmergruppe. Es folgten der Sportfischereiverein mit 22 Startern und der Schützenverein Cornau mit 17 Mitgliedern.

Doch was reizte all diese Menschen dazu, sich aufs Fahrrad zu setzen und die 20 Kilometer zu radeln? Antworten findet man am besten unterwegs auf der Strecke. Da die Radfahrer durchaus ein paar Stunden unterwegs sind, gibt es zwischendurch einige Verschnaufpausen. Wer gegen 9 Uhr morgens am Dorfgemeinschaftshaus in Cornau aufgebrochen ist, findet sich im Verlaufe des Vormittages sicher irgendwann auf einer der zwei Zwischenstopps ein. Dort gibt es die Möglichkeit zum Erholen, Trinken und Schnacken.

Bier, Schnaps und Erfrischungen für erschöpfte Radfahrer

Während der erste Halt am Schützenhaus in Dekau eingelegt wurde, befindet sich der zweite auf dem Hof Eickhorst in Mariendrebber. Erschöpfte Fahrradfahrer rollen um 11 Uhr auf den Hof. Das Fahrrad abgestellt, geht es schnell zur Theke vor dem Scheunentor. Dort steht Hartmut Muhle vom RMV mit seinen Kollegen und hält erfrischende Getränke, Bier und Schnaps bereit. Er berichtet von zahlreichen Besuchern an seiner Theke und zeigt sich hocherfreut über die gestiegenen Teilnehmerzahlen im Vergleich zum letzten Jahr. „Wir konnten die Starterzahlen fast verdoppeln“, freut er sich. Außerdem sei es immer auch schön, Unterstützung durch freiwillige Helfer zu erfahren. Familie Eickhorst habe ohne großes Hin und Her gerne ihren Hof und die Toiletten für die Radfahrer zur Verfügung gestellt. Auch Heinrich Buns, der mit seinen Freunden an der Radtour teilnahm, schätzte den Zwischenstopp sehr. Sie seien auf der Strecke aber gut durchgekommen. Es habe keine Zwischenfälle gegeben.

Ähnliches weiß auch Christian Unruh zu erzählen. Er ist stellvertretender Bereitschaftsleiter der DRK aus Diepholz. Zusammen mit der Ortsfeuerwehr sorgen er und seine Kollegen für die Sicherheit auf der Strecke. Ein platter Reifen, eine Schürfwunde? Hilfe ist schnell vor Ort.

Dazu kam es in diesem Jahr aber glücklicherweise nicht. „Kleinere Verletzungen, wenn Kinder mal vom Fahrrad fallen, hatten wir in den letzten Jahren schon ein paar Mal. Aber dieses Jahr ist alles ruhig geblieben“, berichten die Rotkreuzler.

Veranstaltung jährt sich im kommenden Jahr zum 40. Mal

Mittags um 12 gab es dann für alle Pommes, Cola, Bier und Erbsensuppe für die Sportler im Gemeinschaftshaus in Cornau. Neben der Pokalverleihung stand auch wieder eine große Tombola im Mittelpunkt. Neben kleineren Preisen wie Gutscheinen oder Tüten mit Bio-Käse wurde durch die Sponsoren auch die Verlosung eines nagelneuen Fahrrads ermöglicht. Dieses ging an den Drebberaner Henning Blumenthal. Er freute sich sehr über seinen Gewinn und bedankte sich beim RMV-Vorstand und den Los-Feen.

Die einzige Unwägbarkeit, das Wetter, war den Radfahrern in diesem Jahr auch wohl gesonnen. Die Teilnehmerzahlen sprechen für sich. Einem weiteren Volksradfahren im nächsten Jahr steht nichts mehr im Wege, verspricht RMV-Vorsitzender Meyer. Dann wird es vielleicht auf die ein oder andere Extra-Aktion geben, denn: Das Volksradfahren jährt sich zum 40. Mal!

ls

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