Buntes und informatives Programm beim „Tag der offenen Tür“ in Eydelstedt

Werbung für die Feuerwehr

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„Wasser marsch“ beim Aktionstag in Eydelstedt: Die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Eydelstedt bereicherte das Programm mit Spielaktionen mit ernstem Hintergrund.

Eydelstedt - Ihren Neubau hatte die Freiwillige Feuerwehr Eydelstedt bereits im Sommer vergangenen Jahres bezogen. Nun wurde das Domizil erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ am Pfingstsonntag hatten alle interessierten Bürger die Gelegenheit, das Gebäude samt Ausrüstung zu besichtigen und Wissenswertes über die Arbeit der Brandschützer zu erfahren.

Für Gefahrguteinsätze bedarf es einer Schützeausrüstung.

Dabei demonstrierte die Truppe um Ortsbrandmeister Frank Weber in bravouröser Manier, wie viel Man- und Woman-Power zur Organisation eines solchen Programms gehören. Natürlich war es auch ein Stück Werbung in eigener Sache, denn die Freiwilligen Feuerwehren leisten großartige Arbeit mit viel Teamgeist. Dieser zeigte sich dann auch in der Durchführung des Aktionstages. In der großen Fahrzeughalle, wo normaler Weise das Einsatzfahrzeug der heimischen Wehr steht, war Geselligkeit gefragt. Der große Mehrzweck- und Tagungsraum verwandelte sich in ein üppiges Café. Mit der Sonne wanderten Tische und Bänke nach außen auf das Gelände. Und das mit dem Informieren war leicht: Wer einen Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau ansprach, erhielt prompt Auskunft.

Im Überschlagrettungssimulator standen die Probanden plötzlich Kopf.

Wäre am Pfingstsonntag ein heißer Einsatz gewesen, hätten sicher einige Spezialfahrzeuge schlagartig das Ausstellungsgelände verlassen. Denn die Gastgeber hatten Kollegen aus Barnstorf, Diepholz, Sulingen und Heiligenloh zu Demonstrationszwecken eingeladen. Wie auf einem Zeitstrahl präsentierten die Wehren ihre Geräte entlang der Schweringhauser Straße. Beginnend mit dem neuen Tanklöschfahrzeug 3000 aus Barnstorf über die Drehleiter aus Sulingen bis zum Flugfeldlöschfahrzeug Z6 des Diepholzer Fliegerhorstes. Ein Hingucker war auch der zweirädrige Motorpumpenanhänger, der von 1935 bis 1960 in der Eydelstedter Feuerwehr eingesetzt wurde und heute seine „Rente“ im neuen Feuerwehrhaus verbringt. Die Feuerwehrleute demonstrierten gerne die Handhabung und Einsatzbereiche der einzelnen Fahrzeugtypen. Stellvertretender Gemeindebrandmeister Guido Schruth erläuterte unter anderem den Gefahrgut-Simulationstank der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Wehrbleck. Mit dem präparierten Tank, der Spalten, Löcher und Beschädigungen extra aufweist, üben die Kollegen Gefahrstoffeinsätze.

An anderer Stelle konnten die Besucher erfahren, wie die Kameraden mit Marke Eigenbau eine Ölsperre für die Hunte bauen. „Dazu benötigen wir etwa fünf Schläuche, Luft, Wasser und Kabelbinder“, erklärte Schruth und zeigte den Gästen die mitgebrachten Bilder.

Ein weiteres Thema war die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen. Hier arbeiten Feuerwehr und Polizei eng zusammen. Zu dem Zweck waren Polizeihauptkommissar Wolfgang Rehling, zugleich Geschäftsführer der Verkehrswacht Grafschaft Diepholz, und seine Frau Elke mit „Chrissy 3“, dem Überschlagrettungssimulator, nach Eydelstedt gekommen. „Wir wollen demonstrieren, wie es ist, wenn man nach einem Überschlag beim Unfall auf dem Dach liegen bleibt“, sagte Rehling.

Die Probanden absolvierten mehrere Umdrehungen, bevor sie sich aus dem Simulator befreien mussten. Dabei war ein ruhiges Vorgehen gefragt. Die Insassen mussten sich mit Bein und Arm an Dach und Boden abstützen, um den Gurt zu lösen. Anschließend mussten sie über Kopf aus dem Auto krabbeln. Wenn sich durch die Schulung ein Unfall vermeiden lasse, habe sich der Pfingsteinsatz schon gelohnt, meinte der erfahrene Polizist.

Auch die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Eydelstedt, die sich ebenfalls im neuen Feuerwehrhaus niedergelassen hat, bereicherte das Programm. Die Nachwuchskräfte um Jugendwartin Jana Günnemann boten Wasserspiele, Dosen- und Ballwerfen an. Auch „kleine Trittbrettfahrer“ von der Grundschule Eydelstedt nutzen den „Tag der offenen Tür“. Sie bauten zwei Zelte mit Spielen, Büchern, Stofftieren auf. Ihr Verkaufserlös sollte der „Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit der Kindernothilfe“ zu Gute kommen.

sbb

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