Samtgemeinde Barnstorf

Stichwahl: Bürgernähe ist beiden Bewerbern wichtig

Das Barnstorfer Rathaus.
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Zur Stichwahl um das Amt des Samtgemeindebürgermeisters im Barnstorfer Rathaus kommt es am Sonntag.

Barnstorf – Früh war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD-Kandidat Alexander Grimm und Einzelbewerberin Christina Radons, die von den Fraktionen des CDU, FDP und der Wählergemeinschaft unterstützt wird, im Kampf um die Leitung der Samtgemeinde Barnstorf. Am Sonntag, 26. September, folgt, zusammen mit der Bundestagswahl, die Stichwahl um die Nachfolge von Amtsinhaber Jürgen Lübbers.

Nachgefragt zu Investitionen, Zielen, Wirtschaftsförderung – und was sie mit zwei freien Stunden in der Samtgemeinde anstellen würden. Die Fragen stellte Edgar Haab.

Wie könnten aus ihrer Sicht Freizeitangebote für Jugendliche, junge Erwachsene, Familien und Senioren in der Samtgemeinde aussehen und gefördert werden?

Christina Radons: Es geht um Angebote für eine generationsgerechte Gestaltung (unter Berücksichtigung der Inklusion) von Sport, Bildungs- und Freizeitaktivitäten und kulturelle Angebote, aber auch um eine bedarfsgerechte Infrastruktur mit sicheren Fahrradwegen, guter Wegebeleuchtung, barrierefreien öffentlichen Wegen.

Christina Radons, Einzelkandidatin.

Die Ausstattung der Kitas und Schulen und die Freizeitangebote in Vereinen, Sport und Jugendtreffpunkten sind besonders wichtig. Die Selbstständigkeit der Senioren ist zu unterstützen. Die Angebote sollten regelmäßig in engem Austausch mit den Beteiligten, egal ob jung oder alt, weiterentwickelt werden.

Alexander Grimm: Aktives Miteinander in allen Altersgruppen sollte generationsübergreifend neu gedacht und gefördert werden. Wir sollten Ideen entwickeln, wie alle zusammen unsere Angebote in der Samtgemeinde nutzen können und was wir noch ausbauen können.

Alexander Grimm, Kandidat der SPD.

Ich möchte kulturellen Veranstaltungen (Treffpunkt Kultur, Weihnachtsmärkte etc.) eine verlässliche Förderung bieten, kleine Musikevents unterstützen und den Wochenmarkt reaktivieren. Über geführte Radtouren oder betreute Fahrten für Seniorinnen und Senioren denke ich ebenso nach, wie über eine Überarbeitung des Konzeptes der Familienmesse, finanziert über einen Bürgerhaushalt.

Worin unterscheiden Sie sich in Ihren Zielen von Ihrem Konkurrenten/Ihrer Konkurrentin? Womit konnten Sie bei den Wählern punkten?

Alexander Grimm: Ich habe mich ausschließlich mit den Einwohnern der Samtgemeinde befasst. Durch meine ehrenamtlichen Engagements kenne ich die Situation der Vereine und Institutionen, habe aber auch dazugelernt. Ich bin ein Barnstorfer Junge, hier aufgewachsen und fest verwurzelt. Mit meiner Bürgernähe und meiner kommunikativen Art sehe ich mich in der Mitte der Gesellschaft der Samtgemeinde. Ich bin jemand, mit dem man reden kann, der zuhört und anpackt. Daher habe ich konkrete Ziele benannt, die ich umsetzen möchte. Ich denke, dass die Mischung aus sozialer und beruflicher Kompetenz den Wünschen der Einwohner am nächsten kommt.

Christina Radons: Ich stehe für Aufbruch statt Weiter so! Ich wäre als erste Frau Samtgemeindebürgermeisterin. Die Bürger schätzen meine langjährigen Erfahrungen in Wirtschaft, Verwaltung und Mitarbeiterführung. Ich vertrete einen neuen Politikstil mit Ausrichtung auf Transparenz, Bürgernähe und Kommunikation. So werde ich etwa regelmäßige offene Bürgersprechstunden einführen. Den Wählern ist es wichtig, dass ich für überparteiliche Lösungen stehe und frischen Wind und neue Denkanstöße für die Weiterentwicklung der Samtgemeinde einbringe. Ich stehe für eine starke Wirtschaft im Einklang mit Nachhaltigkeit.

Wo werden Sie den Schwerpunkt bei der Haushaltsentwicklung der Samtgemeinde Barnstorf legen? Etwa bei größeren Investitionen?

Christina Radons: Im Samtgemeinde-Haushalt sind die SG-Umlage aus den Mitgliedsgemeinden und die Schlüsselzuweisung des Landes die Haupteinnahmequellen. Somit sind die Geldmittel begrenzt und lassen sich nicht einfach erhöhen. Wirtschaftsförderung ist wichtig, um dadurch höhere Einnahmen zu generieren, damit die geplanten großen Investitionen (etwa Turnhalle, Kindergärten, Grundschule, Feuerwehr) nicht die sonst noch nötigen Aufgaben der Samtgemeinde blockieren, etwa für die Einführung eines Ehrenamtsbudgets. Zusätzliche große Investitionen lassen sich nur durch Stärkung der Wirtschaft und höhere Steuereinnahmen tätigen.

Alexander Grimm: Mit der Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplanes, dem Neubau einer Turnhalle, der Umstrukturierung der Grundschule und dem Ausbau von Gemeindeverbindungsstraßen sind bereits umfangreiche Investitionen beschlossen. Die Mitgliedsgemeinden investieren in ihre Infrastrukturen. Die Entwicklung von neuen Gewerbeflächen in den Mitgliedsgemeinden stimmt mich optimistisch, auch zukünftig über eine gute Steuerkraft zu verfügen. Gemeinsam mit dem Samtgemeinderat und den Gemeinderäten strebe ich maßvolle, umsichtige Investitionen und einen ausgeglichenen Haushalt an. Ich bin mir meiner Verantwortung für Mensch, Wirtschaft und Natur bewusst

Sie haben zwei Stunden Zeit in der Samtgemeinde Barnstorf: Wie würden Sie diese füllen?

Alexander Grimm: Eine Stunde möchte ich dazu nutzen, um mich mit Jugendlichen aus der Samtgemeinde über ihr Leben unterhalten zu können. Ich würde gerne erfahren, wie sie aufgewachsen sind, was ihnen besonders in der Samtgemeinde gefällt, was verbessert werden könnte und wie sie ihre Ideen einbringen und umsetzen möchten. Die zweite Stunde möchte ich für einen Austausch mit den Senioren nutzen. Die Antworten darauf, wie sie die Samtgemeinde rückblickend sehen, welche Erwartungen sie haben und wo sie uns zukünftig sehen, interessieren mich sehr. Auf diese Erfahrungen möchte ich nicht verzichten.

Christina Radons: Wenn ich als Samtgemeindebürgermeisterin ungeplant zwei Stunden frei hätte, würde ich die Gelegenheit nutzen, um mich im Rathaus und im Bauhof mit den Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Ungeplante Gesprächszeiten sind hier gut investiert, um sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten und ad hoc aktuelle Themen zu besprechen. Anschließend würde ich mich im Jugendzentrum bei den dortigen Mitarbeitern über die Situation der Jugendlichen informieren, etwa Ideen für öffentliche Treffpunkte mit Sportmöglichkeiten, die Erneuerung der Skateranlage oder neue Projekte besprechen.

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