189 Bürger geben Stimme für Seniorenbeirat ab / Erste Sitzung am 16. Juli

Zahl der Wähler verdreifacht

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Über ihre Wahl in den Seniorenbeirat der Samtgemeinde Barnstorf freuten sich (v.l.) Rolf Kammann, Alfred Vehlber, Gisela Schimmel, Friedhelm Behrens, Gunda Holst und Heidemarie Albers. Am Donnerstag fehlten Helmut Deike, Wilfried Martin und Carola Lorenz. Den Wahlausschuss bildeten (v.r.) Peter Luther, Frauke Brüning, Dieter Lindenberg und Wilhelm Rodenbeck.

Barnstorf - Das Wahlergebnis war keine Überraschung: Bei neun Kandidaten und ebenso vielen Plätzen hatte der Einzug in den Seniorenbeirat der Samtgemeinde Barnstorf schon vor dem Urnengang festgestanden. Was hingegen am Donnerstagnachmittag im Rathaus mit Interesse verfolgt wurde, war die Wahlbeteiligung. Und hier gab es erfreulicherweise eine deutliche Steigerung gegenüber der Wahl im Jahr 2011.

„Insgesamt 189 Bürger haben sich an der Wahl beteiligt“, bilanzierte Wahlleiterin Frauke Brüning. Bei 3354 Wahlberechtigten lag die Quote bei 5,64 Prozent. Das ist im Vergleich zu Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahlen zwar immer noch recht wenig, aber deutlich bei als bei Wahl des Seniorenbeirates vor vier Jahren. Damals waren nur 60 Bürger an die Urne gegangen, also noch nicht einmal zwei Prozent der Einwohner ab 60 Jahren.

Es habe sich als sinnvoll erwiesen, den Wahltermin auf einen längeren Zeitraum zu erweitern, stellte Brüning fest. Das Ergebnis zeige, dass die Möglichkeit der Stimmabgabe per Briefwahl oder bei den jüngsten Seniorenfahrten eine höhere Resonanz gebracht habe. 94 Bürger hätten ihre Stimme in den vergangenen Wochen im Rathaus oder bei den Fahrten abgegeben, 73 Bürger die Briefwahl genutzt. Zum Urnengang im Rathaus erschienen am Donnerstag 22 Einwohner.

Jeder Wähler hatte die Möglichkeit, maximal zwei Kandidaten zu benennen. Es gab insgesamt 329 gültige Stimmen. Hoch in der Gunst der Wähler lag Rolf Kammann aus Drentwede. Er verbuchte 71 Stimmen. Es folgten Helmut Deike (Eydelstedt, 46), Heidemarie Albers (Barnstorf, 44), Gunda Holst (Drebber, 41), Gisela Schimmel (Barnstorf, 35), Alfred Vehlber (Drentwede, 34), Wilfried Martin (Drebber, 28), Friedhelm Behrens (Rödenbeck, 26) und Carola Lorenz (Barnstorf, 4).

Die konstituierende Sitzung des Seniorenbeirates findet am 16. Juli im Rathaus statt. Dann wird über die Besetzung mehrerer Posten entschieden. Neben dem Vorsitzenden und zwei Stellvertretern geht es um die Mitgliedschaft in zwei Gremien der Samtgemeinde Barnstorf: Im Kinder,- Jugend-, Sozial- und Schulausschuss sowie im Ausschuss für Planung, Bauwesen und Umweltschutz hat der Seniorenbeirat eine beratende Funktion.

Für die bisherige Vorsitzende Heidemarie Albers geht es darum, die Ziele für die kommenden Jahre abzustecken. Dabei geht es um die grundsätzliche Ausrichtung des Seniorenbeirates, der die Interessen der älteren Menschen vertritt und an die politischen Gremien heranträgt. Die Vortragsveranstaltungen über Prävention und andere Themen seien in der Vergangenheit auf wenig Resonanz gestoßen, sagt Albers. Was hingegen gut ankomme, seien die Rundfahrten durch die Samtgemeinde, die auch in Zukunft fortgesetzt werden sollten.

Allerdings sei der Seniorenbeirat keine „Belustigungsgesellschaft“. Der eigentliche Sinn liege in der beratenden Funktion. Gemeinsam mit den neuen Mitgliedern müsse nun diskutiert werden, wohin der Weg führen soll. In diesem Zusammenhang ist Albers froh, dass jetzt Vertreter aus allen Mitgliedsgemeinden dabei sind. Für die bisherige Vorsitzende steht fest: „Wir müssen etwas tun, sonst dümpeln wir so dahin.“

sp

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