35 BMW-Coupés

Boxenstopp in alter Heimat

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Imposantes Bild auf dem Parkplatz des Hotel Roshop: Etwa 35 BMW-Coupés machten am Wochenende Station in Barnstorf.

Barnstorf - Von Simone Brauns-Bömermann. Ein Blickfang waren die etwa 35 BMW-Coupés, die am Wochenende auf dem Parkplatz des Hotel Roshop in Barnstorf standen. In den schillerndsten Farben der jeweiligen Baujahre reihten sich die sehenswerten Modelle der Automobilmarke aus Bayern aneinander.

Mittendrin der Wagen von Oscar Appelhans aus Gevelsberg, der einen besonderen Bezug zum Hunte-Flecken hat. Anlass war das 34. Jahrestreffen des BMW-Coupé-Clubs. Mitglieder aus ganz Deutschland reisten in Barnstorf an und bezogen Quartier in dem Vier-Sterne-Hotel. Es sollte als Ausgangspunkt für mehrere Ausflüge dienen zwischen Moor und Schlachte, Dümmer See und Kirchdorfer Heide dienen. Für dieses Programm zeichnete Sportwart Oscar Appelhans verantwortlich.

„Mich verbindet eine lange Freundschaft mit der Familie Roshop, denn ich habe als Kind in Barnstorf von 1961 bis 1966 gewohnt“, verriet der gebürtige Münsteraner bei seinem Boxenstopp. Sein Vater habe eine Schwerweberei auf dem Gelände der heutigen Westfalen-Tankstelle und des Mehrgenerationenhauses betrieben.

Angereist aus dem Ruhrgebiet

Dort seien Viehdecken aus schwerem Segeltuch produziert worden. Heute wohnt der passionierte BMW-Fahrer im südlichen Ruhrgebiet und ist wie seine Clubmitglieder der Faszination Coupé verfallen. Ihre Freude am Fahren dürfte am vergangenen Wochenende nicht zu kurz gekommen sein. Die Teilnehmer waren aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, um in den Genuss des Programms zu kommen, dass ihnen der Sportwart zuvor schmackhaft gemacht hatte.

Wer schon an Himmelfahrt angereist war, konnte bei einer Moorbahnfahrt die idyllische Landschaft zwischen Barnstorf und Goldenstedt kennen lernen. Am Freitag ging es nach Bremen. Dort wurde der Drei-Mast-Bark „Alexander von Humboldt“ besucht. Am Sonnabend wartete eine große Rundfahrt um den Dümmer. Bei einer Rast in Dümmerlohausen ließen sich die Teilnehmer die Aale schmecken.

In den Abendstunden ließen sich die Gäste im Hotel nieder. Dort fanden auch einige BMWs Platz in einer Garage, während sich die restlichen Autos auf dem Parkplatz eng aneinander schmiegten, als ständen sie vor knapp 50 Jahren auf Halde zum Verkauf. Die Fahrzeuge unterschieden sich auf den ersten Blick nur durch Farbe und kleine Details, der Unterschied lag mit der differenzierten Motorisierung unter der Haube.

Ein Coupé der Ölkrise geschuldet

„Dieser 2,5 CS ist der Ölkrise von 1974 geschuldet“, erklärte Appelhans bei der Vorstellung eines Modells. Der Hersteller hatte damals einen 2,5-Liter-Motor mit 150 PS eingebaut und die Alufelgen gegen Stahlfelgen getauscht. Die Rennsportversion des 3,0 CSL wurde berühmt durch Rennfahrer Hans-Joachim Stuck Junior. Markant ist das Profil der BMW-Coupés: Es ähnelt sehr der Form eines Haifisch-Maules.

Über solche Dinge können die Besitzer wohl stundenlang fachsimpeln. Da bieten die Jahrestreffen eine willkommene Gelegenheit. Im Jahr 1986 in Eltville am Rhein gegründet, ist der Coupé-Club eine der beim deutschen Automobilhersteller üblichen Gemeinschaften. „Bei BMW gibt es die sogenannten Typenclubs“ erklärte der Sportwart. 

Mitglied könnten nur diejenigen werden, die einen Typ der Modellreihe besitzen würden. Dazu gehört natürlich auch ein historisches Kennzeichen. Schließlich sind die ersten Coupés bereits Ende 1968 als Nachfolger der 4-Zylinder-Coupés 2000 C und CS auf den Markt gekommen.

Karosserie bei Karmann gebaut

Neu seien damals der verlängerte Bug und die Frontpartie gewesen, berichtete Appelhans. Die Karosserie sei bis 1982 bei der Firma Karmann in Rheine produziert worden. In den 1970er Jahren seien die Autos dann bunt daher gekommen: Orange, Hellgrün und Gold. Doch die Farbe spielt im Club keine Rolle: „Wir verstehen uns als BMW-Coupé-Fahrer-Familie, das ist unser Familientreffen“, erklärte der Organisator.

Mit dem Verlauf des 34. Jahrestreffens zeigte sich der Barnstorfer zufrieden. Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag hieß es Abschied nehmen von der alten Heimat an der Hunte. Nächstes Jahr wollen die Clubmitglieder ihren Boxenstopp in Potsdam einlegen. „Dort sind dann auch wieder Fahrten zu Land und zu Wasser geplant“, verriet Appelhans.

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