Erster Kontakt zu Firmen

Unternehmen stellen sich Fragen der Achtklässler

Lukas Barg (stehend) und Jannik Wiegmann sind Auszubildende im dritten Lehrjahr bei der Firma Kolbus in Rahden. Sie erklärten Schülern der achten Klassen Werkstücke anhand eines Modells und der passenden technischen Zeichnung und beantworteten Fragen zu den Berufsfeldern Industrie- und Zerspanungsmechaniker.  - Foto: Brauns-Bömermann
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Lukas Barg (stehend) und Jannik Wiegmann sind Auszubildende im dritten Lehrjahr bei der Firma Kolbus in Rahden. Sie erklärten Schülern der achten Klassen Werkstücke anhand eines Modells und der passenden technischen Zeichnung und beantworteten Fragen zu den Berufsfeldern Industrie- und Zerspanungsmechaniker.

Wagenfeld - Den richtigen Beruf zu finden, ist schwer. Noch schwerer ist es, wenn man gerade einmal 13 Jahre alt ist, zur Schule geht, in der Pubertät ist und dann gefragt wird: „Na, was willst Du denn werden?“ Ein gutes Beispiel, wie man sich dem Thema nähern und den ersten Kontakt zu Unternehmen und Institutionen der Region aufnehmen kann, ist die Berufsweltorientierung für die achten Klassen der Oberschule Wagenfeld. 33 Schüler der Haupt- und Realschulstufe nahmen am Mittwoch daran teil.

„Die Schüler machen in den Klassen acht, neun und zehn jeweils Praktika. Hier ist die beste Chance, seine Stärken zu finden und eventuell auch Praktikumsplätze festzumachen“, erklärt Lehrer Peter Schneekönig, verantwortlich für die Organisation der Berufsweltorientierung.

Acht Unternehmen mit bis zu drei Mitarbeitern oder Auszubildenden stellten sich am Vormittag den Schülern vor, fragten nach deren Berufsvorstellungen und boten Planspiele oder praktische Übungen an. Mit dabei waren die Polizei Wagenfeld, die Gemeindeverwaltung, die Hauskrankenpflege Petra Immoor aus Wagenfeld, Lebensbaum aus Diepholz, Hennig und Obenhaus aus Wagenfeld, Kolbus aus Rahden, PTW Polyurethan-Technik aus Wagenfeld und die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz.

„Es geht uns nicht darum, dass die Schüler möglichst von Stand zu Stand hüpfen. Es ging in der Planung eher darum, den Schülern ein breit gefächertes Angebot von der Krankenpflege über Dienstleistung, technische Berufe und Vertrieb bis zu Polizei und Verwaltung aufzuzeigen“, so Schneekönig.

„Ich spare für den Führerschein“

Hatten die Unternehmensvertreter in den Gesprächen mit den Schülern genügend Geduld und erläuterten ihre Arbeit in einer für die Altersstufe leicht verständlichen Sprache, hoben sich die Mundwinkel und die Scheu schwand. „Ich weiß, was sparen heißt. Ich spare für den Führerschein“, sagte die 13-jährige Jaqueline in der Runde der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz. Und auch die Planspiele am Schalter mit Kundenkontakt meisterten die drei Schülerinnen Jaqueline, Michelle und Jaqueline sehr gut.

Andreas Siebrecht ist heute Polizist in Wagenfeld, wollte aber eigentlich Koch werden. Er berichtete über sich selbst, lockte damit die fünf Jungen, die an seinem Point saßen und sich über die Arbeit der Polizei informierten. „Unser Arbeitsfeld ist weit. Vom Hundeführer bis zum Cybercrime-Detektiv reicht es.“ Oliver sieht für sich eher eine handwerkliche Ausbildung. „Ich könnte mir etwas mit Computern bei der Polizei vorstellen“, sagte dagegen Maurice. Hans-Jürgen Hennig hatte es bei einer Gruppe von vier Mädchen eher schwer, sie für den Beruf des Anlagenmechanikers im Sanitär-, Heizungs- und Klimabau zu erwärmen. Sie schaue ihrem technikaffinen Vater zu Hause gern über die Schulter, berichtete Angelina. Sie wusste darum ungefähr, wie der Pool draußen geheizt wird.

Bei Kolbus in Rahden könne man zwischen neun Ausbildungsberufen und zwei dualen Studiengängen wählen, berichtete Ausbildungsleiter Jens Hasenkamp. „Bei uns sind 150 Auszubildende in den angebotenen Berufen und in allen Lehrjahren beschäftigt.“ Die weiteren Firmen nahmen sich ebenfalls viel Zeit für die Schüler.

Schneekönig ist eins wichtig: „Wir setzen auf eine gute Nachbereitung im Unterricht, der Komplettierung des Bewerbungsordners der Schüler, und nehmen Feedback unserer Schüler und Unternehmen sehr ernst.“

sbb

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