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Bekannter Barnstorfer an der Spitze des Kreisheimatbundes

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Von: Wilfried Meyer

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Der neue Vorstand des Kreisheimatbundes Diepholz: (von links) Vorsitzender Jürgen Lübbers, stellvertretende Vorsitzende Anke Buller, Kassenwart Hubert Fronzek und Schriftführer Herbert Gießel.
Der neue Vorstand des Kreisheimatbundes Diepholz: (von links) Vorsitzender Jürgen Lübbers, stellvertretende Vorsitzende Anke Buller, Kassenwart Hubert Fronzek und Schriftführer Herbert Gießel. © Wilfried Meyer

Jürgen Lübbers ist der neue Vorsitzende des Kreisheimatbundes. Der ehemalige Bürgermeister der Samtgemeinde Barnstorf übernimmt den seit Januar vakanten Posten.

Barnstorf – Der Kreisheimatbund (KHB) Diepholz vertritt 60 Vereine im Landkreis Diepholz. An seiner Spitze steht mit Jürgen Lübbers nun der ehemalige Bürgermeister der Samtgemeinde Barnstorf. Dazu passend trafen sich die Mitglieder jetzt im Flecken beim Hotel Roshop zur Jahreshauptversammlung.

Die Versammlung leitete Anke Buller, die stellvertretende Vorsitzende. Sie blickte auf eine ereignisreiche Zeit seit Beginn der Pandemie zurück: 2019 hatte sie die Leitung der Geschäftsstelle übernommen und war bei der jüngsten KHB-Versammlung im März 2020 auch zur zweiten Vorsitzenden gewählt worden.

Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass der amtierende Vorsitzende Claus-Dieter Lösche im Januar 2021 sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegen würde – der Posten war auf einmal vakant. „Da hatte ich plötzlich den Hut auf“, sagte Buller. Sie nahm die Herausforderung an und führte zusammen mit den beiden Vorstandskollegen Hubert Fronzek und Herbert Gießel die Verbandsgeschäfte weiter. Für sie ging es vorrangig darum, einen neuen Vorsitzenden zu finden.

Aktuelle Projekte

Ralf Weber, der bereits einige Aktionen des Kreisheimatbundes wissenschaftlich leitete, berichtete über das aktuelle Projekt „Landwirtschaft im Landkreis Diepholz“. Es seien bereits mehr als 1 000 Datensätze erfasst worden. Das Buch dazu und eine Ausstellung werden im Herbst dieses Jahres fertig sein. Außerdem sei schon das nächste Thema in Planung: „Das Siedlungswesen im Landkreis“ soll in den drei folgenden Jahren erarbeitet und danach veröffentlicht werden. Der Kreisheimatbund, das Kreismuseum und der Landschaftsverband Weser-Hunte tragen alle Projekte finanziell.

Mit der Hilfe des Landrates Cord Bockhop und der Bürgermeisterrunde sprachen sie den gerade als Samtgemeindebürgermeister von Barnstorf in den Ruhestand getretenen Jürgen Lübbers an. Der wiederum erklärte sich nach einigen Gesprächen mit dem Vorstand bereit, zu kandidieren. Um es vorweg zu nehmen: Er nahm die Wahl der Mitglieder an und machte in seiner kurzen Vorstellung deutlich, dass er schon immer die Arbeit des KHB mit Interesse verfolge und als langjähriges Mitglied im Heimatverein Drebber auch einen „gewissen Stallgeruch“ habe. Der 62-Jährige ist in Drebber aufgewachsen, wohnt immer noch dort und war von 1998 bis 2021 hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister von Barnstorf.

Dörte Meyer, stellvertretende Landrätin, und Alexander Grimm, amtierender Bürgermeister der Samtgemeinde Barnstorf würdigten die Arbeit des KHB. Vor allem die jüngsten Landkreis-Projekte (Flurnamenforschung, Spurensuche, das Häuslings- und Gaststättenwesen) dokumentieren das ehrenamtliche Engagement.

Landkreis-Fachdienstleiter Detlef Tänzer war auch zur Versammlung des Kreisheimatbundes gekommen, um zwei aktuelle Projekte des sogenannten Canape-Programms vorzustellen: Die Sanierung des Großen Meeres oder Holter Meeres in Eydelstedt soll durch die Anlage einer Pufferzone in Form eines Schilfgürtels vom Nährstoffeintrag der landwirtschaftlichen Flächen geschützt werden. Ein weiteres Moorgebiet, das südlich von Jacobidrebber gelegene Ostermoor, gehört ebenfalls zum geförderten Canape-Programm. Dort habe sich der inzwischen immer wieder trockenfallende Oehlener See zu einem schützenswerten Moorgebiet verändert, so Tänzer. 1980 sei dort eine flache Entsandung der Fläche vorgenommen worden, das Austrocknen des Sees konnte dadurch allerdings nicht verhindert werden.

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