FDP begrüßt „königlichen“ Ehrengast

„Wir müssen Mittelständler ganz besonders fördern“

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Vorsitzender Reinhard Börger würdigte die langjährige Parteizugehörigkeit von Barbara Middendorf. Bei der Übergabe der Ehrennadel leistete Gabriela König (links) gerne Unterstützung.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Ob Landwirtschaft, Handwerk oder andere Gewerbe: Der FDP-Ortsverband Samtgemeinde Barnstorf absolvierte in jüngster Zeit mehrere Betriebsbesuche.

Am Montag, im Vorfeld der Jahreshauptversammlung, folgte ein weiterer Ausflug in die heimische Wirtschaft. Die Liberalen waren zu Gast bei der Firma Koop-Brinkmann in Drebber. Im Schlepptau: Gabriela König, Landtagsabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. Die Landtagsabgeordnete aus Osnabrück, zugleich Landesvorsitzende des Liberalen Mittelstands Niedersachsen, nahm sich viel Zeit für ihre Parteifreunde in Barnstorf. Nach der Betriebsbesichtigung folgte sie der Einladung zur Jahreshauptversammlung, die traditionell mit einem deftigen Grünkohlessen im „Schröders“ verbunden war.

Vor etwa 30 Gäste berichtete König über die Bemühungen ihrer Partei, sich auf Landesebene für die Wirtschaft stark zu machen. Dabei machte sie keinen Hehl daraus, dass die Opposition gegenüber der rot-grünen Landesregierung keinen leichten Stand hat. Viele Anträge ihrer Partei würden auf den Weg gebracht, dann aber geändert oder abgelehnt. Ganz zu schweigen von den Einflussmöglichkeiten auf Bundesebene, wo die FDP nicht mehr im Parlament vertreten ist.

„Wir müssen mittelständische Unternehmen ganz besonders fördern“, unterstrich König. Es gebe viele Unternehmen im Land, die das Rückgrat hätten und Arbeitsplätze stellen würden. Eine Bedrohung für die Wirtschaft sieht die Abgeordnete unter anderem im geplanten Erbschaftsteuergesetz, das insbesondere kleine und mittlere Betriebe schwäche. Außerdem befürchtet König negative Auswirkungen der VW-Krise auf die Automobilzulieferer: „Jeder Mittelständler, der ins Wanken gerät, ist ein Trauerspiel.“

Eine Chance, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, sieht König in dem Zustrom der Flüchtlinge. Auch Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers hob in seinem Grußwort die Vorteile der Zuwanderung hervor. Gleichwohl machte er deutlich, dass die Unterbringung von Flüchtlingen die Kommunen finanziell belastet. Trotz steigender Steuereinnahmen sei es schwierig, den Haushalt auszugleichen.

Lübbers ermutigte die Liberalen dazu, Kandidaten zu finden, die sich für das Gemeinwohl engagieren. Auch Heike Hannker, stellvertretende Vorsitzende des FDP-Ortsverbands „Altes Amt Lemförde“ und Teilnehmerin eines Mentoring-Programms unter Gabriela König, lenkte den Blick auf die Kommunalwahl am 11. September 2016. Sie rief den Ortsverband dazu auf, sich mit lokalen Themen zu positionieren.

Für den Wahlkampf hätte sich Schatzmeister Dierk Middendorf zusätzliche Rücklagen gewünscht. Er musste jedoch ein kleines Minus für das Jahr 2015 ausweisen. Die Kassenprüfer attestierten eine ordentliche Buchführung. Die Entlastung des Vorstands war reine Formsache. Ebenso wie die abschließenden Wahlen. Stellvertretender Vorsitzender Wilhelm Dieke sowie die Beisitzer Erwin Hoge und Karin Heidenreich wurden im Amt bestätigt.

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