Konzept für neues Baugebiet an Walsener Straße / Planung kurz vor Abschluss

Beete und Parkplätze sorgen für Verkehrsberuhigung

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Insgesamt 45 Bauplätze sollen im Baugebiet an der Walsener Straße entstehen. Die Erschließung des rund viereinhalb Hektar großen Bereiches soll durch eine ringförmige Straße, abzweigend vom Vogelsanger Kirchweg, erfolgen.

Barnstorf - Die Bauleitplanung für das neue Baugebiet an der Walsener Straße steht kurz vor dem Abschluss. In der nächsten Ratssitzung des Fleckens Barnstorf am 28. April soll der Satzungsbeschluss gefasst werden. Damit kommt das Verfahren nach rund neun Monaten zu einem erfolgreichen Abschluss. Bis die ersten Wohnhäuser errichtet werden können, muss das rund viereinhalb Hektar große Gebiet allerdings noch komplett erschlossen werden. Frühestens im Herbst, so rechnet die Verwaltung, könnten die Häuslebauer loslegen.

Auf dem Papier nimmt das Baugebiet „Vor dem Walsen“ schon jetzt Form an, wie in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr und Umweltschutz deutlich wurde. Ursula Bohne, Mitarbeiterin des Wegezweckverbands Syke, stellte das Konzept für den Straßenbau vor. Ihre Zielsetzung: Attraktive Wohnqualität und ein hohes Maß an Verkehrssicherheit, das durch verschiedene Gestaltungsmaßnahmen erreicht werden soll.

Nach den Darstellungen der Ingenieurin entsteht ein verkehrsberuhigter Bereich, geprägt durch zahlreiche Fahrbahneinengungen und Materialwechsel, die die motorisierten Verkehrsteilnehmer zu einer defensiven Fahrweise bewegen sollen. Auch zahlreiche Beete und Stellplätze dienen der Verkehrsberuhigung. In optischer Hinsicht setzen die Planer auf Betongroßpflastersteine, Farbton Flamenco, also wie im Baugebiet Kienmoor.

Die Erschließung der rund 45 Bauplätze erfolgt durch eine Ringstraße, die vom Vogelsanger Kirchweg abzweigt. Im vorderen Bereich, also in Friedhofsnähe, sollen neun Parkplätze entstehen. Im Baugebiet selbst sind Fußwege zum zentral gelegenen Spielplatz und als Anbindung zur Walsener Straße vorgesehen. Das bereits vorhandene Regenrückhaltebecken wird vergrößert, damit das Oberflächenwasser aufgenommen werden kann.

Dass Beete eine optische und verkehrsberuhigende Wirkung haben, liegt auf der Hand. Aber sie bringen auch einen erheblichen Pflegeaufwand mit sich. Ratsherr Helmut Klug (BiF) warnte vor den entstehenden Kosten. Laut Fachbereichsleiterin Ingrid Voß soll mit Grundstückseigentümern gesprochen werden, ob sie begrünte Straßenbereiche in ihren Garten integrieren. Darüber hinaus werde eine Anpassung der Straßenreinigungssatzung ins Auge gefasst.

Der Fachausschuss begrüßte den vorliegenden Entwurf und hatte auch keine Einwände gegen die Abwägung der Stellungnahmen, die während der Behördenbeteiligung und der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans eingegangen waren. In diesem Zusammenhang hatte das Landesamt für Denkmalpflege noch einmal darauf hingewiesen, dass ur- oder frühgeschichtliche Bodenfunde auch bei künftigen Bauarbeiten zu melden sind.

Die archäologischen Untersuchungen seien abgeschlossen, teilte Sachbearbeiterin Claudia Emker in der Ausschusssitzung mit. Wie mehrfach berichtet, waren ein Gräberfeld mit mehreren Urnenbestattungen sowie Gruben und Pfostenspuren einer Siedlung, welche auf die vorchristliche Eisenzeit datiert wird, entdeckt worden. Eine wissenschaftliche Auswertung des geborgenen Materials steht noch aus.

Nach Angaben der Verwaltung wird die Herstellung von Baustraße und Versorgungsleitungen einige Monate in Anspruch nehmen. Bevor der Bebauungsplan rechtskräftig werde, müsse die Änderung des Flächennutzungsplans genehmigt werden. Dieses Verfahren ist in den vergangenen Monaten parallel gelaufen und soll – mit einem Feststellungsbeschluss auf Samtgemeindeebene – ebenfalls zeitnah zum Abschluss gebracht werden. Die Sitzung des Samtgemeinderates ist für den 26. April anberaumt.

sp

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