Gemeinde Drebber will weitere mögliche Investitionen rechtlich absichern

Bebauungsplan für Allos

Der Sitz der Bio-Firma Allos in Drebber. Die Gemeinde will weitere mögliche Investitionen des Unternehmens an diesem Standort planungsrechtlich absichern und einen Bebauungsplan aufstellen.
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Der Sitz der Bio-Firma Allos in Drebber. Die Gemeinde will weitere mögliche Investitionen des Unternehmens an diesem Standort planungsrechtlich absichern und einen Bebauungsplan aufstellen.

Drebber – Die Gemeinde Drebber will die traditionsreiche Bio-Firma Allos unterstützen und weitere mögliche Investitionen des Unternehmens, das in Drebber auf seiner Hof-Manufaktur Cerealien und Riegel herstellt, planungsrechtlich absichern. Das Betriebsgelände „Zum Streek 5“ soll als Gewerbegebiet ausgewiesen werden, um zukünftige Entwicklungen am bestehenden Standort zu ermöglichen.

Damit beschäftigt sich der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Drebber am kommenden Dienstag, 20. Oktober, in seiner öffentlichen Sitzung, die um 17 Uhr in der Schule in Drebber beginnt.

Die Allos Hof-Manufaktur hatte vor einigen Wochen angekündigt, weitere dreieinhalb Millionen Euro in das Werk in Drebber investieren zu wollen. Das Geld soll unter anderem für modernere Maschinen aufgewendet werden (wir berichteten). Dazu ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes nicht notwendig, doch das Unternehmen freut sich über die zukünftige Planungssicherheit.

Aktuell werden laut Mitteilung von Allos auf Anfrage unserer Zeitung keine zusätzlichen Gebäude erstellt. Die Investitionen erfolgen in den bestehenden Gebäuden. „Dennoch ist genug Platz auf dem Werksgelände, falls es in der Zukunft dazu kommen sollte, den Standort auch durch zusätzliche Gebäude zu erweitern.“ Aktuell sind 60 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit am Allos-Standort Drebber beschäftigt. Es seien weitere fünf Stellen für die Produktion ausgeschrieben, teilte das Unternehmen mit, dessen Anfänge bis ins Jahr 1974 zurückreichen. Ein zweiter Standort ist in Freiburg.

Die Investition sowie die Vorbereitungen und Umbauarbeiten laufen seit März. Die gesamten Umbauarbeiten werden voraussichtlich Mitte 2021 beendet sein, so eine Allos-Sprecherin.

Das Gebiet des Bebaungsplanes Bebauungsplan Nr. 8 „Zum Streek“, dessen Entwurf im Ausschuss am Dienstag behandelt wird, ist etwa 900 Meter nördlich der Ortslage Mariendrebber. Nach Nordosten wird es von der Straße „Zum Streek“ und nach Süden von der Straße „Neuer Kamp“ begrenzt und umfasst eine Größe von etwa 2,40 Hektar, geht aus den öffentlichen Sitzungsunterlagen hervor.

Die Sicherung von Standorten ansässiger Firmen im Gemeindegebiet ist laut der „Vorentwurfsbegründung“ des Bebauungsplanes „Zum Streek“ für die Eigenentwicklung der Gemeinde Drebber von großer Bedeutung. Mit der Realisierung der Planung sichere die Gemeinde vorhandene Arbeitsplätze. Über die geplanten Erweiterungsflächen schaffe sie zudem Potenzial für neue Arbeitsplätze.

Im Vorfeld des Bebauungsplanverfahrens hat die Samtgemeinde Barnstorf für einen Bereich, der dem Geltungsbereich dieses B-Planes entspricht, die 62. Änderung des Flächennutzungsplanes durchgeführt und die Darstellung von Fläche für die Landwirtschaft in gewerbliche Baufläche gemäß geändert.

Zudem beschäftigt sich der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Drebber in der Sitzung am Dienstag mit dem Bebauungsplan „Flessenmoor“.

Dieser soll aufgestellt werden, um die Betriebsfläche des Busunternehmens Rittmeyer vergrößern zu können.

Ein deutlich gestiegener Auftragsumfang erfordere eine zusätzliche Unterbringung von Kraftfahrzeugen, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Die Kosten des Verfahrens werden demnach von der Firma Rittmeyer übernommen. In der Sitzung wird ein Vorentwurf des Bebaungsplanes „Flessenmoor“ vorgestellt.

Auf der Tagesordnung des öffentlich tagenden Ausschusses steht auch eine Einwohnerfragestunde.

Von Eberhard Jansen

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