Erneut Geld für Hilfe

Krebs und Sucht - Landkreis fördert Beratungsstellen

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Ist das Kind internetsüchtig? Bei den Suchtberatungsstellen gibt es Hilfe.

Menschen in Ausnahmesituationen ist sie eine wichtige Hilfe: Die Krebsberatungsstelle in Barnstorf. Der Landkreis Diepholz fördert sie weiterhin – freiwillig.

Barnstorf/Syke – Denn eigentlich wäre das die Aufgabe des Bundes und nicht des Landkreises Diepholz. Doch noch fehlt die Gesetzesgrundlage dafür. „Wir gehen davon aus, dass der Bund die Förderung 2021 übernimmt“, so Ortwin Stieglitz (SPD) als Vorsitzender des Landkreis-Fachausschusses für Jugend, Gesundheit und Soziales.

Einstimmig votierten dessen Mitglieder im Kreishaus Syke dafür, der Krebsberatungsstelle im kommenden Jahr bis zu 17 300 Euro der nachgewiesenen ungedeckten Kosten zur Verfügung zu stellen. „Voraussetzung hierfür ist, dass die Deutsche Krebshilfe ihre Überbrückungsfinanzierung für das Jahr 2020 fortsetzt und die übrigen Kosten der Krebsberatungsstelle übernimmt beziehungsweise deren Finanzierung anderweitig sichergestellt ist“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage.

Krebsberatungsstelle unterstützt seit 15 Jahren Menschen im Landkreis Diepholz

Der Landkreis fördert die Einrichtung bereits seit 2015. Sie ist der Interessengemeinschaft gesundes Leben, kurz Igel, in Barnstorf angegliedert. Seit mehr als 15 Jahren unterstützt und berät sie Menschen, die mit der Schicksalsdiagnose Krebs leben müssen.

Auf Hilfe der ganz anderen Art sind Eltern und Kinder angewiesen, die im medialen Zeitalter vor enormen Herausforderungen stehen – dann, wenn Internetspiele oder andere Medienangebote süchtig machen. Bei den Suchtberatungsstellen im Landkreis finden Betroffene Hilfe. Aber genauso erläutern deren Mitarbeiter sowohl Eltern als auch Pädagogen in Schule und Kindergarten, wie sie Kinder schützen können.

Landkreis Diepholz will Zuschuss für Suchtberatung erhöhen

Seit sechs Jahren begleitet der Landkreis Diepholz diese Arbeit mit einer Schwerpunkt-Finanzierung. 200 000 Euro sind bisher dafür bereitgestellt worden. Bei einer Enthaltung brachten die Ausschussmitglieder die Fortsetzung des Projekts „Medienabhängigkeit“ auf den Weg – sprich die Dauerfinanzierung dieses Beratungsbereichs der professionellen Suchtberatungsstellen. Will heißen: Um 30  000 Euro will der Landkreis Diepholz die jährliche Zuwendung aufstocken. Diakonie, Release und Caritas werden nach einem bereits bestehenden Schlüssel bedacht.

Sowohl für den Zuschuss an die Krebsberatungsstelle als auch für die Aufstockung der Zuwendungen an die Suchtberatungsstellen gilt: Formal obliegt dem Kreistag die abschließende Entscheidung. Aber die einmütigen Beschlussempfehlungen des Fachausschusses sind ein eindeutiges Signal.

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