Neue Sporthalle für mehr als zwei Millionen

Mitglieder des Barnstorfer Samtgemeinderates entscheiden sich für Bundesförderung

Für die Sporthalle Sundering in Barnstorf wird ein Ersatzneubau geplant. Archivfoto: Reckmann
+
Für die Sporthalle Sundering in Barnstorf wird ein Ersatzneubau geplant.

Barnstorf – Der Zustand der Sundering Sporthalle in Barnstorf ist alles andere als gut. Aus diesem Grund strebt die Samtgemeindeverwaltung bereits seit einigen Jahren einen Ersatzneubau an. Über die Baumaßnahme für über zwei Millionen Euro stimmte jetzt der Rat der Samtgemeinde Barnstorf bei seiner jüngsten Sitzung ab.

„Ich bin optimistisch, dass wir mit dem Zeitplan hinkommen werden“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers.

Der Bau der neuen Halle ist geplant von März 2023 bis September 2024. Die alte Sundering-Sporthalle soll 2025 abgerissen werden.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in seiner Sitzung am 5. Mai beschlossen, die Samtgemeinde Barnstorf mit dem Projekt „Ersatzneubau für die Sporthalle Sundering“ für eine Antragstellung im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“ aufzunehmen. Vorgesehen ist eine Förderung in Höhe von 1 056 000 Euro (wir berichteten).

Koordinierungsgespräch in digitaler Form

Ein Koordinierungsgespräch dazu hat in digitaler Form stattgefunden. Dort erörterten Barnstorfer Verwaltungsmitarbeiter den weiteren Verfahrensablauf. Insbesondere wies Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers auf den engen Zeitrahmen hin.

Bei der Antragstellung ergaben sich Gesamtkosten – einschließlich Abriss der alten Halle – in Höhe von 2 348 000 Euro. Nach diesem Betrag wurde die Bundesförderung in Höhe von 45 Prozent errechnet. Durch die aktuelle Situation im Baugewerbe sind die Baukosten einiger Bauten erheblich angestiegen. Daher sei die Kostenschätzung angepasst worden. Die grob geschätzten Gesamtkosten erhöhen sich auf 2 586 000 Euro.

„Wenn wir jetzt gegen den Bau stimmen, verschießen wir uns das Geld durch die Förderung“, kommentierte Fredy Albrecht, Fraktionsvorsitzender der Barnstorfer SPD.

2010 keine Sanierung angestrebt

Der Samtgemeindeausschuss hatte in seiner Sitzung am Ende November 2010 zunächst folgenden Beschluss gefasst hat: „Die Sporthalle Sundering ist nicht zu sanieren. Die Sporthalle soll so lange wie möglich genutzt werden. Es sind nur die notwendigen Unterhaltungsarbeiten auszuführen.“

Eine akute Gefährdung ergebe sich momentan aus dem baulichen Zustand noch nicht. Daher wird sie weiter genutzt. Diese Situation könne sich aber jederzeit ändern.

CDU-Mann Ludolf Roshop während der vergangenen Sitzung: „Es wäre nur vernünftig, für rund 1,5 Millionen Euro eine komplett neue Halle zu bauen.“

Auch Freidemokrat Klaus Naber sprach davon, dass die Samtgemeinde um einen Neubau nicht herum kommen würde.

Standort steht noch nicht genau fest

Die Verwaltung hatte über mehrere Jahre versucht, Fördermittel für einen Ersatzbau zu bekommen. Dieses ist jetzt gelungen. Der genaue Standort ist noch nicht festgelegt und werde im Rahmen der endgütigen Planung mit dem zu beauftragenden Architekten erfolgen. Dabei soll die Möglichkeit einer Einbindung der Sportplätze im Sundering geprüft werden.

Derzeit werde eine Baugleichheit zur Vereinssporthalle angenommen, wodurch erhebliche Kosteneinsparungen vermutet werden. Eine genaue Prüfung müsse noch erfolgen.

Flecken Barnstorf muss Grundstück bereitstellen

Neben dem Beschluss des Samtgemeinderates ist ein Beschluss des Fleckens Barnstorf erforderlich, um die kostenfreie Bereitstellung des Grundstückes zu dokumentieren. Nachdem beide Beschlüsse vorliegen, sollen die Planungsleistungen ausgeschrieben werden. Alle weiteren Schritte sind anschließend festzulegen.

Der Beschlussvorschlag, der zur Abstimmung stand lautet: „Der Neubau einer multifunktionalen Zweifeldsporthalle mit Bewegungsraum am Standort hinter der Vereinssporthalle an der Walsener Straße in Barnstorf wird beschlossen. Entsprechende Haushaltsmittel sind in den nächsten Jahren bereitzustellen. Die Samtgemeinde Barnstorf wird den Eigenanteil von derzeit geschätzt 1 529 400 Euro tragen. Die Verwaltung wird beauftragt, alle weiteren Schritte zur Realisierung vorzunehmen.“

Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung sprachen sich die meisten Mitglieder des Barnstorfer Samtgemeinderates für den Erstatzneubau aus.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Meistgelesene Artikel

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“
Bauarbeiten an der B 51: Pendler brauchen bis Mitte Dezember Geduld

Bauarbeiten an der B 51: Pendler brauchen bis Mitte Dezember Geduld

Bauarbeiten an der B 51: Pendler brauchen bis Mitte Dezember Geduld
Firma bereitet Metallteile auf

Firma bereitet Metallteile auf

Firma bereitet Metallteile auf
Stadt Syke lässt sich neues Notstromkonzept mehr als 100000 Euro kosten

Stadt Syke lässt sich neues Notstromkonzept mehr als 100000 Euro kosten

Stadt Syke lässt sich neues Notstromkonzept mehr als 100000 Euro kosten

Kommentare