Besuch beim Bestattungsunternehmen

Barnstorfer Kinder befassen sich mit dem Tod

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Betreut von vier Erwachsenen, besuchten die zehn Mädchen und Jungen, die sich mit dem Thema „Tod“ befassten, auch ein Bestattungsunternehmen.

Barnstorf - „Für viele Kinder ist der Tod ein Rätsel oder wirft zumindest viele Fragen auf. Wenn nun im November die Tage kürzer und die Nächte länger werden, wird seit alters her der Toten gedacht.

In der katholischen Kirche gehört es zu Allerheiligen und Allerseelen am 1. und 2. November, den Friedhof zu besuchen, das Grab zu schmücken und ein ewiges Licht aufzustellen“, sagt Gemeindereferentin Doris Rattay. Ihr war es ein Anliegen, den Kindern diese Feste mit den dazugehörigen Ritualen näher zu bringen und auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema Tod anzuregen. 

Zehn Kinder, betreut von vier jungen Erwachsenen, nahmen sich des Themas an und verbrachten einen Nachmittag und eine Nacht zu diesem rätselhaften Phänomen, das alle Welt kennt und doch sehr gerne meidet: den Tod.

Warum stirbt ein Mensch? Was geschieht mit einem Toten? Wohin wird er gebracht, und was passiert sonst noch mit ihm? Antworten auf diese Fragen bekamen die Kinder unter anderem bei einem Besuch im Bestattungsunternehmen Schneider in Barnstorf.

Kinder erfahren von verschiedenen Todesursachen

Die Bestattungsfachkraft Steffi Steinmeier erläuterte den Jungen und Mädchen, dass der Tod eines Menschen unterschiedliche Ursachen haben kann: Totgeburt, Tod im Alter, plötzlicher Kindstod, Krankheit oder auch Unfall. Zudem berichtete sie über die unterschiedlichen Möglichkeiten, einen Menschen beizusetzen: Im Sarg, nach Einäscherung in einer Urne auf dem Friedhof, auf hoher See oder im Friedwald. 

Die Kinder nahmen auch die Särge in Augenschein und stellten fest: Diese sind aus unterschiedlichen Holzarten und in allen Größen gefertigt. Ein offener Sarg zog sofort die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich. „Wie weich das da drin ist“, stellten sie fest, während sie das Innenfutter, Decke und Kissen akribisch inspizierten.

Die Kinder gedachten ihrer lieben Verstorbenen in einem Wortgottesdienst in der Kirche und zündeten Kerzen für alle Verstorbenen an, auch für die, an die keiner mehr denkt. Danach gestalteten die Kinder Grablichter und Steine, um sie jetzt im November zu den Gräbern ihrer lieben Verstorbenen zu bringen und ihrer auf sehr persönliche Weise zu gedenken.

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