„Heilige Schrift“ übersteht 400 Jahre

Barnstorfer Gerd Stybalkowski erbt Bibel aus dem 17. Jahrhundert

Barnstorfer Gerd Stybalkowski präsentiert das Buch, das er als Familienbesitz geerbt hat.
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Barnstorfer Gerd Stybalkowski präsentiert das Buch, das er als Familienbesitz geerbt hat.

Barnstorf – Die vergilbten Seiten und der verschlissene Einband lassen erahnen, wie viele Jahre die Bibel von Gerd Stybalkowski bereits überstanden haben muss. Der 75-jährige Barnstorfer ließ die „Heilige Schrift“ von einem Experten prüfen, wodurch die Geschichte hinter dem Schriftstück zutage kam.

Der stolze Besitzer des religiösen Schriftstückes erbte die über 400 Jahre alte Bibel von seinen Eltern: „Sie lag in einem Schrank in meinem Elternhaus, das ich als Nachlass bekommen habe.“ Aufgewachsen ist Gerd Stybalkowski im Gebäude an der Lange Straße 16 im Herzen Barnstorfs.

„Doctor Martin Luther“ ist in der Bibel illustriert.

Unklar ist, wie das rund 700 Seiten und mehrere Kilogramm schwere Buch in den Besitz der Familie kam. Neben dem Alten und Neuen Testament gibt es auch Bilder von wichtigen christlichen Personen. So sind Martin Luther oder der Herzog zu Sachsen abgebildet und mit individuellen Seiten umschrieben.

Kunstreferent erstellt Gutachten

Um das genaue Alter des Schriftstückes zu ermitteln, kontaktierte der Barnstorfer den ehemaligen Kunstreferenten der evangelischen Landeskirche Hannover Dr. Hasso v. Poser. Dieser erstellte anhand von Untersuchungen ein Gutachten, das das Alter der „Heiligen Schrift“ eingrenzt: „Inzwischen habe ich mir Ihre Bibel etwas genauer angesehen. Ich habe mich doch getäuscht, es handelt sich nicht um die sogenannte Kurfürstenbibel. Für mich überraschend, da ich nicht wusste, dass es schon vor der Kurfürstenbibel eine Bibel mit ähnlichem Vorspann gab. [...] Meine ursprüngliche Ansicht, dass die Bibel nicht von 1621 stammt, muss ich revidieren, es handelt sich schon um eine aus dieser Zeit. Herausbekommen konnte ich, dass der Verleger, Herr Zacharias Schürer, als Buchhändler in Wittenberg von 1600 bis 1626 bekannt war.“

Die „Heilige Schrift“, die sich noch im Besitz des Barnstorfers befindet, könnte demnach in der Druckerei der Gutenberg-Bibel in Wittenberg entstanden sein.

Zustand für Verkauf zu schlecht

Über den Verkauf des historischen Erbstückes habe Stybalkowski nicht nachgedacht. „Der Zustand der Bibel ist zu schlecht“, erklärt der Barnstorfer.

Die erste Seite der über 400 Jahre alten Bibel.

Von außen sind die Seiten dunkel verfärbt und weisen Flecken und Risse auf. Auch der Gesamteindruck des Schriftstückes wirkt instabil. Es sei eine erhebliche Restaurierung notwendig, um die Bibel auszustellen.

Der 75-jährige Barnstorfer bietet an, dass Interessierte ihn kontaktieren können, sollten sie die über 400 Jahre alte Bibel begutachten wollen.

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