Vielfalt der Nutz-Pflanzen

FÖJ-lerinnen pflegen grüne Projekte im Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrum

Die Infotafel zum Projekt des Themengartens zeigt die acht unterschiedlichen Beete, die die FÖJ-lerinnen Hannah Tholen und Lea Klose (rechts) bepflanzt haben.
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Die Infotafel zum Projekt des Themengartens zeigt die acht unterschiedlichen Beete, die die FÖJ-lerinnen Hannah Tholen und Lea Klose (rechts) bepflanzt haben.

Barnstorf – Pflanzen gibt es in unzähligen Farben und Formen. Aber auch ihr Nutzen variiert je nach Art und Gattung. Auf diese Vielfalt der grünen Gewächse möchten Hannah Tholen und Lea Klose mit ihren Projekten aufmerksam machen.

Welchen Nutzen die unterschiedlichen Pflanzen für den Menschen haben können, zeigen die beiden naturverbundenen Frauen. Sie absolvieren aktuell ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrum (Buez). „Umweltschutz steht hierbei als Motto über den Projekten. Wir wollen aufzeigen, was es alles in der Natur zu Schützen gilt“, erklärt die 19-jährige Hannah Tholen.

Im Themengarten, der auf dem ehemaligen Wintershall-Gelände beheimatet ist, präsentieren die FÖJ-lerinnen auf acht verschiedenen Feldern Pflanzen, die einen speziellen Nutzen haben: von Zierpflanzen über Gewürze und Kräuter bis hin zu Heil- und Färberpflanzen. Die FÖJlerin: „Einige von diesen Pflanzen begegnen uns im Alltag. Andere sind etwas spezieller.“

Acht Beete mit Nutz-Pflanzen bilden den Themengarten beim Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrums.

Dass die Pflege der Beete viel Arbeit bedeutet, habe sich bereits beim Anlegen gezeigt. Mehrere Wochen Handarbeit waren nötig, um die Felder vorzubereiten. Zweimal mussten sie das Erdreich umgraben, bis die Wurzeln der Wildkräuter entfernt waren. Anschließend konnte das Team die Beete mit den bestellten Sprösslingen besetzen. Heute gehe es mehr um die Pflege der Gewächse „und um den Kampf gegen das Wildkraut“. Auch Mäharbeiten gehören zu den Aufgaben der FÖJ-lerinnen beim Buez.

Der Nutzen der verschiedenen Pflanzen sei in der Vorindustriellen-Zeit präsenter gewesen: „Vielen ist es heute gar nicht bewusst, dass mit der Farbe der Pflanzen Textilien gefärbt werden oder sie bei bestimmten Krankheiten helfen können“, so die 19-Jährige. Diese Informationen sollen auf Tafeln an den jeweiligen Beeten an Besucher weitergegeben werden. Außerdem soll inmitten der Beete eine Sitzgelegenheit für Besuchergruppen entstehen. Dies könnten Projekte für die kommenden FÖJ-ler werden, meint Tholen.

Im Bauerngarten wächst Gemüse

Im Bauerngarten dreht sich alles ums Gemüse. In zwei Hochbeeten präsentieren die FÖJ-lerinnen, dass auch auf einer kleinen Fläche Lebensmittel angebaut werden können. Neben Kopfsalat und Pak Choi sprießen Radieschen. Über einen Weg aus Rindenmulch lassen sich die insgesamt vier Felder begehen. „Auf ihnen pflanzen wir Stark-, Mittel-, und Schwachzehrer an. Diese Gemüsesorten unterscheiden sich in ihrem Nährstoffbedarf. Ein Feld bleibt pro Zyklus frei, damit es sich erholen und Nährstoffe regenerieren kann“, erklärt die Projektleiterin.

Neben Fenchel, Zwiebeln und Möhren als Schwachzehrer, wachsen Kartoffeln als Mittelzehrer. Zu den Starkzehrern gehören Zucchini- und Kürbispflanzen. In einem angrenzenden Gewächshaus wachsen Tomaten, Paprika und Chilis.

„Regionaler Anbau lohnt sich“

Mit dem Projekt des Bauerngartens solle aufgezeigt werden, wie sich unterschiedliche Gemüsepflanzen entwickeln. „Regionaler Anbau für den Eigenbedarf lohnt sich bereits bei einer kleinen Fläche. Vor allem Kinder aus der Großstadt sollen sehen, woher ihr abgepacktes Gemüse aus dem Supermarkt stammt“, meint FÖJ-lerin Tholen.

Durch lokalen Anbau könne Kohlenstoffdioxid eingespart werden, da kaum Lieferwege anfallen.

Mit dem Gemüse und Teilen der Nutz-Pflanzen sei geplant gewesen, Kindern beispielsweise den Prozess des Einlegens näherzubringen. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten diese Vorhaben verschoben werden.

Die FÖJ-lerinnen hoffen nun, dass ihre Nachfolger ihre Projekte zur Vielfalt der Pflanzen fortführen werden und so weiterhin auf den Nutzen aufmerksam machen.

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