Austausch mit der Politik

Wintershall Dea-Leitung besucht den Standort in der Samtgemeinde: „Barnstorf hat eine Zukunft“

(Von links) Robert Frimpong, Dawn Summers, Jürgen Lübbers, Alexander Grimm, Mario Mehren.
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Treffen in Barnstorf: Die Wintershall-Chefs gemeinsam mit Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers und seinem Nachfolger Alexander Grimm in der Mitte.

Hoher Besuch in Barnstorf: Die führenden Persönlichkeiten der Wintershall Dea waren in der Samtgemeinde und sprachen sich erneut für diesen Standort aus.

Barnstorf – Elefantenrunde beim Wintershall Dea-Standort in Barnstorf: Vorstandsvorsitzender Mario Mehren, die Chefin des operativen Geschäftes, Dawn Summers, und Deutschland-Chef Robert Frimpong waren zu Besuch, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers und sein Nachfolger Alexander Grimm nutzten die Gelegenheit, um sich mit den Granden der Gas- und Ölbranche auszutauschen.

Schwerpunkte der Wintershall Dea in Barnstorf haben sich verschoben

Seit der Fusion von Dea und Wintershall im Jahr 2019 haben sich die Schwerpunkte am Standort in Barnstorf verschoben: die Verwaltung ist weg, von ursprünglich etwa 280 Arbeitsplätzen sind gute 100 geblieben. Dafür liegt der Fokus nun auf dem Technologiezentrum und der Ausbildung von Fachkräften. Um den Standort in dieser Hinsicht zu stärken, investiert die Wintershall Dea unter anderem in den Ausbau eines Ausbildungszentrums einen Geldbetrag in Millionenhöhe (wir berichteten).

Die Führung von Wintershall Dea (von rechts: Mario Mehren, Dawn Summers, Robert Frimpong und Rainer Ihl) war in Barnstorf.

Mario Mehren, der gemeinsam mit Dawn Summers, Robert Frimpong und Barnstorfs Betriebsleiter Rainer Ihl unter anderem eine Bohrung in Bockstedt besuchte, betonte einmal mehr, dass sich die Wintershall Dea bewusst für den Standort Barnstorf stark mache. Ohnehin seien die Wintershall Dea und Barnstorf historisch eng miteinander verknüpft, betonte Jürgen Lübbers. „Viele Mitarbeiter sind und waren in der Region verwurzelt“, sagte er. Gerade deswegen sei insbesondere der mit der Fusion einhergegangene Stellenabbau nach wie vor „schade für unsere Kommune“. Durch den steten und guten Austausch zwischen Unternehmen und Verwaltung sei aber alles „relativ ruhig über die Bühne gegangen“, so Lübbers. Die Auswirkungen der Fusion seien nicht so negativ ausgefallen wie befürchtet – mehr noch: „Der Standort hat sich positiv entwickelt“, sagte Lübbers.

Einen Teil dazu beigetragen habe auch das von Mehren gelobte Technologiezentrum: „Wir haben hochmoderne Möglichkeiten und können in Barnstorf auf absolute Hightech-Geräte zurückgreifen.“ Auch der Austausch mit den insgesamt 50 Auszubildenden – 25 konzerneigene und 25 weitere aus Kooperationen mit regionalen Unternehmen – habe gezeigt, dass der Barnstorfer Standort auf dem richtigen Weg sei. „Es hat mich stolz gemacht, zu sehen, was wir hier anbieten“, sagte der Vorstandsvorsitzende bei dem Treffen am Donnerstagabend

Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers (rechts) und sein Nachfolger Alexeander Grimm waren vor Ort, um sich mit den Chefs der Wintershall Dea auszutauschen.

Dawn Summers, die zum ersten Mal in Barnstorf war, seit sie das operative Geschäft im Juni 2020 übernommen hatte, zeigte sich von der Mentalität der Mitarbeiter fasziniert: „Hier herrscht echter Teamgeist.“ Mario Mehren schlug in die gleiche Kerbe: „Wir haben hier ein wahnsinnig motiviertes Team.“ Das sei einer der größten Pluspunkte des Standortes. „Seit 2019 haben die Mitarbeiter immer nach vorn geschaut. Diese Mentalität hätte ich gern an allen Standorten“, meinte er. Deswegen sorge sich Summers nicht um den Standort: „Ich freue mich, Teil der Entwicklung sein zu dürfen. Barnstorf hat eine Zukunft.“

Der designierte Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm erhoffte sich weiterhin einen transparenten Austausch mit der Wintershall: „Kommunikation ist alles – und mit mir kann man immer reden.“

Ölförderung am Standort Barnstorf geht weiter

Die Ölförderung am Standort Barnstorf gehe weiter, betonte Betriebsleiter Rainer Ihl. Das sei ein weiteres positives Signal und „ein Resultat dessen, dass die Leute hier nie aufgegeben haben“. Doch er sagte auch: „Erdölförderung ist endlich.“ Deswegen sei das Unternehmen bemüht, die vorhandenen Mitarbeiter von der Förderung sukzessive in den Rückbau der noch offenen regionalen Bohrungen zu überführen. Bereits kommende Woche steht der Rückbau einer Bohrung am Walsen an. Das sei die 15. Rückbaumaßnahme von insgesamt 100 Standorten in der Region. Weitere 30 sollen in den nächsten Jahren folgen.

Was überdies das mittlerweile leer und zum Verkauf stehende Verwaltungsgebäude angeht, gibt es bisher nichts Spruchreifes. „Die Vermarktung geht im engen Austausch mit der Kommune weiter“, sagte Robert Frimpong. Mehren meinte, dass es keinen konkreten Zeitplan gebe und ergänzte: „Für uns ist wichtig, dass wir den richtigen Erwerber finden.“ Lübbers erklärte: „Es muss außerdem planungsrechtlich begleitet werden. Lieber eine vernünftige Lösung als eine vorschnelle Entscheidung.“

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