Für Entlastung und Bürgergespräche

Barnstorfer Kandidaten-Interview: Dr. Christina Radons beantwortet Fragen der Redaktion

Dr. Christina Radons ist eine der drei Kandidaten für das Amt des Barnstorfer Samtgemeindebürgermeisters und stellt sich den Fragen der Redaktion.
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Dr. Christina Radons ist eine der drei Kandidaten für das Amt des Barnstorfer Samtgemeindebürgermeisters und stellt sich den Fragen der Redaktion.

Barnstorf – Drei Kandidaten stehen bei der Kommunalwahl am 12. September auf dem Stimmzettel zur Wahl für das Amt des Barnstorfer Samtgemeindebürgermeisters. In Form eines Interviews beantworten alle drei Anwärter die selben Fragen, die die Redaktion ihnen gestellt hat. Den Anfang macht die parteilose Dr. Christina Radons.

Was gefällt Ihnen in der Samtgemeinde Barnstorf besonders gut, und was ist nicht so attraktiv?

Wunderschön sind die Naherholungsbereiche unter anderem die Walsener Teiche, das Freibad, die Sportplätze und die Dorfgemeinschaftshäuser in den Gemeinden. Der Ortskern in Barnstorf ist auch sehr attraktiv. Für Fahrradtouren sind viele gut ausgebaute Straßen mit wenig Verkehr verfügbar. Verbesserungen sind möglich durch Neubaugebiete in allen Gemeinden und den Ausbau von Kita- und Schulplätzen. Außerdem sollten Wirtschaft und Einzelhandel stärker unterstützt werden. Die Attraktivität der Samtgemeinde könnte durch touristische Konzepte insbesondere mit der Förderung des Fahrradtourismus gestärkt werden.

Sehen Sie die Notwendigkeit einer Barnstorfer Umgehungsstraße?

Barnstorf sollte von dem starken Verkehr auf der B 51 entlastet werden. Grundlage für die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens (ROV) durch den Landkreis Diepholz ist eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), die derzeit aktualisiert wird. Das Straßenbauamt Nienburg hat eine Strecke südöstlich der Bahn über Eydelstedt eingereicht. Es bleibt abzuwarten, ob sich das wegen der bestehenden Hemmnisse verwirklichen lässt. Ich halte es für notwendig und würde mich einsetzen, die Einwohner und Einwohnerinnen einzubeziehen, um deren Interessen bei der Planung einer möglichen Trasse zu berücksichtigen.

Was ist ihr Vorschlag zur Lösung des Problems der Abwasserbeseitigung in Barnstorf?

Das Problem mit der Kläranlage ist entweder durch hohe Investitionen oder durch den Anschluss an einen Wasserverband zu beheben. Am 2. September soll ein Samtgemeinde-Ratsbeschluss vorgelegt werden, wonach die Abwasserbeseitigung von einem Zweckverband OOWV (Oldenburg-Ostfriesische Wasserverband) übernommen werden soll, vorbehaltlich der Zustimmung der Mitgliederversammlung des Verbandes. Diese Lösung befürworte ich, weil darüber die Betriebssicherheit ohne eigene Investitionen langfristig abgesichert ist und der Betrieb der Kläranlage durch eine größere Einheit mit entsprechendem Know-how erfolgt.

Welchen Stellenwert hat für Sie das Thema Klimaschutz in Barnstorf?

Klimaschutz ist eine sehr wichtige Aufgabe. Es geht um Nachhaltigkeit für eine Begrenzung des Kohlendioxidanstiegs durch Fördern der Fotovoltaik, energetische Sanierungen von Gebäuden, Straßenbeleuchtung mit LED, aber auch Beratungen über Fördermittel für Klimaschutzmaßnahmen. Windenergieanlagen sind weiter auszubauen und Repowering ist zu ermöglichen. Und es sind Maßnahmen zur Klimaanpassung umzusetzen, unter anderem mit der Stärkung der umweltfreundlichen Mobilität. Dabei geht es um den nachhaltigen Ausbau des Nahverkehrs und der Fahrrad- und E-Mobiliätsfreundlichkeit in der Samtgemeinde durch E-Ladestationen.

Wie sehen Sie die Zukunft des ÖPNV in Barnstorf, beziehungsweise der Bahnverbindung der Samtgemeinde?

Die Zugverbindung mit der RE9 nach Bremen beziehungsweise Osnabrück ist sehr gut. Aber die Züge fahren nur stündlich. Eine Anbindung an die Nordwest Bahn mit 30-Minuten-Takt nach Bremen sollte angestrebt werden. Eine Fahrplanerweiterung der Bus-Linie 125 zwischen Twistringen und Diepholz wäre ebenfalls sehr sinnvoll. Darüber hinaus ist an eine Verbindung der Ortsteile der Gemeinden mit Barnstorf zu denken. Insbesondere um den Älteren ohne eigenes Auto zu ermöglichen, sich in der Samtgemeinde mobil bewegen zu können und ohne die Hilfe durch Kinder, Nachbarn, Verwandte zum Einkaufen oder zum Arzt zu kommen.

Was wollen Sie in der Samtgemeinde Barnstorf auf keinen Fall?

Ich will auf keinen Fall, dass die Verwaltung sich gegenüber den Bürgern/Bürgerinnen abschottet. Es ist mir wichtig, dass die Verwaltung sich als Dienstleister mit einem Serviceverständnis für die Bürger und Bürgerinnen präsentiert. Daher würde ich jährliche Bürgergespräche zusammen mit der Führungsriege der Verwaltung einführen. Außerdem würde ich monatlich eine offene Bürgersprechstunde einführen wollen, wo mich jeder mit seinen Belangen ansprechen kann. Und ich würde mit regelmäßigen Gesprächen die Kommunikation zu den Eltern und Elternvertretern intensivieren.

Im Live-Ticker zur Kommunalwahl in Niedersachsen berichtet kreiszeitung.de am Sonntag, 12. September 2021, über die aktuellen Entwicklungen, die Ergebnisse, die gewählten Bürgermeister und Landräte.

Dr. Christina Radons

Dr. Christina Radons ist 57 Jahre alt, verheiratet und stammt gebürtig aus Diepholz. Nach ihrem Abitur an der Graf-Friedrich-Schule in Diepholz hat die Anwärterin Betriebswirtschaftslehre studiert. Die parteilose Einzelkandidatin ist promovierte Diplom-Kauffrau, zugelassene Steuerberaterin und verantwortet aktuell einen Fachbereich in der Verwaltung der Freien Hansestadt Bremen. Unterstützung erfährt Radons von den Barnstorfer Samtgemeindeverbänden der CDU, FDP und Wählergemeinschaft.

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