Mindestgebot : 10.000 Euro

Bahnhof in Drebber wird versteigert

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Am 10. Juni soll bei einer Auktion in Rostock der Bahnhof Drebber unter den Hammer kommen.

Drebber - Von Sven Reckmann. Wer schon immer einen Bahnhof sein Eigen nennen wollte, der hat dazu – das nötige Kleingeld vorausgesetzt – in Kürze Gelegenheit.

Dann kommt in einer Versteigerung in Rostock der Bahnhof in Drebber unter den Hammer. Angeboten werden Haupt- und Nebengebäude, Hof und Ladestraße. Eigentümer des Gebäudes am Alten Bahnhofsweg ist bislang die Deutsche Bahn, 10 000 Euro lautet das Startgebot.

Fährt ein Intercity vorbei, wackelt der Boden

Im Exposé eines bekannten Internet-Immobilien-Portals wird das Baujahr des Bahnhofs mit „ca. 1927“ angegeben. Das Gebäude aus rotem Backstein mit angebauter Güterhalle gelte als sanierungsbedürftig, heißt es da. Das Obergeschoss ist demnach mit Dauerwohnrecht vermietet. Es gibt einen gepflasterten Hof und eine Ladestraße, ansonsten ist das Areal mit Schotter befestigt. „Teilweise verfallene Rampe und Waschküchengebäude mit Stall auf dem Grundstück. Die Nutzfläche: etwa 88 Quadratmeter Wohnen zuzüglich Gewerbe und Nebenflächen.“

Und mit direkter Lage an einer der am dichtesten befahrenen Bahnstrecken des Landes. Die verkehrstechnisch günstige Lage hat natürlich einen Haken: „Jedes Mal, wenn ein Intercity vorbeifährt, dann wackelt der Boden. Das sind ja alles Holzdielen“, berichtet der Mieter, der schon lange in dem Gebäude wohnt, gegenüber unserer Zeitung.

Großes Grundstück: 21.207 Quadratmeter

Aber vielleicht wären Wohnnutzungen auch nicht unbedingt das erste, woran mögliche Käufer interessiert sind: Die Größe des Areals wird mit etwa 21.207 Quadratmetern angegeben.

Versteigert wird das Objekt von der Norddeutsche Grundstücksauktionen AG im Rahmen der Sommer-Auktion am 10. Juni in Rostock.  An diesem Tag kommen demnach insgesamt 58 Immobilien zum Aufruf.

Unterstand muss auf Kosten des Käufers abgerissen werden

Man darf gespannt sein, ob es dann zu einem neuen Kapitel in der Geschichte dieses Bahnhofes kommen wird. Bis etwa in die 80er-Jahre hielten noch Personenzüge an dem Bahnsteig, der mittlerweile zurückgebaut wurde.

Die Schienen-Seite des Bahnhofs: Hier ist der Anbau für den Fahrdienstleiter zu sehen.

Wesentlich länger in Betrieb war Unterstand für den Fahrdienstleiter, der seit etwa vier Jahren nicht mehr benötigt wird, wie der Mieter berichtet. Dieser Vorbau des Bahnhofsgebäudes, darauf wird im Exposé für die Versteigerung ausdrücklich hingewiesen, muss auf Kosten des Erstehers abgerissen, beziehungsweise zurückgebaut werden.

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