Aufbruchstimmung

Jennifer Hamade übernimmt Leitung der Igel-Krebsberatungsstelle

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Jennifer Hamade (r.) leitet die Krebsberatungsstelle. Wilfried Heitmann vom Igel-Vorstand gratuliert der Barnstorferin.

Landkreis - Von Katharina Schmidt. Jennifer Hamade ist neue Leiterin der Krebsberatungsstelle in Barnstorf. Zusammen mit ihrem Team will die 34-Jährige die Arbeit der Einrichtung, die unter dem Dach der Interessengemeinschaft Gesundes Leben (Igel) Menschen aus dem gesamten Landkreis hilft, ausbauen.

Die Diplom-Psychologin und Bewegungstherapeutin Hamade ist kein neues Gesicht in der Beratungsstelle. Sie fing vor rund zweieinhalb Jahren im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe an. Durch personelle Wechsel ist sie auf ihrer neuen Position gelandet. Zuvor war die Leitungsstelle aufgrund von Krankheit ein Jahr lang vakant.

Die Ziele des Beratungsstellenteams zeugen von einem optimistischen Blick in die Zukunft. Zum einen soll die Außenstelle in Bassum zu neuem Leben erwachen. Durch personelle Engpässe und Bauarbeiten am Krankenhaus lag sie brach. Außerdem ist geplant, das kreisweite Interdisziplinäre Onkologische Netzwerk (Ion) zu stärken. Dabei handelt es sich um ein Geflecht von Ärzten, Kliniken, Psychologen, Therapeuten und weiteren Akteuren, die Krebskranken und Angehörigen helfen.

Angebot soll erweitert werden

Nicht zuletzt wollen die Mitarbeiter der Beratungsstellen ihr Angebot erweitern. Gespräche mit einer Gedächtnistrainerin laufen bereits – viele Krebskranke leiden laut Hamade unter Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen. Der neuen Leiterin zufolge gibt es viele weitere Ideen, zum Beispiel Seminare in den Bereichen Ernährung und Entspannung.

Derartige Veranstaltungen sollen öfter außerhalb der eigenen Räume in Barnstorf, in anderen Orten des Landkreises, über die Bühne gehen.

Nach Ärger und Unsicherheit

Rückblick: Vor etwa einem Jahr dominierten bei der Krebsberatungsstelle noch Unsicherheit und Ärger. Es war unklar, ob die Deutsche Krebshilfe die Arbeit des Teams im Folgejahr weiter bezahlt. Mitarbeitern musste mangels rechtzeitigen Förderbescheids gekündigt werden. Derzeit ist die Situation entspannter: Laut Vorstandsmitglied Wilfried Heitmann ist die Finanzierung für 2018 gesichert.

Jennifer Hamade hofft, Krebskranken noch viele weitere Jahre helfen zu können. Neben und für ihren neuen Job bildet sich die Leiterin zur Psychoonkologin weiter (psychologische Betreuung von Krebspatienten). Die zweifache Mutter ist in Sulingen aufgewachsen, hat in Bremen studiert und ist der Liebe wegen nach Barnstorf gezogen. „Ich gehe mit Freude in meiner Arbeit auf“, sagt sie.

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