Verein investiert mehr als 60.000 Euro

Frisch sanierte Tennisanlage in Drebber

Innerhalb weniger Tage haben Mitarbeiter der Firma Sportas den pflegeleichten Kunststoffboden verlegt. - Foto: TSV Drebber

Drebber - Von Thomas Speckmann. Spartenleiter Andreas Lustig ist restlos begeistert, als er den frisch sanierten Tennisplatz in Drebber betritt. „Hammermäßig“, lautet sein erster Kommentar über den neuen Bodenbelag, der sich butterweich unter den Turnschuhen anfühlt. Kein Vergleich zum bisherig gewohnten Sandplatz. Und dazu wesentlich pflegeleichter und vor allem ganzjährig bespielbar. Das sind die großen Pluspunkte, die den Ausschlag für die Investition gegeben haben.

Die Weichen für die Sanierung hatten die Mitglieder des TSV Drebber bei der Jahreshauptversammlung gestellt. Nun rückte die Fachfirma Sportas aus dem Kreis Coesfeld an, die den hochmodernen Belag auf der Tennisanlage an der Hoopener Straße innerhalb weniger Tage einbaute. Der „Tennis Force“ ähnelt dem herkömmlichen Sandplatz, besteht aber aus einer Kunststoffschicht, die mit einem feinen Granulat bedeckt ist.

„Die Instandsetzung zum Frühjahr fällt komplett weg“, nennt der Spartenleiter einen wesentlichen Vorteil des neuen Untergrundes. In Zukunft brauchten die Mitglieder keine Löcher mehr zu stopfen, der Belag sei wetterfest und äußerst pflegeleicht. Das gewohnte Sprengen oder Walzen können sich die Aktiven in Zukunft also sparen. Ein kurzes Abziehen des Platzes nach dem Spiel genügt.

Weiterer Vorteil: „Mit dem Platz können wir ganzjährig spielen“, erklärt Lustig. Die Saison müsse also nicht mehr zwangsläufig im September enden, sondern könne auch über die Wintermonate fortgesetzt werden. Gut möglich, dass in Drebber demnächst Weihnachts-, Nikolaus- oder auch Osterturniere unter freiem Himmel stattfinden. Der Einbruch der Dunkelheit spielt dabei ebenfalls keine Rolle. Der Verein hat im Zuge der Sanierungsarbeiten sechs Flutlichtmasten auf der Anlage installiert.

Für die Baumaßnahme muss der Verein tief in die Tasche greifen. Die Kosten würden sich auf mehr als 60 000 Euro belaufen, berichtet Vorsitzender Heinfried Maschmeyer auf Anfrage. Die Finanzierung erfolge durch die Aufnahme eines Kredites und eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge. Darüber hinaus gebe es einen Zuschuss des Kreissportbundes in Höhe von etwa 18 500 Euro.

Der Boden besteht aus wasserdurchlässigem Granulat. Die Deckschicht bilden feine Gummikörner. - Foto: Speckmann

Spartenleiter Lustig ist bewusst, dass die Maßnahme eine große finanzielle Herausforderung für den Verein darstellt. Aber er geht davon aus, dass sich die Maßnahme aufgrund der wegfallenden Instandhaltungskosten auf Dauer rentiert. Auch ohne den neuen Belag hätten die in die Jahre gekommenen Plätze, die zuletzt nur noch provisorisch hergerichtet wurden, aufwendig saniert werden müssen.

Die Verantwortlichen haben sich dazu entschlossen, nur zwei Plätze der Anlage umzurüsten. Der dritte Platz liegt vorerst brach. Denkbar wäre hier beispielsweise die Schaffung eines Volleyballfeldes. Aber entschieden ist noch nichts, heißt es. Durchaus möglich, dass der Platz auf lange Sicht ebenfalls mit einem neuen Tennisbelag ausgestattet wird, wenn der Bedarf gegeben ist.

Die Abteilung verfügt aktuell über 45 Mitglieder. Die Hoffnungen beruhen darauf, dass sich die modernisierte Anlage positiv auf die Vereinsentwicklung auswirkt und zusätzliche Spieler nach Drebber lockt. Auch für Rollstuhlfahrer ist der Belag geeignet. Lustig hat inzwischen einen Turnier-Führerschein absolviert, sodass der Verein in Zukunft auch eigene Turniere ausrichten kann.

Wegen der anstehenden Sanierungsarbeiten sind die Aktiven zum Saisonbeginn in die Nachbarschaft ausgewichen und haben eine Spielgemeinschaft mit der SG Diepholz gebildet. „Wir wurden dort herzlichst aufgenommen“, sagt der Spartenleiter ein Dankeschön. Nun kann er die Aktiven zum Heimspiel in Drebber einladen. Die Jahreszeit spielt dabei keine Rolle mehr.

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