Auch Umweltbildung ist ein wichtiger Bestandteil der Barnstorfer Gartentage

Kleine Inseln für die Tierwelt

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Das idyllische Gelände des Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrums bietet optimale Voraussetzungen für die Gartentage. Hier finden die Besucher am 11. und 12. April viele Anregungen für den heimischen Garten.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Regen prasselt auf die Dächer, Sturm fegt über das Gelände: Keine gemütliche Stimmung im Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum (BUEZ), wo in zehn Tagen die Gartentage über die Bühne gehen. Doch das Organisationsteam um Einrichtungsleiter Dr. Oliver Nixdorf lässt sich von der aktuellen Wetterlage nicht irritieren. Sie bauen auf die Meteorologen, die weitaus sonnigere Verhältnisse für das Wochenende am 11. und 12. April vorhersagen.

Als Motor des „Barnstorfer Frühlingserwachens“ sollen die Gartentage wieder tausende Besucher in den Hunte-Flecken locken und damit auch den traditionellen Frühlingsmarkt im Barnstorfer Ortskern ankurbeln. Etwa 50 Aussteller werden sich auf dem Gelände am Bremer Dreh präsentieren. Sie geben Tipps rund ums Thema Garten – bei einer Veranstaltung, die bereits zum achten Mal stattfindet und inzwischen weit über die Grenzen Barnstorfs hinaus bekannt ist.

„Unsere Intention war damals, das Gelände einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und den Menschen zu vermitteln, welche Arbeit hier geleistet wird“, erinnert sich Nixdorf – und fügt nicht ohne Stolz hinzu: „Das ist uns ganz gut gelungen.“ Viele Besucher der Gartentage würden sich Zeit nehmen, das rund zehn Hektar große Areal zu erkunden. Fern ab des Trubels für einen Moment in der Natur inne halten, zum Beispiel am Teich.

„Wir wollen ganz bewusst den Kontakt zur Natur herstellen“, unterstreicht der BUEZ-Leiter. Statt ein Kinderkarussell aufzustellen, werde ein Eselreiten über das Gelände angeboten. Bei Alt und Jung gleichermaßen beliebt sind die Fahrten mit der Moorbahn, die auch in diesem Jahr angeboten werden. So können sich die Besucher einen Eindruck von dem Areal verschaffen, das einst für eine Erdgasreinigungsanlage genutzt wurde und heute viel Freiraum für die Belange des Umweltbildungszentrums bietet.

Ihren Umweltbildungsauftrag wollen die Verantwortlichen auch ganz bewusst in die Gartentage einfließen lassen. „Das unterscheidet uns von anderen Veranstaltern“, sagt Nixdorf. Er legt großen Wert darauf, dass der Informationscharakter in der zweitägigen Veranstaltung zum Tragen kommt, insbesondere durch die Vortragsreihe, die mit Diplom-Biologe Elmar Mai zum wiederholten Mal ein aus Funk und Fernsehen bekanntes Gesicht zu bieten hat. Er und weitere Referenten widmen sich diesmal dem Schwerpunktthema „Obstgehölze und Kräuter im Naturgarten“.

Es ist ein „Gartenfestival der besonderen Art“, das Nixdorf und seine Mitstreiter dem Publikum versprechen. „Es geht um die Vielfalt“, erläutert BUEZ-Mitarbeiter Peter Betzold. Das Spektrum der Fachbetriebe reiche von der Bepflanzung eines kleinen Blumentopfes bis zur Gestaltung eines Gartenzauns. Die Besucher sollen Anregungen bekommen, wie sie ihr heimisches Grün in ein kleines Paradies verwandeln und dabei sogar etwas für die Umwelt tun können.

Laut Nixdorf geht es nämlich um mehr als Kirschlorbeer und Rasenfläche, wie es in heutigen Neubaugebieten weit verbreitet sei. Die Aussteller würden sinnvolle Bereicherungen für den Garten aufzeigen, zum Beispiel wie sich Hochbeete oder kleine Ecken gestalten ließen, die nicht nur hübsch anzusehen seien, sondern auch einen Nutzen für die heimische Tierwelt hätten. „Im Zuge des fortschreitenden Artensterbens ist es immens wichtig, dass solch kleine Inseln im Garten hergestellt werden“, sagt Nixdorf.

Neben nützlichen Anregungen bieten die Veranstalter wieder ein buntes Rahmenprogramm mit Live-Musik, Kinderbelustigung und erstmals auch einer Tombola. Die Gartentage sind am Sonnabend, 11. April, von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag, 12. April, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2,50 Euro. Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt.

www.buez.biz

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