MTV „Jahn“ Barnstorf präsentiert breite Sportpalette in zwei Hallen

Atemberaubende Sprünge und blutige Nasen

Die Boxer zeigten in Sparringskämpfen ihr Können. Mohamend Masur (r.) drängte seinen Gegner Halit Türk in die Ecke.

BARNSTORF - Ob atemberaubende Saltos, passgenaue Korbleger oder fliegende Fäuste: Beim „Tag der offenen Tür“ des MTV „Jahn“ Barnstorf gab es das volle Programm. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens präsentierten die Abteilungen des Vereins eine Vielfalt an sportlichen Betätigungsfeldern. Da legten sich die jüngsten Turner genauso ins Zeug wie die älteren Herrschaften, die bei hochsommerlichen Temperaturen die Bälle und Bänder kreisen ließen.

Trotz der Hitze in den beiden Sporthallen an der Walsener Straße verlebte die DRK-Bereitschaft aus Diepholz einen recht entspannten Samstagnachmittag. Nennenswerte Kreislaufprobleme oder Sportverletzungen blieben aus. Ein paar blutige Nasen gab es dennoch: Im Boxring absolvierten die Aktiven der gastgebenden Sparte, die vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde und etwa 80 Mitglieder zählt, Sparringskämpfe mit befreundeten Vereinen aus Diepholz, Syke und Wehrbleck. „Freundschaftlich und sauber“, lautete die Ansage des Kampfrichters. Doch bei einigen Sportlern war der Ehrgeiz wohl etwas zu groß.

Für die Zuschauer war es ein beeindruckendes Bild, als mehrere Dutzend Boxer ihr Aufwärmprogramm absolvierten, sich im Schattenboxen betätigten oder in kleinen Duellen gegeneinander antraten. Auf den Matten nebenan wurde eine sanftere Kampfkunst geboten. Die jungen Judoka, angeleitet von Sportwart Reiner Meyer, zeigten dem Publikum diverse Fallübungen und Wurftechniken. Beim Japanischen Turnier hieß es: „Wer gewinnt, bleibt stehen!“ Der siebenjährige Max, erst ein halbes Jahr aktiv, konnte gleich zwei Siege verbuchen. Da schmeckte das Softeis hinterher umso besser.

Mit einem starken Aufgebot war die Turnabteilung, die Keimzelle des traditionsreichen Vereins, am Sonnabend vertreten. Unter der Regie von Kerstin Klauke führten die Kinder sehenswerte Übungen auf der Matte und auf dem Air-Track vor. Die ganz großen Sprünge lieferten Eirick Klauke und seine Truppe ab. Die Darbietungen an Reck und Barren, basierend auf Pflichtübungen aus Wettkämpfen, vereinten ein hohes Maß an Kraft und Technik. Für Saltos und Flickflacks gab es Szenenapplaus.

Während der talentierte Nachwuchs in der Halle wirbelte, widmeten sich die älteren Semester der Turnabteilung etwas gemäßigteren Vorführungen. „Wir haben wochenlang geübt, damit es heute klappt“, kündigte Übungsleiterin Astrid Hehlmann an. Ihre Gymnastikfrauen mit dem Thera-Band sollten sie nicht enttäuschen. Bei den Darbietungen der Männer erwiesen sich große Pezzibälle als geeignetes Hilfsmittel.

Flotte Rhythmen waren das tonangebende Element bei der Stepaerobic unter Leitung von Sabine Düver. Da dauerte es nur ein paar Minuten, bis sich die ersten Schweißtropfen auf der Stirn bildeten. Die Wärme in der Halle tat ihr Übriges. Unterdessen zog es die Seniorentanzgruppe von Birte Nattkemper vor, ihre Tänze unter freiem Himmel aufzuführen. Ihr Lohn war ein herzlicher Applaus.

Selbstverständlich kam auch der Ballsport nicht zu kurz. Hier gab es mehrere Angebote, je nach Größe des runden Spielgerätes. Mitglieder der Tischtennis-Abteilung, die am Sonnabend nicht so stark vertreten war, spielten Bälle über das Netz. Bei den Trainingseinheiten des Handball-Nachwuchses und der Volleyball-Damen gab es wesentlich mehr zu sehen. Die Mitglieder der jüngsten Abteilung des Vereins, die Basketballer, zeigten ebenfalls Flagge. Da gab es Körbe am laufenden Band.

Für die Abteilungen war der Aktionstag eine schöne Gelegenheit, um Werbung in eigener Sache zu betreiben. Gut möglich, dass bei so manchem Zuschauer die Lust geweckt wurde, selbst aktiv zu werden. Bei der vierjährigen Paula hatte das Turnen auf dem weichen Luftkissen bereits Wirkung gezeigt. „Noch einmal!“, rief das Mädchen nach der ersten Vorwärtsrolle. Prompt stand sie wieder in der Schlange – und erhielt eine Zugabe.

Von Thomas Speckmann

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