Lions-Club-Mitglieder in Barnstorf

Arbeitseinsatz für den Hochmoorbläuling

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Mitglieder des Lions Clubs Grafschaft Diepholz befreiten Hochmoorflächen in der Nähe von Barnstorf von Kiefern und Birkenschösslingen. Das soll den Lebensraum für den bedrohten „Hochmoorbläuling“ erhalten helfen.

Barnstorf - Der Hochmoorbläuling – in Niedersachsen ist dieser Schmetterling vom Aussterben bedroht. Kleine Restpopulationen findet man auf Hochmoorflächen wie beispielsweise im Barnstorfer Moor.

Dem Erhalt dieser Flächen diente jetzt ein Arbeitseinsatz von Aktiven des Lions Clubs Grafschaft Diepholz. Sie befreiten Freiflächen von Birken und Kiefern. Darüber berichtet der Club in einer Pressemitteilung.

Der Hochmoorbläuling ist auf Standorte mit freien Torfmoosflächen angewiesen, die ein Schwingen und ein Treibhausklima erzeugen können. Als Bewuchs sollten Flächen von Krähenbeere, Moosbeere und Glockenheide vorhanden sein. Diese Standorte müssen außen von hohen Gehölzen umgeben sein, um Windschutz zu gewährleisten.

Der Hochmoorbläuling fliegt im Juni/Juli und legt seine Eier an der Krähenbeere oder Glockenheide ab. Den geschlüpften Raupen dient dann die Krähenbeere als Nahrung.

Das 2009 entdeckte Vorkommen liegt direkt am Rande des Barnstorfer Moores. Das Gebiet bietet alle notwendigen Voraussetzungen.

Nach dem im Jahr 2009 die inneren Freiflächen durch Entfernung von Kiefern und Birken geschaffen wordne waren, konnten 2010 schon 37 Falter gezählt werden.

Da die Falter kaum größere Wanderbewegungen vornehmen, ist das Vorkommen bis heute im Barnstorfer Moor an gleicher Stelle vorhanden.

Schutzprojekt soll fortgesetzt werden

Der Schutz gegen Veränderungen ist ebenfalls garantiert, da sich die genutzten Flächen im Privateigentum befinden. Die Eigentümer sind am Erhalt des Schutzprojektes, in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzring Dümmer, interessiert.

Um die Schlüsselfaktoren für den Falter, nämlich Mikroklima und Futterpflanzen zu erhalten, müssen die inneren Freiflächen in mehrjährigen Abständen von Kiefern und Birken befreit werden.

In einer „Aktivity“ hatte es sich der Lionsclub Grafschaft Diepholz vorgenommen, unter Anleitung von Frank Körner, Naturschutzring Dümmer, im Falterschutzgebiet alle Kiefern und Birkenschösslinge zu entfernen. Ausgestattet mit Sägen und Astscheren erledigte eine zehn Mann starke Gruppe unter Leitung von Lionsfreund Egon Schumacher in zwei Stunden anstrengender Arbeit diese Aufgabe.

Zum Abschluss stellten die Clubmitglieder fest, so die Mitteilung, dass sie den Zusammenhalt gestärkt, eine zweckmäßige Arbeit geleistet und etwas Positives für den Naturschutz getan hatten.

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