„Ein Schandfleck für die Gemeinde“

Anwohner verärgert: Illegale Müllentsorgung an Glascontainern in Drebber

Illegale Entsorgung von Hausrat und Elektronik an den Glascontainern in Drebber.
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Illegale Entsorgung von Hausrat und Elektronik an den Glascontainern in Drebber.
  • Edgar Haab
    vonEdgar Haab
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Drebber – „Durch die illegale Müllentsorgung entwickeln sich die Glascontainer in Drebber zu einem Schandfleck für die Gemeinde“, so ein verärgerter Anwohner während der Ratssitzung in Drebber. „Es ist eine Schweinerei, was dort entsorgt wird“, meldete sich ein Ratsmitglied während der Ratssitzung in der Grundschule zu Wort.

Bereits seit mehreren Monaten entsorgen Unbekannte regelmäßig ihren Hausrat, wie auch Sperrmüll bei den Altkleider- und Glascontainern an der Hoopener Straße in Drebber. Sofas, Kühlschränke und Matratzen seien an dem Ort unerlaubter Weise abgelegt worden. Die Entsorgung des illegal abgelegten Unrats verursache Kosten, die sich die Gemeinde sparen könnte, so Friedrich Iven, Bürgermeister der Gemeinde Drebber .

„Ein zentraler Ort gestaltet sich aufgrund des Lärmes, der bei der Leerung der Wertstoff-Container entsteht, als schwierig“, so Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers. Auch eine Videoüberwachung des entsprechenden Areals gestalte sich schwierig, da die Aufzeichnungen dem Datenschutz unterliegen und die Gemeinde diese nicht speichern dürfe, erklärte Iven während der Sitzung.

„Die Gemeinde hat auf die Vorkommnisse reagiert und Web-Cams zur Abschreckung installiert, die eine Live-Überwachung möglich machen. Mehrere Personen der Verwaltung haben Zugriff auf die Live-Bilder“, so Lübbers auf Anfrage.

Auch Warnschilder mit der Aufschrift „Schutt/Sperrmüll abladen verboten“, die an den Containern aufgestellt wurden, sollen Umweltsündern abschrecken.

Wenn sich die Situation nicht bessern würde, wäre eine mögliche Konsequenz, dass die Wertstoff-Container vollständig weg kommen könnten. Iven bedauere die Lösung und appellierte an „die wenigen Unvernünftigen“, die für die illegale Müllentsorgung verantwortlich seien.

Bei einer Müllsammelaktion mit der Jägerschaft der Grafschaft Diepholz im Frühjahr wurde in der Gemeinde in kurzer Zeit Müll gesammelt, mit dem ein zehn Kubikmeter großer Müllcontainer gefüllt worden ist, erzählte der Gemeindebürgermeister Drebbers verärgert. Der Großteil des Haushaltsmülls wurde in der freien Natur der Gemeinde Drebber aufgesammelt.

Der Bauhof habe mehrere Mülltüten aus dem Wasser am Moorkanal in Cornau bergen müssen.

„Die Entsorgung von Abfall in der Natur ist eine Katastrophe und ein riesen Problem. Es gibt kostengünstige, wenn nicht sogar kostenfreie Möglichkeiten, Hausrat zu entsorgen und somit keinen Grund seinen Dreck irgendwo hin zu werfen. Für die illegale Müllentsorgung an den Containern kann ich überhaupt kein Verständnis aufbringen“, führte Iven aus.

„Wir hoffen, dass wir den Standort halten können, aber die illegale Entsorgung hat mich zunehmend negativ gestimmt“, so Lübbers.

In den vergangenen drei Wochen habe es keine Meldung mehr geben, dass Personen Müll an den Glascontainer entsorgt hätten. Bleibe zu hoffen, dass sich die Situation nicht wieder zuspitze.   edh

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