Fahrer und Fahrgast zusammenbringen

Antrag: Grüne wollen Mitfahrerbänke

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Auffällige Farbgebung: Mit diesem Beispiel aus der Lüneburger Heide werben die Grünen für die Idee der Mitfahrerbänke.

Barnstorf - Die Barnstorfer Grünen wollen sich dafür einsetzen, dass in der Samtgemeinde Mitfahrerbänke installiert werden.

Einen entsprechenden Antrag brachten sie jetzt in die politischen Gremien der Samtgemeinde und der Mitgliedsgemeinden ein.

Auf dem Land sind die Menschen ohne Auto aufgeschmissen

„Wer auf dem Land wohnt und kein Auto hat, ist aufgeschmissen, wenn kein Bus fährt. Um zu verhindern, dass ihre Dörfer sterben, muss sich die Samtgemeinde selbst helfen“, schreiben B90/Die Grünen zur Begründung.

In vielen Dörfern werde es leer. Der Job, die Ausbildung und der dürftige öffentliche Nahverkehr trieben die Menschen verstärkt in die Städte. Um sich den Alltag zu erleichtern, würden Bürger immer häufiger selbst aktiv. In der Eifel, in Nordhessen und in der Lüneburger Heide haben Bürger passgenaue Mobilitätskonzepte für ihre Gemeinden entwickelt, haben die Grünen beobachtet. „Vieles davon beruht auf dem Prinzip: teilen und einander helfen.“

Ergänzung zu den Bussen - keine Konkurrenz

Wie sieht das in der Praxis aus: „Vorstellbar wären Mitfahrerbänke im Flecken Barnstorf und weitere in den umliegenden Dörfern/Mitgliedsgemeinden. Sie stehen an öffentlichen Plätzen, damit das Warten angenehm ist und Fahrer wie Mitfahrer sich gut sehen können. Mit Klappschildern neben der Bank stellen die potenziellen Mitfahrer ihr Fahrtziel ein.“

Angebote wie die Mitfahrbank seien keine Konkurrenz für Busse oder Taxis, sondern notwendige Ergänzung. Denkbar sei, dass man solche Angebote noch ausbaut, beispielsweise mit einer privaten Mitfahrbörse im Internet, organisiert von Bürgern.

Treffen der bekannten Unbekannten der eigenen Gemeinde

„Alternative Mobilitätskonzepte wie die Mitfahrerbänke finden in Deutschland immer mehr Anhänger. Außerdem treffen beim Mitfahren die Landbewohner auf die bekannten Unbekannten ihrer Gemeinde. Sie fahren beim Torwart des lokalen Fußballvereins mit, der Zahnarzthelferin oder dem Briefträger, und kommen ins Gespräch. Das steigert im besten Fall die Lebensqualität“, schreiben die Grünen in ihrer Antragsbegründung.“

Zu Finanzierung der Bänke stehe Geld aus dem Leader-Programm der EU zur Regionalförderung zur Verfügung. Private Spenden seien natürlich ebenfalls möglich. Die Anschaffung von Bänken und die Einrichtung der Haltestelle führten nur zu geringen Kosten. Für die Samtgemeinde entstünden keine weiteren Kosten.

Autofahrer brauchten für die private Mitnahme keine zusätzliche Versicherung. Die normale Haftpflicht decke das ab, so die Grünen.

sr

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