Anspruchsvolles Repertoire stimmt auf lange Ballnacht ein

Hunderte Besucher feiern auf Einladung des Singekreises im „Schröders“

Während des Konzertes saßen die Besucher an den Tischen. Im Anschluss spielte sich das Geschehen auf der Tanzfläche ab.

Barnstorf - Von Simone Brauns-Bömermann. Der große Saal im „Schröders“ war festlich geschmückt, als der Singekreis Barnstorf zum Ausklang des Weihnachtsfestes zum traditionellen Konzert bat. Auf diesen Abend hatten sich wieder viele Gäste gefreut, denn das Duett aus Liedvorträgen und Tanzvergnügen hat große Tradition im Hunte-Flecken.

Zum weihnachtlichen Glanz des Hauses passten auch mehrere hundert Besucher, die sich am 2. Weihnachtstag in Schale geworfen hatten. Doch wer sich auf das Parkett wagen wollte, musste zunächst an zwei Institutionen vorbei. Wolfgang Menkens und Jens Voss hatten die Kassenhoheit und wie gewohnt ein „Frohe Weihnacht und viel Spaß“ am Einlasstisch auf den Lippen.

Einige Besucher sicherten sich bereits frühzeitig ihr Tanzband, um dann noch einmal kurz zu verschwinden, bis die Musik im Saal sich warm gespielt hatte nach dem Weihnachtskonzert des Singekreises. Für den richtigen Groove und damit auch Stimmung beim nächtlichen Ball zeichneten in diesem Jahr DJ „Mister XXL“ alias Frank Sander und zu späterer Stunde der Sohn des Hauses, Marcel Schröder als DJ „Blue Core“, verantwortlich. Doch bevor die Besucher das Tanzbein schwingen konnten, lieferte der Singekreis Barnstorf einen festlichen Rückblick auf das ausklingende Weihnachtsfest.

Viele neue Gesichter

„Wir freuen uns sehr über die treuen Gäste und die Neuen“, erklärte Vereinsvorsitzende Frauke Brüning in ihrer Begrüßung und fügte im gleichen Atemzug hinzu: „Und wir sind echt aufgeregt dieses Jahr“. Warum das so war, erschloss sich wenige Minuten später beim Zuhören, denn die für diesen Abend ausgewählte Musikliteratur war nicht leicht. „Ja, ich bin anspruchsvoll. Der Chor hat in diesem Jahr leiden müssen, aber ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis“, stellte Chorleiter Peter Knospe anerkennend fest. Das klang wie ein Ritterschlag des Maestros.

Optisch gab es viele neue Gesichter in den Reihen des Chores. Gezählt seien es wohl an die zehn bis elf neue Sänger, berichtete Knospe. Die Verstärkungen fügten sich in das mehr als einstündige Konzert des Singekreises nahtlos ein. Der Chor unterhielt das Publikum mit bekannten Weihnachtsweisen und modernen Interpretationen. Das Repertoire reichte von John Rutters Wiegenlied über den Jubelgesang „Der Himmel freue sich“ bis zum kombinierten Chor- und Sologesang in „Gelobt sei der da kommt“. Bei letzterem Werk brillierte Inge Heitmann aus Drentwede einmal mehr als Solistin, eingebunden in den Gesang des Chores.

Toller Konzertmix

Zur Halbzeit des Konzertes lohnte sich der Blick zum Einlass: Immer mehr junge Gäste lösten ihre Tickets für den Ball. „Hier, die Celina kommt schon seit zehn Jahren regelmäßig. Wir haben sie quasi aufwachsen sehen“, freute sich Jens Voss an der Kasse über den charmanten Gast aus Barnstorf. Andere saßen bereits im Publikum und stimmten in die Lieder mit ein. Auch die Bürgermeisterin des Fleckens Barnstorf, Elke Oelmann, gesellte sich hinzu.

Beeindruckte als Solistin: Inge Heitmann aus Drentwede.

Der Mix des Konzertes zwischen festlich-besinnlichen Tönen über moderne Klänge mit Variationen bis zu ausländischen Traditionssongs wie dem afroamerikanischen Spiritual „Go tell it on the mountain“ wurde zum Hörgenuss. Der Vorstand überreichte Blumen an Peter Knospe und Pianistin Monika Zilke, die dem Singekreis schon seit vielen Jahren die Treue hält. Mit den gesungenen Gruß „Wir wünschen Euch eine frohe Weihnacht und ein fröhliches neues Jahr“ nach dem Original „We wish you a merry christmas“ entließ der Singekreis Barnstorf sein Publikum aufs Parkett.

Dabei vergaß die Vorsitzende nicht einen wichtigen Ausblick: „Im neuen Jahr wird der Singekreis sich auf neue Wege begeben“, verkündete Frauke Brüning. Am 1. Juli 2018 steigt das „Pop- und Flower-Power-Konzert“, auf das sich eine Gruppe von Sängern bereits seit Monaten intensiv vorbereitet. „Popgeschichten, die sind nicht einfach“, kommentierte Peter Knospe den Inhalt und tauchte dabei schon wieder in die Probenphase mit genauem Konzept ein.

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