Melanie Fischer leitet Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe

Ansprechpartner für Hilfesuchende

Das KIBiS-Team unterstützt und berät Selbsthilfegruppen. Von links: Melanie Fischer (Leitung Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe im Landkreis Dieholz), Maren Mimus (Beratung, Aufbau und Begleitung der Gruppen), Doris Freudt-Binnewies (Vorstand Interessengemeinschaft Gesundes Leben e. V.), Jasmin von Husen-Esche (Organisation und Verwaltung). Foto: Böckermann

Barnstorf – Melanie Fischer ist die neue Leiterin der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe im Landkreis Diepholz (Kibis).

Die Diplom-Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin bringe viel Erfahrung mit in ihre neue Aufgabe, denn sie war bereits vorher Mitarbeiterin der Kontakt- und Beratungsstelle Selbsthilfe im Landkreis Vechta, heißt es in einer Mitteilung. Diese Erfahrung will sie nun für die Selbsthilfe im Landkreis Diepholz nutzen und einbringen.

Die Kibis gehört zur Interessengemeinschaft Gesundes Leben Igel in Barnstorf, dort ist Fischer jetzt tätig. Unterstützt wird sie dabei von Maren Mimus, die für die Beratung, den Aufbau und die Begleitung der Gruppen zuständig ist, und von Jasmin von Husen-Esche, die sich um die Organisation und Verwaltung kümmert.

„Zurzeit werden von uns rund 75 Selbsthilfegruppen im gesamten Landkreis Diepholz betreut“, sagte Melanie Fischer. Inhaltlich seien sie unterteilt in seelische Gesundheit, Krebserkrankungen, Sucht, chronische Erkrankungen, Menschen mit Handicap und Angehörigengruppen.

„Selbsthilfegruppen übernehmen in der Gesellschaft eine wichtige Rolle, denn viele Betroffene finden hier Unterstützung und den Austausch mit Gleichbetroffenen“, betonte sie und ergänzte: „Wir sind die vierte Säule im Gesundheitssystem, neben der stationären, der ambulanten Versorgung und den professionellen Gesundheitsdiensten.“ Natürlich sei es kein Ersatz für therapeutische und professionelle Hilfe, aber häufig eine wertvolle Ergänzung.

Als Kontakt- und Beratungsstelle unterteilt sich die Arbeit des Kibis-Teams in drei Aufgabenbereiche: Die Unterstützung bestehender Gruppen sowie die Initiierung neuer Gruppen, die Beratung von betroffenen Einzelpersonen und die Öffentlichkeitsarbeit

„Die Gruppen, die bereits zu unserem Netzwerk gehören, erhalten von uns kostenlose Begleitung. Dazu gehört auch die Hilfe bei der Organisation von Veranstaltungen, der Erstellung von Projektanträgen oder der Klärung von Konflikten“, sagte Maren Mimus.

„Wir stehen zudem in engem Kontakt mit Fachleuten aus sozialen und gesundheitlichen Diensten“, ergänzte sie. „Es gibt auch Gruppen, die noch nicht mit uns im Austausch stehen. Alle ehrenamtlich tätigen Selbsthilfegruppen sind herzlich eingeladen, sich unserem Netzwerk anzuschließen“, so Melanie Fischer.

Viermal im Jahr findet ein Gesamttreffen statt, zu dem die Gruppensprecher eingeladen sind. Der Termin für das nächste Gesamttreffen ist am 12. Mai um 17 Uhr im Igel Mehrgenerationenhaus.

„Natürlich sind wir auch Ansprechpartner für Menschen mit Problemen, die nach einer Selbsthilfegruppe suchen oder selbst eine gründen möchten“, erklärt Melanie Fischer. Würde ein entsprechendes Selbsthilfeangebot im Landkreis Diepholz nicht vorliegen, würde man über die Kreisgrenze hinaus nach passenden Gruppen suchen. Auch auf Landes- und Bundesebene sei man gut vernetzt.

Auf einen Termin fiebert das Kibis-Team schon jetzt hin. Im Sommer feiert die Selbsthilfekontaktstelle ihr 25-jähriges Bestehen. „Dann möchten wir uns gemeinsam mit allen Gruppen intensiv mit dem Selbsthilfegedanken auseinandersetzen“, so Melanie Fischer.

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