Angelika Wilkening-Scheck verlässt Einrichtung / Verein sucht neue Leitung

Großen Anteil am Aufbau der Krebsberatungsstelle

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Neben der Freude über die geleistete Arbeit machte sich beim Abschied von Angelika Wilkening-Scheck (3.v.r.) auch Wehmut breit. Anerkennung zollten Vereinsvertreter und Netzwerkpartner: (v.l.) Monika Bohrmann, Dr. Konstantin Krauth, Jennifer Hamade, Hannelore Dröge, Chris Schmidt, Wilfried Heitmann, Reiner Reeßing und Johann Knake.

Barnstorf - Es ist ein Abschied mit Tränen: Angelika Wilkening-Scheck verlässt nach zwölf Jahren die Krebsberatungsstelle in Barnstorf. Die Psychoonkologin hat maßgeblichen Anteil am Aufbau der Einrichtung, die unter dem Dach der Interessengemeinschaft Gesundes Leben (IGEL) angesiedelt ist und von Menschen aus dem ganzen Landkreis Diepholz aufgesucht wird. Nun muss sich der Trägerverein um eine neue Leitung bemühen.

Ihre Entscheidung beruhe auf persönlichen Gründen, wie Wilkening-Scheck bei einer kleinen Abschiedsfeier im Kreise von Vereinsvertretern und Partnern der Netzwerkarbeit im Mehrgenerationenhaus erklärte. „Ich werde weiter in der onkologischen Beratung arbeiten, mehr ist noch nicht klar“, fügte sie hinzu und zeigte sich überzeugt: „Die Krebsberatungsstelle IGEL wird weiter bestehen!“

Das Bedauern bei allen Beteiligten war groß. Die ersten Tränen unterdrückte Wilkening-Scheck selbst, als sie realisierte, dass es wirklich der letzte Tag in der Einrichtung sein wird. Wilfried Heitmann war stellvertretend für die Samtgemeinde Barnstorf und den erweiterten Vorstand angetreten, hatte recherchiert und Originaltöne eingefangen. Er kam zu dem Schluss: „Angelika, du hast Unglaubliches erreicht für die Krebspatienten im ländlichen Raum.“

Voller menschlicher Hochachtung wandte sich auch Dr. Konstantin Krauth als einer der Netzwerker an die scheidende Einrichtungsleiterin: „Du bist eine unglaublich gute Psychoonkologin, du bindest die Patienten nicht an Dich. Du hast Visionen Wahrheit werden lassen und mit Bescheidenheit selbstbewusst für die Patienten gehandelt“, erklärte der Leiter und Chefarzt des Kinderhauses in Bad Oexen. Den Dankesworten schlossen sich Monika Bohrmann (Hamburger Krebsgesellschaft) und Hannelore Dröge (Deutsche Krebshilfe Hannover) an.

Die scheidende Einrichtungsleiterin war übrigens auf Umwegen nach Barnstorf gekommen. Sie hatte zunächst Arzthelferin in Goldenstedt gelernt, wurde Töpferin auf Fehmarn und machte dann „ganz nebenbei“ ihr Abitur. Ihr Studium zur Diplom-Psychologin schloss sie mit der Note „sehr gut“ ab. Es folgten Weiterbildungen. 2009 übernahm sie die hauptamtliche Leitung der von ihr maßgeblich aufgebauten Krebsberatungsstelle.

„Das war ein schweres Stück Weg“, blickte Wilkening-Scheck auf ihre Arbeit in Barnstorf zurück. Die 55-Jährige hatte nie aufgegeben, an ihre Vision zu glauben und dafür auch Entbehrungen in Kauf genommen. Aufgrund ihres Engagements mussten der Ehemann und die beiden Töchter oft zurückstecken. Es waren gute Jahre für den IGEL in Barnstorf, aber Verzichtjahre für die Familie in Bremen gewesen.

Der neu formierte Vorstand um seinen Vorsitzenden Johann Knake streckt jetzt seine Fühler nach einer Nachfolge aus. Die Vollzeitstelle ist ausgeschrieben, Bewerbungen sind bis Ende August möglich. Die Krebsberatungsstelle besteht aus insgesamt vier Stellen. Die psychoonkologische Beratung bieten neben der Leitung die beiden Mitarbeiterinnen Martina Siebenmorgen und Jennifer Hamade. Letztere hat im Frühjahr den Platz von Brigitte Meyer eingenommen. Das Sekretariat führt Birgit Wilkening.

sbb/sp

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