Anbau für DRK-Seniorenheim Barnstorf / Verband investiert vier Millionen Euro

Richtfest in rot-weißer Farbe

Die Handwerker loteten gestern Nachmittag den Richtkranz auf dem Erweiterungsbau des Seniorenheims ein.
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Die Handwerker loteten gestern Nachmittag den Richtkranz auf dem Erweiterungsbau des Seniorenheims ein.

Barnstorf - Die Baufortschritte beim DRK-Seniorenheim Barnstorf waren in den vergangenen Wochen kaum zu übersehen. Innerhalb kürzester Zeit zogen die Handwerker den Erweiterungsbau an der Friedrich-Plate-Straße hoch. Gestern Nachmittag schlug die Stunde des Richtfestes. Ein feiner Kranz mit rot-weißer Schleife, stilecht in den Farben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), wurde bei strahlendem Sonnenschein in luftige Höhen gehievt und unter den Augen von rund 100 Gästen eingelotet.

„Zimmermann, walte deines Amtes!“, rief DRK-Kreisvorsitzender Dierk Jobmann dem Handwerker auf dem Dachbalken des Rohbaus zu. Mit den ersten Resultaten war der Bauherr jedoch nicht zufrieden. Erst zu weit nach links, dann zu weit nach rechts. Da bedurfte es schon eines kräftigen Schluckes aus der Flasche, bis der Richtkranz in der richtigen Position steht und der Zimmermeister seinen Spruch aufsagen konnte. Die zu Boden fallenden Glasscherben rundeten den glücksbringenden Brauch schließlich ab.

Die Vorstandsvertreter des Kreisverbands lobten die bisherige Leistung der Handwerker. „Ordentliches Gerippe, stabiler Knochenbau. Das sind gute Voraussetzungen für ein schönes Gebäude“, meinte Jobmann. Er fasste sich in seiner Ansprache kurz, dankte dem Bauteam und Architekt Karl-Heinrich Husmann für die Arbeit und stellte mit Blick auf das millionenschwere Großprojekt fest: „Wir haben den Mut gehabt, hier in Barnstorf ein wunderschönes Haus für den dritten Lebensabschnitt zu bauen.“

Die Entscheidung für den Erweiterungsbau war im Januar dieses Jahres im Kreisvorstand gefallen. Bereits im Mai folgte die Grundsteinlegung für das dreigeschossige Gebäude, in dem 21 Einzelzimmer entstehen sollen. Darüber hinaus werden sämtliche Etagen mit einem Wintergarten ausgestattet. Hier könnten sich die Bewohner begegnen und austauschen, zeigten sich die Verantwortlichen überzeugt.

Laut Einrichtungsleiterin Bianca Haskamp werden die Kapazitäten des Seniorenheims durch den Neubau aber nicht erhöht. Das Haus werde weiterhin über 90 Plätze verfügen. Eine wesentliche Änderung gebe es jedoch bei Ausstattung und Struktur der Räume. In Zukunft werde das Haus über 74 Einzelzimmer, acht kleine Appartements und vier Doppelzimmer verfügen.

Ein Großteil der 24 Doppelzimmer im Altbau wird also verschwinden. Aus gutem Grund, wie Haskamp am Rande des Richtfestes erläuterte. Die Entwicklung in den vergangenen Jahren habe gezeigt, dass Doppelzimmer nur schwer zu vermieten seien. „Die Bewohner möchten gerne ihre eigenen vier Wände haben“, berichtet die Einrichtungsleiterin. Der Trend gehe zum Einzelzimmer. Hier hätten die Senioren auch die Freiheit, persönliche Gegenstände einzubringen, ohne bei der Ausgestaltung Rücksicht auf Mitbewohner nehmen zu müssen. Die verbleibenden Doppelzimmer seien vor allem Demenzkranken vorbehalten, die nicht gerne allein wohnen wollten und Gesellschaft brauchten.

Nach Angaben von Schatzmeister Peter Ellinghausen investiert der Kreisverband insgesamt vier Millionen Euro in den Standort Barnstorf. Davon fließen 1,8 Millionen Euro in den Anbau und 2,2 Millionen in den Altbau. Dieser soll bis Ende nächsten Jahres einer inneren Ertüchtigung, sprich Umbau und Modernisierung der Räume, sowie einer energetischen Sanierung unterzogen werden. Die Fertigsstellung des Anbaus ist für April 2015 vorgesehen. „Eine aufregende Zeit“, meinte Haskamp gestern – und sprach damit sicher vielen Beteiligten aus der Seele.

sp

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