„Die alten Fahrzeuge haben Charakter“

Rekordverdächtige Ausstellerzahlen beim 18. Treckertreffen in Dreeke

Ein Stationärmotor braucht Pflege: Martin Kersting (r.) und sein Bruder Andreas prüften den Ölstand.
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Ein Stationärmotor braucht Pflege: Martin Kersting (r.) und sein Bruder Andreas prüften den Ölstand.

Dreeke - Rekordverdächtige Beteiligung beim 18. Treckertreffen in Dreeke: Etwa 120 Traktoren und Geräte säumten am Himmelfahrtstag die Straßen des kleinen Ortes. Da waren die Ausstellungsstücke der Gastgeber noch gar nicht mitgerechnet. Entsprechend überwältigt zeigten sich Heino Bruns und seine Deutz-Freunde, die die Veranstaltung zum 18. Mal organisierten: „Mit diesem Andrang haben wir nicht gerechnet. Es sind auch viele neue Aussteller dabei, die wir bisher gar nicht kannten.“

Die ersten Oldtimerfreunde waren bereits am Mittwochabend angereist. Sie übernachteten in Bauwagen oder Wohnmobilen vor Ort. Unter ihnen Stefan Goyk und seine Frau Diana mit Hund Tobi. Sie gewährten gerne einen Einblick in ihr rollendes Quartier, das besser ausgestattet ist als jede Junggesellenbude. „Es ist die Atmosphäre, die es ausmacht“, berichtete das Ehepaar aus Kirchdorf, das bereits seit zehn Jahren mit dem Bauwagen zu verschiedensten Treffen in der Region reist.

Die Gespräche der Aussteller und Besucher drehten sich natürlich rund um die historischen Schätze, die früher wertvolle Dienste in der Landwirtschaft leisteten, aber mit den heutigen Zugmaschinen nicht mehr zu vergleichen sind. Den gewaltigen Unterschied verdeutlichten zwei direkt nebeneinanderstehende Traktoren: Ein fast nagelneuer Fendt 1042 und ein rund 60 Jahre älterer F 15H6.

Enorme Entwicklung: Zwischen den beiden Fendt-Traktoren liegen rund sechs Jahrzehnte.

„Das sieht niedlich aus“, kommentierte Besucherin Bärbel Nolte aus Heede das Größenverhältnis der beiden Traktoren. Ihr Ehemann Jürgen wusste den alten Fendt aus dem Jahr 1956 durchaus zu schätzen, zumal der Kaufpreis inzwischen höher sein dürfte als zu Bauzeiten: „Das war damals schon was.“ Aber in der industriellen Landwirtschaft wäre der Einsatz solcher Modelle nicht mehr denkbar. „Heute ist Leistung gefragt“, so der Oldtimerfreund.

Gelungene Jungfernfahrt: Christian Manke-Hensel und sein Junior Marvin präsentierten der Öffentlichkeit erstmals ihren frisch restaurierten Deutz D 50.

Um etwas über die Herkunft der aufwendig restaurierten und herausgeputzten Veteranen zu erfahren, genügte ein Blick auf das Datenblatt. Dahinter steckte vielfach eine beeindruckende Geschichte. „Die alten Fahrzeuge haben Charakter. Sie sprechen für sich und können etwas erzählen“, meinte Daniel Wesemann aus Rehden. Er ging interessiert durch die Ausstellung, zu der er mit seinem John Deere, Baujahr 1972, auch selbst einen Beitrag geleistet hatte.

Die Bodenverhältnisse machten den kleinen Traktoren zu schaffen. Manche blieben im trockenen Sand stecken und mussten abgeschleppt werden.

Eine Premiere auf dem Treckertreffen in Dreeke feierte Marvin Manke aus Sankt Hülfe. Er hatte noch am Vorabend an seinem Deutz D 50 geschraubt, um damit seine Jungfernfahrt am Feiertag zu starten. In die Restaurierung des 55 Jahre alten Schmuckstücks hatte der 16-jährige Oldtimerfreund unzählige Stunden investiert. Doch woher kommt das nötige Fachwissen? „Das eignet man sich an. Man versucht sich und lernt dabei“, erklärte der Jugendliche.

Hier kommt die Maus: Am Stand der Familie Winter wurden Motoren und Zubehör spielerisch in Szene gesetzt.

Beim Schweißen der vielen Löcher im Kotflügel hatte Marvin Manke tatkräftige Unterstützung von seinem Vater, der ebenfalls ganz verliebt in Oldtimer ist und seine Freizeit gerne in der Werkstatt verbringt. „Das ist mein Ruhepol“, verriet Christian Manke-Hensel. An seinem John Deere 2130 zeigte der gelernte Metallbauer, dass bei der Restaurierung nicht zwangsläufig teure Original-Ersatzteile nötig sind. Das Verdeck hat er beispielsweise selbst angefertigt.

Die Besucher konnten mehr als 120 Traktoren und Geräte in Dreeke bewundern. Fotos: Speckmann

Dass die alten Traktoren nicht nur gut aussehen, sondern auch noch leistungsbereit sind, sollte sich in einer nahe gelegenen Weide zeigen. Dabei kam es aufgrund der Witterung aber zu Problemen. „Boden zu weich, Trecker zu leicht“, stellte Maximilian Hegerfeld achselzuckend fest. Er hatte sich beim Walzen mit seinem 28 PS starken Deutz festgefahren und musste von einem MB-Truck abgeschleppt werden. Ob es noch einen zweiten Versuch geben sollte, ließ der junge Diepholzer offen: „Erstmal ´ne Bratwurst...“

Treckertreffen in Dreeke

Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann
Treckertreffen in Dreeke
In Dreeke feierten die Organisatoren eine Rekordbeteiligung. © Thomas Speckmann

Solche Probleme blieben den Ausstellern der Stationärmotoren erspart. Ihre Demonstrationen verliefen nahezu reibungslos. Martin Kersting aus Wuthenau setzte eine Getreidemühle in Gang. Den alten Deutz-Motor, Typ MAH 714, hatte er vor einigen Jahren mit seinem Opa aus der Scheune geholt. „Kleine Feinheiten müssen noch gemacht werden“, berichtete der junge Mann, der zurzeit eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker absolviert.

Am Stand von Arno Winter und seiner Familie knatterte es ohne Pause. Die Auricher setzten ihre Motoren spielerisch in Szene. Ein angetriebener Riemen entpuppte sich als Mäuserennbahn. Das begeisterte vor allem die Kinder, die mit ihren Eltern oder Großeltern durch die Ausstellung bummelten. Zur Stärkung standen Imbiss- und Getränkestände bereit. Hier sollten sich im Laufe des Tages auch viele Pedalritter tummeln, die auf ihrer Vatertagstour in Dreeke anhielten.

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