Heimatfreunde wollen Schuppen am Meyer-Köster-Haus wiederaufbauen

Alte Remise zieht von Eydelstedt nach Barnstorf

Mit vereinten Kräften haben Mitglieder des Heimatvereins Samtgemeinde Barnstorf die alte Remise auf dem Hof Helmsmüller in Eydelstedt abgerissen. Fachwerk und Steine sollen beim Wiederaufbau auf dem Gelände am Roggenberg eine erneute Verwendung finden.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. „Das war anstrengend“, sagt Heimatvereinsvorsitzender Jürgen Rattay und schnauft erst einmal tief durch. Nicht nur er ist froh, als der arbeitsreiche Tag zu Ende geht. Auch seine sechs Mitstreiter legen am Donnerstagabend die Füße hoch. Ziemlich geschafft, aber auch zufrieden über das vollbrachte Werk. Sie haben mit vereinten Kräften eine alte Remise in Eydelstedt abgebaut, die auf dem Gelände am Meyer-Köster-Haus in Barnstorf einen neuen Platz finden soll.

Die ersten Vorarbeiten hatten die Mitglieder des Heimatvereins Samtgemeinde Barnstorf bereits vor einigen Monaten verrichtet. Fast im wöchentlichen Rhythmus trafen sich eine Handvoll Helfer, um sich dem Objekt der Begierde zu nähern. Da wurde zunächst das Dach der etwa fünf mal zehn Meter großen Remise entfernt, die sich auf dem Hof Helmsmüller befindet. Der Eigentümer hatte für das zuletzt ungenutzte Objekt keine Verwendung mehr und es dem Heimatverein überlassen. Um den Abbau mussten sich die Empfänger aber natürlich selbst kümmern.

„Die alten Platten haben wir entsorgt“, berichtet Rattay. Im Gegensatz zur nicht wiederverwendbaren Bedachung gibt es für das alte Mauerwerk durchaus eine Verwendung. Ein Großteil der Steine kann und soll beim Neuaufbau zum Einsatz kommen. Dafür haben die Arbeiter allerdings beim Herausnehmen aus dem Fachwerk große Sorgfalt walten lassen müssen. Nicht minder zeitaufwendig ist das Putzen der Steine gewesen.

Was das Eichenholz betrifft, waren die Heimatfreunde bei näherer Betrachtung doch positiv überrascht: „Das Fachwerk ist in relativ gutem Zustand, besser als wir erwartet haben“, stellte der Vorsitzende fest. Einige Balken aus dem unteren Bereich des Schuppens müssten wohl erneuert werden, aber das sei nichts Ungewöhnliches. Diese Erfahrung habe der Verein schon bei anderen Bauwerken wie dem historischen Speicher gemacht, der früher bei Helmsmühle in Düste stand und ebenfalls unter enormem Aufwand nach Barnstorf versetzt wurde.

Schweres Gerät beim Verladen im Einsatz

Um das Fachwerk der Remise zu verladen und zu transportieren, wurde am Donnerstag schweres Gerät eingesetzt. Zwei Gebäudeseiten konnten sogar in ganzen Stücken auf die Reise gehen, ohne sie vor Ort gleich in Einzelteile zerlegen zu müssen. Der Weg führte direkt auf das Gelände am Roggenberg, wo das Material bis zur Instandsetzung im nächsten Frühjahr gelagert wird.

Der künftige Standort der Remise ist bereits mit Pflöcken markiert. Sie soll ihren Platz im tiefer gelegenen Bereich des großzügigen Geländes, zwischen Speicher und Windmühle, finden und sich in das sehenswerte Ensemble von Gebäuden und Ausstellungen einfügen. Als zusätzliche Unterstellmöglichkeit für Geräte und Maschinen dürfte das Objekt wertvolle Dienste leisten.

In finanzieller Hinsicht ist das von langer Hand geplante Großprojekt abgesichert. Der rund 150 Mitglieder zählende Verein hat sich in den vergangenen Jahren ein gutes Polster zugelegt, um die Investition zu stemmen. Darüber hinaus rechnen die Verantwortlichen mit Zuschüssen aus dem Topf des Landschaftsverbandes Weser-Hunte.

Und wann ist mit der Fertigstellung zu rechnen? Diese Frage lässt der Vorsitzende ganz bewusst offen. Dafür gibt es im Laufe des kommenden Jahres einfach noch zu viel zu tun. Offenbar wollen sich die Heimatfreunde auch nicht unter Druck setzen lassen, denn der Großteil der Arbeiten wird durch die ehrenamtlichen Helfer erledigt. Mit der Unterstützung ist Rattay zufrieden: „Man muss die Leute ansprechen, dann klappt das!“

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