Ärger um „Weihnachtsmarktbude“

Anwohner beklagen Bushaltestellen-Lage in Dörpel / Verwaltung stellt Ursprung wieder her

Solarleuchte: Die Anwohner haben eine Beleuchtung am Haltestellenschild angebracht.
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Solarleuchte: Die Anwohner haben eine Beleuchtung am Haltestellenschild angebracht.

In Dörpel gibt es ein Problem: Die Bushaltestelle ist nicht ausgeleuchtet und das Bushäuschen steht woanders. Die Anwohner beschweren sich, die Verwaltung gelobt Besserung.

Dörpel – Eine durchaus verzwickte Lage in Dörpel: Seit mittlerweile fast zwei Jahren ist es für Kinder dort recht gefährlich an der Bushaltestelle zu warten, die seinerzeit um rund 50 Meter versetzt wurde. Seitdem ist nicht viel passiert, obwohl ansässige Familien mehr als einmal auf die Lage hingewiesen hatten. Die Verwaltung der Samtgemeinde Barnstorf kündigt allerdings an, die Situation verbessern zu wollen.

Als das alte Bushäuschen abgerissen wurde (siehe Infobox) nahm das Chaos nach Aussagen von Anwohner Florian Krause seinen Lauf: „Die Bushaltestelle wurde dorthin versetzt, wo keine Straßenlaterne steht. Und dann kam eine Weihnachtsmarktbude an eine noch einmal andere Stelle, die auch nicht beleuchtet ist. Das ergibt doch alles keinen Sinn.“ Mit „Weihnachtsmarktbude“ bezeichnet Krause abwertend ein Provisorium, das seit mehr als eineinhalb Jahren in Dörpel als Bushäuschen genutzt werden muss. Anwohner Steffen Feldmann ärgert sich und meint: „Das Häuschen ist definitiv nicht für den Dauereinsatz gedacht.“


Das alte Bushäuschen

Bevor die Bushaltestelle versetzt wurde, war ihr Standort dort, wo das alte Dörpeler Feuerwehrhaus war. „Das wurde als Bushäuschen genutzt“, erzählt Anwohner Florian Krause. „Das war wunderbar.“ Allerdings war das alte Bushäuschen baufällig und entsprach nicht mehr den nötigen Standards. „Ich denke, die Gemeinde wollte die Versicherung nicht tragen“, mutmaßt Krause. „Das Häuschen gehörte uns nicht“, erklärt Marcel Pommer, bei der Samtgemeinde Barnstorf zuständig für Bauplanung, Bauordnung und Verkehrswesen. 

Dass in dieser Zeit gar nichts geschehen ist, ärgert einige Anwohner, deren Kinder auf einen Bus angewiesen sind, um zur Schule zu kommen, am meisten. Die Familien Krause, Feldmann und Motzke seien seit einiger Zeit bemüht, eine bessere Lösung für das Bushaltestellen-Problem in Dörpel zu finden. Sie seien bereits im Rathaus in Barnstorf gewesen und hätten ungezählte Telefonate geführt. Das bestätigte auch der Verwaltungsmitarbeiter Marcel Pommer, zuständig für Bauplanung, Bauordnung und Verkehrswesen in der Samtgemeinde: „Mich haben viele Bürger deswegen angerufen.“ Aus einem dieser Gespräche sei laut Florian Krause hervorgegangen, dass die Verwaltung den alten Zustand, bevor die Bushaltestelle versetzt wurde, wiederherstellen wolle. „Mir wurde im August versprochen, dass die Haltestelle im September wieder an den alten Platz kommt. Passiert ist aber bis heute nichts.“

Die Erklärung seitens der Verwaltung liefert Pommer: „Wir haben Fördermittel beantragt. Sobald wir die Zusage bekommen, kommt die Haltestelle mit neuem Bushäuschen dorthin zurück, wo sie bereits einmal stand.“ Außerdem werde das neue Häuschen voraussichtlich mit durchsichtigen Seitenwänden versehen, „damit der Busfahrer die Wartenden auch ganz sicher sieht“. Fest stehe das aber noch nicht.

Wenn Schulkinder in Dörpel im improvisierten Bushäuschen warten, weil es zum Beispiel regnet, bestehe laut Florian Krause die Gefahr, dass der Busfahrer sie nicht sieht und durchfährt.

„Uns geht es in erster Linie um die Verkehrssicherheit unserer Kinder“, erklärt Steffen Feldmann. Der jetzige Standort sei der Verkehrsknotenpunkt in Dörpel. „Hier gab es schon öfter gefährliche Situationen“, meint Krause. „Vor allem in der Erntezeit.“ Dann nämlich kämen sich Landmaschinen aus allen Richtungen entgegen, während die Kinder relativ ungeschützt auf den Bus warten würden.

Deswegen wäre den Anwohnern ein komplett anderer Standort für die Haltestelle noch lieber. „Beim Glascontainer gegenüber der Gaststätte Warnke wäre ein Wunsch von uns“, so Feldmann. „Das ist ein guter Platz.“

Es gab schon öfter gefährliche Situationen. Vor allem in der Erntezeit.

Florian Krause

Auch die Verwaltung habe über diesen Standort nachgedacht, meint Pommer. Doch das sei in Absprache mit dem Verkehrsunternehmen, das die Busrouten in Dörpel abfährt, verworfen worden, weil die Busse dort nur schlechte Wendemöglichkeiten hätten.

Also geht es am Ende doch zurück zur ursprünglichen Variante. Ob sich dieser Kompromiss als eine für alle Beteiligten dauerhaft zufriedenstellenden Lösung herausstellt, wird sich in Zukunft zeigen.

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