Plünderungen und Sperrmüll

„Wo sind wir gelandet?“ - Ärger mit Altkleider-Container in Barnstorf

Rücksichtslos verteilte Altkleider und Sperrmüll bedecken eine große Fläche hinter den Wertstoff-Containern am Barnstorfer Schützenplatz. Bürger zeigen sich verärgert über vielfache Vorfälle dieser Art.
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Rücksichtslos verteilte Altkleider und Sperrmüll bedecken eine große Fläche hinter den Wertstoff-Containern am Barnstorfer Schützenplatz. Bürger zeigen sich verärgert über vielfache Vorfälle dieser Art.

Barnstorf – Kleider machen bekanntlich Leute. Doch was Leute bereits seit Wochen an den Wertstoff-Containern am Schützenplatz in Barnstorf mit Altkleidern gemacht haben, sorgt für Entsetzen und Ärger bei Barnstorfer Einwohnerinnen und Einwohnern. Überlegungen seitens der Samtgemeindeverwaltung zur Beschränkung der Altkleider-Spende könnten zukünftig Abhilfe schaffen.

Ihrem Unmut über das rücksichtslose Verteilen von Kleidungsstücken auf dem Boden und dem illegalen Entsorgen von Sperrmüll machten einige Barnstorferinnen und Barnstorfer jetzt in den sozialen Medien Luft.

„Wie kann man nur so etwas machen, wo sind wir gelandet?“ oder „Wenn es Menschen gibt, die Containern wollen, bitte. Aber man kann doch anschließend die Klamotten wieder zurückstecken“, waren zwei der insgesamt rund 50 Kommentare zu einem Bild, das Unmengen verteilter Kleidung hinter den Containern am Barnstorfer Schützenplatz zeigt.

Schon öfter solche Vorfälle

Jörg Kohröde, zuständiger Mitarbeiter der Samtgemeindeverwaltung, erklärte auf Anfrage der Redaktion, dass Gespräche innerhalb der Politik geplant seien. „Es ist schon öfter zu solchen Vorfällen in Barnstorf gekommen. Auch bei den Wertstoff-Containern in Drebber gab es in der Vergangenheit Fälle von illegaler Müllentsorgung. Nachdem dort Kameras installiert wurden, sind die Vorfälle deutlich zurückgegangen“, sagte Kohröde.

Verursacher seien bei solchen Vorfällen, wie jetzt in Barnstorf, kaum auszumachen, auch wenn es Beobachtungen von Anwohnern gegeben habe. Eine Anzeige bei losen Mutmaßungen bringe in der Regel nichts und bereite nur Arbeit.

Der stellvertretende Fachbereichsleiter im Bereich Soziales und Ordnung der Samtgemeindeverwaltung erklärte, Gespräche mit Thomas Schumacher geführt zu haben. Der Pächter und Betreiber des Biergartens an der Barnstorfer Schützenhalle hat vorgeschlagen, die Container zur besseren Überwachung näher an die angrenzende Bundesstraße zu versetzen.

„Seit drei Wochen liegen die Klamotten jetzt schon hier!“

„Seit drei Wochen liegen die Klamotten jetzt schon hier und es werden immer mehr. Es macht mich traurig, dass bisher nichts getan wurde. Leider entwickeln sich alle Orten, an denen solche Container stehen, zu illegalen Müllkippen“, erklärte Schumacher im Gespräch.

Seinen Vorschlag bewertete die Verwaltung allerdings als wenig zielführend. Werbeplakate zur Kommunal- und Bundestagswahl beispielsweise seien trotz der unmittelbaren Nähe zur Bundesstraße beschädigt worden. Einen Schutz vor weiteren Plünderungen durch die verbesserte Einsicht der Container würde somit wenig bringen.

Auch eine Videoüberwachung gestaltet sich laut Kohröde schwierig: „Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen keine Aufnahmen von dem öffentlichen Platz gemacht werden. Auch eine Live-Übertragung, wie sie in Drebber angewandt wird, ist aufgrund der freistehenden Container schwierig. Es müssten extra Masten aufgebaut werden.“

Die Kosten, die die Samtgemeinde für den Einsatz des Bauhofes zur Entsorgung des Sperrmülls zu leisten habe, könne der Verwaltungsmitarbeiter nicht genau beziffern. Bei den aktuell herumliegenden Altkleidern seien die Betreiber der Container für die Entsorgung zuständig.

Die Samtgemeindeverwaltung arbeite nun, in Abstimmung mit der Politik, an einer Lösung für das Problem der Altkleider-Containern am Barnstorfer Schützenplatz. Zukünftige Beschränkungen bei der Entsorgung der Wertstoffe und Altkleider seien im Gespräch.

Gehe es nach dem Pächter und Betreiber des Biergartens an der Barnstorfer Schützenhalle, Thomas Schumacher, so sollten die Container an einen anderen Ort verlagert werden.

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