Adrenalinschub in Holland

30. Zeltlager des TSV Drebber bietet Spaß und Abenteuer

Im Freizeitpark Hellendorn ging die Post ab. Anna Jischkowski, Johanna Koop-Meyer, Emilie Heuer, Lenie Grimmelmann und Neele Wehrmeister (v.l.) hatten Riesenspaß in der Wildwasserbahn.

Drebber - Von Thomas Speckmann. Erst machte sich ein etwas mulmiges Gefühl im Bauch breit, dann schoss das Adrenalin durch den Körper und die jungen Leute konnten gar nicht genug bekommen. „Ich will noch mal!“, rief Neele Wehrmeister nach der ersten Runde in der Achterbahn. Auch die Freundinnen des achtjährigen Mädchens gerieten bei den atemberaubenden Loopings ins Schwärmen. Keine Frage: Für die Kinder war es die Hauptattraktion des Freizeitparks Hellendorn in Holland.

Der Besuch des Freizeitparks war ein wesentlicher Bestandteil des Zeltlagers des TSV Drebber, das in diesem Jahr einen runden Geburtstag feierte. Bereits zum 30. Mal organisierte der Verein den zehntägigen Ferienspaß für Kinder und Jugendliche. Ihr Quartier bezogen die 24 Teilnehmer und ihre Betreuer auf dem Zeltplatz „Haddorfer Seen” in Wettringen im Kreis Steinfurt.

Beeindruckendes Zeltdorf

Das kleine Zeltdorf bestand aus einer beeindruckenden Kombination aus einem großen Essens- und Aufenthaltszelt für die Kinder, einem Küchenzelt mit umfangreicher Ausstattung und Betreuerpavillon sowie einem Dutzend Schlafzelten. Die Teilnehmer setzten wieder auf Selbstverpflegung. Da war es selbstverständlich, dass auch der Nachwuchs beim Kochen und Abwaschen anpackt. Solche Betätigungen lieferten einen wichtigen Beitrag zum guten Zusammenhalt, auf den die Organisatoren schon seit Jahren großen Wert legen.

Zum Auftakt des zehntägigen Zeltlagers gab es kleine Aktivitäten zum Kennenlernen. Beim Spiel „Hase und Jäger“ musste sich Till Finke ganz schön sputen, um Max Ritter zu fangen.

„Toll fanden die Kinder vor allem die Nähe zu den verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem Campingplatz“, berichtete Betreuerin Svenja Guhr. Der Badesee und ein großer Abenteuerspielplatz waren nur 200 Meter vom Zeltplatz entfernt. Der Sprung ins kühle Nass wurde somit zum Katzensprung. Die Gruppe unternahm aber auch eine längere Wanderung, um die Seenlandschaft an der Grenze Niedersachsens besser kennenzulernen.

Fairness und Einbeziehen der schwächeren Spieler

Aufgrund des Wetters mussten die Drebberaner allerdings einige Abstriche machen. Tretbootfahren und Minigolf fielen buchstäblich ins Wasser. Stattdessen fuhr die Gruppe in eine Soccerhalle ins nahe gelegene Rheine. Einige Teilnehmer hatten sich mittlerweile an das schlechte Wetter gewöhnt, sodass ihnen der Nieselregen während des Sportturniers nichts ausmachte.

In vier Mannschaften traten die jungen Leute in Völkerball, Schlagball und Ball über die Schnur gegeneinander an. Die Betreuer hielten am Spielfeldrand inne und waren beeindruckt: „Es ist faszinierend, wie viel Spaß die Kinder und Jugendlichen an diesen einfachen Spielen haben. Bemerkenswert ist auch die Fairness und das aufmerksame Einbeziehen der schwächeren Mitspieler durch die älteren Teilnehmer.“

Der Ausflug in den Freizeitpark Hellendorn brachte Abwechslung und auch neue Bekanntschaften. Bei den Aktivitäten auf dem Abenteuerspielplatz gab es Kontakte zu einer holländischen Schülergruppe. Dafür holten die Kinder bereitwillig ihre Englischkenntnisse aus den hintersten bereits auf Ferien eingestellten Hirnarealen hervor oder setzten alternativ auf Mimik und Gestik.

Feuerwehrstation sorgt für Begeisterung

Zum umfangreichen Programm gehörten auch ein Besuch des Kletterwaldes in Ibbenbüren und eine Stadtbesichtigung in Rheine. Die dortige Führung durch die Feuerwehrstation sollte sich als einer der großen Höhepunkte des Zeltlagers entpuppen. Gut möglich, dass manche Eltern in den nächsten Tagen mehrfach den Spruch hören: „Ich will Feuerwehrmann werden!“

Die letzte große Aktion war die Schnitzeljagd, die ihren festen Platz in der langjährigen Geschichte des Zeltlagers hat. Die gut neun Kilometer lange Strecke führte durch Wälder und Wiesen und ganz nebenbei durch zwei Bundesländer. Neben Fragen zu Besonderheiten am Wegesrand gab es auch kleine Scherzfragen, wie zum Beispiel: „Welcher Kopf hat keine Nase?“. Hier die richtige Antwort für alle Daheimgebliebenen: der Kehlkopf.

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