Exkursion der dritten Klasse der Grundschule Eydelstedt

Vom Acker auf den Teller

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In einem Sitzkreis aus Strohballen wurden die Grundschüler auf dem Hof Stubbe begrüßt.

Donstorf - Für viele Kinder ist es heute kaum mehr vorstellbar, wie ihre Speisen auf den Teller kommen. Woraus besteht eigentlich das tägliche Pausenbrot? Woher kommen die Kartoffeln, die auf dem Mittagstisch stehen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die dritte Klasse der Grundschule Eydelstedt im Rahmen des Sachunterrichtsthemas „Vom Korn zum Brot“. Auf dem Hof Stubbe in Donstorf konnten die Kinder praktische Einblicke zu diesem Thema erfahren.

Der Fokus der Exkursion richtete sich auf das Ernten von Kartoffeln per Hand und auf das Verarbeiten von Weizen zu Mehl. Ziel war ein anschließendes Essen, zubereitet aus den selbst geernteten Zutaten. Nach der Anfahrt mit einem Jagdwagen begrüßten Hildegard und Heinz-Ludwig Stubbe die Schulklasse in einem Sitzkreis aus Strohballen auf der hofeigenen Diele. Hier konnten die Kinder ihr Wissen bei der Benennung von handgebundenen Getreidegarben unter Beweis stellen.

Nachdem die Kinder in zwei gleichgroße Gruppen eingeteilt wurden, ging es dann an die praktische Arbeit. Während die eine Gruppe von Hildegard Stubbe im Umgang mit dem Dreschflegel unterrichtet wurde und anschließend die gedroschenen Weizenkörner mit Handmühlen zu Mehl verarbeitete, konnte sich die zweite Gruppe bei der Kartoffelernte mit Heinz-Ludwig Stubbe beweisen.

Nach einer kurzen Frühstückspause wurden die Gruppen getauscht. Das Ergebnis der Arbeit waren zwei gefüllte Schubkarren mit Kartoffeln und einige Schüsseln voll Mehl. Anschließend halfen die Kinder beim Waschen und Kochen der Kartoffeln. Aus dem Mehl wurde Waffelteig hergestellt. Beim Essen der Kräuterquark-Kartoffeln und der selbstgemachten Waffeln war der Klasse die Begeisterung anzumerken. Die Kinder konnten lehrreiche Einblicke in die Produktionsprozesse der Landwirtschaft gewinnen. Zudem erfuhren sie auch am eigenen Leib, wie anstrengend das frühere Landleben gewesen sein musste, als es noch keine Landmaschinen gegeben hat. Mit diesem Wissen um das Geleistete schmeckte den Kindern das Essen noch besser, sodass die Kartoffeln samt Schale verspeist wurden.

Um die Kochzeit vor dem Essen zu überbrücken, fuhr die Klasse noch zu einem Nachbarhof. Dort konnten die Kinder einen Kartoffelroder bestaunen. Hier wurde dem einen oder anderen sicherlich bewusst, wie sehr sich die Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Von der einfachsten Handarbeit zu großen Landmaschinen.

Bevor die Kinder nach dem Essen die Rückreise antraten, wurden die restlichen Kartoffeln gerecht aufgeteilt. Somit war das Mittagessen für die nächsten Tage auf jeden Fall gesichert. 

 jr

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