Ehepaar Hoffmann erfährt überwältigende Resonanz

5 000 Quadratmeter stecken voller Inspiration

Ehepaar Hoffmann

Drebber - Von Luka Spahr. „Der Garten wäre mir echt zu groß. Aber er ist so schön!“ Diese Aussage fiel häufiger auf dem Anwesen von Hermann und Anita Hoffmann in Drebber.

Das rund 5 000 Quadratmeter umfassende Grundstück in Schuss zu halten, dauere bestimmt ewig, dachten viele Besucher. Umso überraschender war die Antwort der Gastgeber, dass sich der Aufwand doch in Grenzen halte.

„Wir stecken da nicht viel Zeit rein. Ab und zu mäht Hermann mal den Rasen, zum Beispiel bei unserem kleinen Wäldchen. Aber ansonsten machen wir nur ab und zu mal ein paar Kleinigkeiten“, berichtete Anita Hoffmann, die sich hauptsächlich um die Gestaltung des Grundstückes kümmert. Der Garten ist ihr großes Hobby und ein Ruhepol zugleich. „Man kann hier auch einfach schön entspannen, wenn man nach Hause kommt“, ergänzte der Ehemann, der in seinem Rentnerdasein noch in der Suchtkrankenhilfe tätig ist.

Vor acht Jahren gestartet

Vor acht Jahren hatte sich das Ehepaar dazu entschlossen, das Ackerland vor dem Haus zu einem Garten zu machen. Das ist mehr als gelungen. Neben einem benachbarten Lupinen-Feld zieren nun zahlreiche Blumen, Obstbäume und Kunstobjekte das Anwesen. Auch ein großer Naturteich und zwei Bienenvölker finden sich auf dem Gelände. 

Hermann und Anita Hoffmann genießen ihren Garten. An der Pflanzenpracht und den originellen Accessoires ließ das Ehepaar nun unzählige Besucher teilhaben. - Fotos: Spahr (2), Speckmann (2)

Gerade letztere würden sich sehr über das Lupinen-Feld mit seinen Blüten freuen, so Anita Hoffmann. Umso trauriger, dass gerade in diesen Tagen zahlreiche Bienen verendeten, weil vermutlich ein Gift in der Luft lag. Der Freude über die vielen Besucher tat dies jedoch keinen Abbruch.

„Es sind gefühlt Tausende“, freute sich Hermann Hoffmann über die große Resonanz. Der „Tag des offenen Gartens“ sei auf einen Vorschlag von Freunden und Bekannten entstanden, die den Garten des Ehepaares schon länger bewundern. Nun ließen sie auch alle weiteren Interessierten in ihr Grün blicken. Jedoch zum ersten und zum letzten Mal, wie der Gastgeber betonte. Es solle keine Dauerveranstaltung werden und trotz des großen Andrangs eine einmalige Sache bleiben.

Hermann und Anita Hoffmann genießen ihren Garten. An der Pflanzenpracht und den originellen Accessoires ließ das Ehepaar nun unzählige Besucher teilhaben. - Fotos: Spahr (2), Speckmann (2)

Immer wieder wurde der Hausherr von Besuchern angesprochen und erklärte die originellen Statuen und Kunstobjekte. Dazu nehme er nicht einmal viel Geld in die Hand. Ob Reste vom Sägewerk, Drahtseile oder Futtertröge von befreundeten Landwirten: Im Handumdrehen entstünden kleine Werke. So befindet sich im Garten nicht nur ein altes Mühlenrad aus Düste, sondern auch eine kleine Hühnerwiese. Die Tiere sind jedoch nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Metall oder Holz. Je nachdem, was beim Basteln verfügbar war.

Dann wanderten die Blicke wieder auf die Pflanzenwelt. Besonders schön sei der Phlox, wenn er blühe, berichtete Anita Hoffmann. Ihr Favorit sei aber der Tulpenbaum. Und dann gibt es noch unzählige andere Arten, bei denen schon mal der Überblick verloren gehen kann. Da müsse sie selbst auch manchmal nachschlagen, gab die Gartenfreundin schmunzelnd zu. Dafür hatten die Besucher jedoch vollstes Verständnis.

Hermann und Anita Hoffmann genießen ihren Garten. An der Pflanzenpracht und den originellen Accessoires ließ das Ehepaar nun unzählige Besucher teilhaben. - Fotos: Spahr (2), Speckmann (2)

Die Gäste hatten zum Teil weite Wege auf sich genommen, viele nutzten das schöne Wetter für eine Radtour. Irmgard Rauer reiste mit einer Freundin aus Lembruch an. Sie hatte aus der Zeitung von dem Tag erfahren und war beeindruckt von dem Anwesen. „Wir haben zuhause jedoch nur ein 420-Quadratmeter-Grundstück. Und da steht auch noch ein Haus drauf“, erzählte sie lachend. Der Garten der Hoffmanns wäre ihr zu groß, aber sie könne viele tolle Inspirationen sammeln.

Auf der Suche nach Ideen für den eigenen Garten waren auch Sascha Pinke und Maike Schröder aus Wagenfeld. Gemeinsam mit der 15 Monate alten Tochter Fiene hatte sich das Paar vor wenigen Monaten den Traum von einem Eigenheim mit Garten erfüllt, der aber noch Gestalt annehmen muss. „Das Grundgerüst steht bereits, aber bei den Details wollen wir uns noch mal inspirieren lassen“, erklärte der Familienvater bei einem gemeinsamen Rundgang.

Die Größe und Vielfalt des Gartens war es, was viele Besucher überraschte. Bei Kaffee und Kuchen diskutierten sie darüber, wie nur zwei Menschen so ein großes Grundstück gestalten können. Anita Hoffmann erklärte die Hintergründe ganz einfach: „Viele Menschen verkleinern im Alter ihren Garten, weil sie Angst haben, sie könnten ihn nicht mehr gut pflegen. Bei uns ist es genau andersherum. Wir haben vergrößert.“ Und das mit Erfolg, wie sich aus aller Munde vernehmen ließ.

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