50 Mal im Taxi um die Welt gefahren

Eydelstedter Taxi-Unternehmen Baloun feiert 25-jähriges Bestehen

Ralph Baloun ist als Taxifahrer bereits mehr als zwei Millionen Kilometer gefahren.
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Ralph Baloun ist als Taxifahrer bereits mehr als zwei Millionen Kilometer gefahren.
  • Edgar Haab
    vonEdgar Haab
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Eydelstedt – „Über die 25 Jahre bin ich locker zwei Millionen Kilometer gefahren. Wie oft ich da wohl schon um die Erde gefahren sein könnte?“, fragt sich Inhaber Ralph Baloun. Bei einem Erd-Umkreis von rund 40  000 Kilometern entspräche dies einer 50-fachen Umrundung der Erdkugel, die der 54-jährige Taxiunternehmer in seiner Karriere bereits zurückgelegt hat.

Das 25. Jubiläum liegt zwar bereits gut ein halbes Jahr zurück, aber Baloun an die schwere Anfangsphase erinnern, als er sich mit seinem Personenbeförderungs-Unternehmen selbstständig gemacht hat. „Im Ort war jemand, der in der Branche aufgehört hat, und so habe ich die Chance ergriffen, und mein Hobby, das Autofahren, zum Beruf gemacht“, erklärt Baloun.

Besonders viel Freude an seinem Beruf macht ihm das Fahren und die Gespräche mit den Kunden. Eher weniger begeistert ist der Taxi-Unternehmer allerdings von der Büroarbeit, die über die Jahre mehr geworden sei. Vor allem die stetig hinzu kommenden Verordnungen würden sein Alltagsgeschäft erschweren. „Nach so vielen Jahren fuchst man sich aber rein und macht vieles durch Erfahrung wett“.

Langeweile sei in den 25 Jahren erst mit der Corona-Krise aufgekommen. Noch nie habe der 54-Jährige etwas Vergleichbares in seiner Laufbahn erlebt. Wochenendfahrten zu Partys oder Hochzeiten würden momentan ganz wegfallen.

Den Großteil seiner Beförderungsfahrten machen allerdings Krankenfahrten aus, wobei er erkrankte Personen zu ihren Terminen beim Arzt hin- und wieder zurückbringt. Die längsten Fahrten führen den Taxifahrer auch mal nach Augsburg, Brügge oder Amsterdam.

Alles hinzuwerfen und einem anderen Beruf nachzugehen komme für Baloun aktuell nicht in Frage: „Ein leichter Job ist es nicht, aber ich kann mir nichts anderes vorstellen.“

Vor wenigen Jahren machte sich sein Sohn Chris Baloun mit einem Personenbeförderungs-Unternehmen selbstständig (wir berichteten). „Dem stehe ich komplett positiv gegenüber. Er muss jetzt lernen, wie das Geschäft von der Picke auf läuft.“

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