Gleichwohl sehen Anwohner Verkehrssicherheit gefährdet

„Barkener Weg kein Unfallschwerpunkt“

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Dieser Mann kommt vom Radstreifen des Barkener Wegs und will auf den Radweg an der Moordeicher Straße wechseln. Dafür muss er den Einmündungsbereich kreuzen – gefährlich insbesondere für Kinder und ältere Verkehrsteilnehmer. ·

Stuhr - Von Andreas HapkeMOORDEICH · Die Einmündung Moordeicher Landstraße/Barkener Weg ist eine „komplizierte Stelle“, findet Gerhard Heinemann, Leiter der Lise-Meitner-Schule. Anwohner Hinrich Mahlstädt sieht die Sicherheit für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer „nicht gewährleistet“. Und als ob es noch eines Beweises bedarf, kommen sich beim gestrigen Ortstermin ein Rad- und ein Autofahrer ins Gehege.

Das Problem: Wer den Radweg an der Moordeicher Landstraße aus Richtung Schule befährt, muss den Einmündungsbereich queren, wenn er seine Fahrt auf dem mit weißer Farbe markierten Radstreifen des Barkener Wegs fortsetzen will. Dasselbe gilt für Radfahrer, die in der entgegengesetzten Richtung unterwegs sind. Autos dürfen an dieser Stelle 50 Kilometer pro Stunde fahren, Tempo 30 beginnt erst im weiteren Verlauf der Straße. „Mit großer Geschwindigkeit“ würden die Autofahrer von der Landstraße in den Barkener Weg einbiegen, bestätigen mehrere Anwohner. Etwa 20 Kinder, schätzt Gerd Dürer, seien auf ihrem Schulweg täglich dieser Gefahr ausgesetzt. Auch für ältere Verkehrsteilnehmer sei das Risiko an dieser Stelle hoch.

Die Anwohner kritisieren außerdem, dass der Platz auf dem ohnehin schmalen Radstreifen „vorne und hinten nicht reicht“, wenn sich zwei Radfahrer begegnen würden. Autos müssten im Begegnungsverkehr auf den Radweg ausweichen. „Wenn man wirklich etwas ändern möchte, müsste die Straße eigentlich ein Meter breiter sein“, meint Wolf Wiese. Und überhaupt: Der Radweg sei für die Autofahrer gar nicht als solcher zu erkennen, da seine Kennzeichnung auf die Straße gemalt sei. Ein Hinweisschild fehle. Überdies vermissen die Anwohner an der Straße eine durchgängige Beleuchtung.

In Person von Kerstin Frohburg notierte sich die Verwaltung vor Ort die Bedenken der Bürger. Ob es zusätzliche verkehrliche Maßnahmen geben wird und – wenn ja – welche, das sei bei der nächsten Verkehrsschau mit den zuständigen Behörden zu erörtern, sagte Hartmut Martens, Fachbereichsleiter Verkehr, Ordnung und Soziales, auf Nachfrage. Denkbar sei die weiße Markierung des Straßenverlaufs im Einmündungstrichter. Dies könne eine Signalwirkung sowohl für Rad- als auch für Autofahrer haben. Die Verlängerung der Tempo-30-Zone bis zur Moordeicher Landstraße hänge davon ab, ob die Bebauung dem Autofahrer auf diesem Teilstück ein „Zonencharakter“ vermittele. „Sonst schaffen wir nur eine Scheinsicherheit“, sagte Martens, der eine Verbreiterung der Straße kategorisch ausschließt, denn: „Dann fahren die Autos noch schneller.“

Der Barkener Weg sei kein Unfallschwerpunkt, betonte Martens. Dies habe er sich von der Polizei bestätigen lassen. Täglich seien auf dieser Straße insgesamt 750 Fahrzeuge unterwegs, davon würden 85 Prozent die Geschwindigkeit in der Tempo-30-Zone einhalten. Das Ergebnis stammt allerdings aus dem Jahr 2009, eine neue Messung ist bereits veranlasst.

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