Rat Barenburg nicht immer einstimmig in Beschlüssen

Flexibilität hat Grenzen

Badespaß beim Abendschwimmen: Möglich dank der Abwärme aus der nahen Biogasanlage.
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Badespaß beim Abendschwimmen: Möglich dank der Abwärme aus der nahen Biogasanlage.

Barenburg - Wenn Themen kurzfristig auf die Tagesordnung einer Ratssitzung gesetzt werden, geschieht das fast ausschließlich, weil Handlungsbedarf besteht. So auch in Barenburg. Allerdings zeigten sich nicht alle Ratsmitglieder flexibel und verweigerten, da detaillierte Gespräche mit allen Beteiligten fehlten, ihre Zustimmung.

„Es war Handlungsbedarf vorhanden“, bestätigt Bauamtsleiter Günther Dahm auf die Frage, warum so kurzfristig entschieden werden musste. Thema: Im Zuge eines Verfahrens nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz hat der Betreiber der Biogasanlage Bodingweg, Ingo Kammacher, eine Erweiterung dieser Biogasanlage im Rahmen der Festsetzungen des Bebauungsplanes beantragt. Nun müsse man den Geltungsbereich des bestehenden Bebauungsplanes erweitern, um die vorgesehenen Anpflanzungen und Zufahrten in einer anderen Form auszuführen.

Insbesondere sei geplant, die Eingrünung der Anlage hin zur Trasse der nunmehr „planfestgestellten B61“ auszurichten. Die Kosten für das Verfahren trage der Antragssteller. Auf die Anpflanzungen habe der Anlagenbetreiber bisher verzichtet, weil bisher die exakte Trasse der Ortsumgehung nicht feststand, erklärt Dahm. Tue sie aber jetzt, da die Flurbereinigung in vollem Gange ist –und seitens der Verwaltung reagierte man flexibel, wie in vielen anderen Fällen vorher, hob das Thema umgehend auf die Tagesordnung.

Bürgermeister André Meyer hatte den Sachverhalt kurz geschildert und Ingo Kammacher für die bisher „immer hervorragende Zusammenarbeit“ gedankt – von der Abwärme der Anlage profitiere die Kommune mit der Beheizung von Schulgebäude, Turnhalle und Freibad. Ratsherr Stefan Schwier indes monierte die Kurzfristigkeit, der Rat habe nicht nachfragen können beim Antragsteller und der sei nicht zur Sitzung erschienen. Mit sechs zu drei Stimmen (Schwier, Marion Böttcher und Michael Maschmann) stimmte der Rat mehrheitlich für die Änderung des Bauplanes. Damit bleibt der Kommune weiterhin das Freibad finanzierbar.

Bürgermeister Meyer betonte, das Bad sei ein Luxus. Man könne ihn sich nur leisten, aufgrund des Einsatzes des Fördervereins. Einsparungen durch die günstige Abwärme der Biogasanlage ließ Meyer durchblicken, erwähnte sie nicht gesondert.

Alljährlich sind auch die Eintrittspreise Thema im Rat. Im Vergleich mit anderen Bädern der Umgegend befänden sich die Barenburger Preise nicht im unteren Bereich. Die letzte Preiserhöhung, vor der Saison 2014, haben die Badegäste ohne ein Wort der Klage hingenommen –so berichtet es Meyer von Kassenfee Ursel Bornkamp. Der Rat entschied sich einstimmig, die Badepreise unverändert zu belassen.

sis

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