14 Bäume verschwinden

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Die 14 mit Kreuzen gekennzeichneten Bäume sollen aus dem Umfeld der Nienburger Straße verschwinden. · Skizze: Stadt Sulingen

Sulingen - Die Situation an der Nienburger Straße ist einem Teil der Anlieger und Mitarbeitern des Fachbereiches Planung und Bau der Stadtverwaltung nicht erst seit gestern ein Gräuel.

Schätzen Auswärtige den Allee-Charakter der Zufahrt zur Innenstadt, klagen Anlieger im Frühjahr über extreme Blütenbildung, Mitarbeiter des Bauhofes über ständig auftretende Schäden an Rad- und Gehweg. Als Ursache wollen sie Baumwurzeln ausgemacht haben. Die Stadt Sulingen will sich jetzt der Problematik annehmen, informierte Mittwochabend in der Alten Bürgermeisterei die Anlieger.

Grundlage der Beteiligung an den Planungen, die vor-aussichtlich bereits im Februar dieses Jahres umgesetzt werden sollen, sind die Beratungen im Ausschuss für Planung und Bau im November 2013. Gerd Griffel von den Freien Wählern hatte angeregt, die Bürger frühzeitig mit einzubeziehen. Dass Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Jan-Gerd Dannemann vom Fachbereich Planung und Bau der Stadtverwaltung Mittwochabend in der Alten Bürgermeisterei fertige Konzepte vorlegten, stieß nicht auf ungeteilte Zustimmung. „Bürgerbeteiligung geht anders“, formulierte eine Zuhörerin.

Nach den Ausführungen Rauschkolbs und Dannemanns sollen schon im Februar 14 Ulmen an der Nienburger Straße gefällt werden: Vier zwischen Park- und Breslauer Straße, zwei zwischen Breslauer Straße und Königsberger Straße, die restlichen zehn zwischen Königsberger Straße und Edenstraße.

„Die, die zurzeit die meisten Schäden anrichten“, sagte Verwaltungsmitarbeiter Dannemann vor den knapp 50 Teilnehmern der Informationsveranstaltung.

Rauschkolb bezeichnete sich selbst während des Anhörungstermins als „Baumfreund“: „Grundsätzlich vertrete ich die Auffassung, dass man, wenn man einen Baum fällt, auch einen neuen pflanzen sollte.“ Für das Projekt Nienburger Straße seien allerdings nur fünf Neuanpflanzungen vorgesehen.

Die Stadtverwaltung favorisiert derzeit Anpflanzungen der Winterlinde. „Damit haben wir im Bereich der Langen Straße gute Erfahrungen gemacht“, sagte Dannemann. Und: „Ganz ohne Blüten wird es nicht gehen, sonst müssten wir Plastik nehmen.“

Verschwinden sollen von den Seitenrändern der Langen Straße auch die Bodendecker, die nach Auffassung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung immer mehr zu Schmutzfängern würden. „Keine Angst“, so Rauschkolb, „alles weg, alles pflastern, das wird es nicht geben.“ Angedacht sei in den Bereichen, wo derzeit noch die Sträucher beheimatet sind, das Ausbringen von Grassaat. „Rasen ist weniger pflegeintensiv“, sagte Rauschkolb. Von der Möglichkeit, gezielt Grünpaten für einzelne Flächen zu suchen, will Dirk Rauschkolb übrigens nicht Gebrauch machen. „Wenn ein Anlieger allerdings selbst zum Rasenmäher greift, dann haben wir da nichts gegen. Die Mitarbeiter des Bauhofes wird das freuen.“

Bei der Baumfällaktion im Frühjahr und den Anpflanzungen wird es nicht bleiben. Langfristig wolle man die Nienburger Straße in Gänze angehen, sind sich die Verwaltungsmitarbeiter einig. „Für 2014 stehen 10 000 Euro zur Verfügung“, sagte Jan Gerd Dannemann. Dirk Rauschkolb: „Wir wollen das Projekt mittelfristig abschließen. Zehn Jahre darf es nicht dauern. Das darf kein Problem sein.“

Anregungen aus der Bürgerschaft, im Zuge der Nienburger Straße Parkbuchten anzulegen, nahmen Rauschkolb und Dannemann überrascht zur Kenntnis, vereinzelte Wünsche nach Verkehrsberuhigung auch. Der Bürgermeister: „Davon habe ich noch nicht gehört. Größere bauliche Maßnahmen würden den Kostenrahmen sprengen.“ Verhallen sollten die Anregungen aus der Bürgerschaft nicht. „Wir werden das in die Gremien einbringen.“ · oti

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