Festivalfans feiern friedlich

Appletree-Veranstalter ziehen positive Bilanz

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Auf Wiedersehen in Diepholz: Den Rucksack geschnürt, machten sich die Festivalbesucher am Sonntag auf den Heimweg.

Diepholz - Von Luka Spahr. Nach drei Tagen Party auf Lüdersbusch wurden am Sonntag die Zelte abgebaut. Etwa 5.000 Besucher aus ganz Deutschland packten ihre Sachen.

Unterdessen schnauften die Veranstalter des „Appletree Garden Festivals“ erst einmal tief durch. David Binnewies, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Jugendkultur, zeigte sich in einer ersten Bilanz sehr zufrieden: „Es ist fast unheimlich, wie reibungslos alles gelaufen ist. Es war wieder eine sehr friedliche Veranstaltung.“

Generell waren bei der Abreise bereits viele Frühaufsteher unterwegs. Die Ersten hätten bereits um 8 Uhr morgens ihre Taschen gepackt, berichtete Helferin Laura Hoth aus Cornau. Das war vermutlich eine kluge Entscheidung. Wenig später herrschte ein kleines Verkehrschaos. Eltern kamen zum Abholen, Autos wurden am Seitenstreifen wieder beladen. Selbst der Sicherheitsdienst konnte nur bedingt für freie Durchfahrt sorgen.

Wenig zu tun für Polizei und Rettungsdienst

Aus polizeilicher Sicht war es ein ruhiges Festival: „Ein normaler und friedlicher Ablauf“, erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Bis auf ein paar Streitigkeiten und Schubsereien, die bei solchen Großveranstaltungen üblich sind, habe es keine nennenswerten Vorfälle gegeben. Die Feuerwehr verlebte ein ruhiges Wochenende. Sie vermeldete keine Einsätze.

Recht gelassen wirkten die Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz. Sie hatten sich wie immer mit einem Zelt und einem Rettungswagen auf Lüdersbusch postiert. „Es war wirklich ein sehr, sehr ruhiges Festival“, berichtete Einsatzleiterin Felicitas Staebener-Schmidt. Sie und ihre 35 Kollegen aus Diepholz, Lemförde, Sulingen und Wagenfeld kamen in den vergangenen Tagen auf insgesamt rund 550 Stunden. Der Einsatz verlief jedoch sehr entspannt. 

„Spitzenreiter waren mal wieder die Insektenstiche“, so Staebener-Schmidt. Ansonsten behandelten die Ersthelfer Schürf- und Schnittwundern oder das eine oder andere umgeknickte Sprunggelenk. Wenn es eine Verletzung gab, waren die Helfer sofort zur Stelle. Das lag auch an der guten Motivation. „Generell ist das hier ein sehr beliebter Dienst unter den Kollegen. Viele Besucher kommen nach dem Festival sogar bei uns vorbei und bedanken sich persönlich für unseren Einsatz. Alle sind hier sehr herzlich“, erklärte die Leiterin.

Sinnvolle Neuerungen 

Das war auch der Eindruck hinter der Bühne, wie Organisator Binnewies feststellte. Sowohl Künstler als auch Helfer seien auch in diesem Jahr von der Atmosphäre angetan gewesen. Neue Konzepte wie das Spiegelzelt oder die komplette Umzäunung des Festivalgeländes hätten sich als sinnvoll erwiesen und seien gut angekommen. 

An diesen Ideen soll auch für die Zukunft festgehalten werden. „Das Appletree geht nächstes Jahr in die 18. Runde und wir werden damit volljährig“, kündigte der Vereinsvorsitzende an. Einzelne Details zum Festival 2018 könne er noch nicht nennen. Nur so viel: Es werde wieder am ersten August-Wochenende über die Bühne gehen.

Fotos von der Abreise beim Appletree Garden Festival

Aus Besucherkreisen gab es viele positive Rückmeldungen. „Es war wieder ein echt tolles Festival“, resümierten Lea und ihre fünf Freunde bei ihre Abreise am Sonntagmorgen. Die jungen Damen freuten sich auf ihr Zuhause. Lea, die Fahrerin der Gruppe, fühlte sich trotz drei Tagen Festival fit für die Fahrt nach Dortmund: „Wobei ein Alster jetzt doch noch ganz schön wäre“, gibt sie lachend zu.

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